05-02-2021

449 Architekturen kandidiert für den Mies van der Rohe Award

Grafton Architects, NL Architects + XVW architectuur, BIG – Bjarke Ingels Group, COBE, Lacaton & Vassal architectes,

Barcelona, Spanien,

Housing, Kulturzentrum,

Mies van der Rohe Award,

Am 2. Februar wurden die 449 Architekturwerke bekannt gegeben, die für den Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur – Mies van der Rohe Award 2022 nominiert sind. Damit konkurrieren 514 Architekturbüros aus 279 Städten und 41 Ländern um die wichtigste Auszeichnung der Europäischen Union für Architektur, die von der Europäischen Kommission und der Fundació Mies van der Rohe vergeben wird. Zum ersten Mal sind auch Werke aus Armenien, Moldawien und Tunesien nominiert.



449 Architekturen kandidiert für den Mies van der Rohe Award

Die Coronavirus-Pandemie, Reisebeschränkungen und die anhaltende internationale Unsicherheit haben dazu geführt, dass Veranstaltungen auf der ganzen Welt ausgesetzt und neu organisiert werden mussten. Auch der Mies van der Rohe Award, die höchste Auszeichnung der Europäischen Union für Architektur, musste seinen Kalender um ein Jahr anpassen, um eine sichere Bewertung der Kandidatenprojekte zu ermöglichen. Die Liste der 449 Architekturkandidaten für den europäischen Preis wurde am 2. Februar bekannt gegeben und die Jury beginnt nun mit ihrer langen Arbeit. In den nächsten Auswahlphasen (Herbst 2021 und Winter 2022) wird die Zahl der Kandidaten schrittweise reduziert, um in einem Jahr, im Februar 2022, bei nur noch fünf Finalisten anzukommen. Die Bekanntgabe des Gewinners und die Preisverleihung finden erst im Frühjahr 2022 im berühmten Mies van der Rohe Pavillon in Barcelona anlässlich des EU Mies Award Day und der Eröffnung der Wanderausstellung zu den ausgewählten Werken statt.

Bei der Vorstellung der langen Liste der Nominierten für den Preis betonte Anna Ramos, Direktorin der Fundació Mies van der Rohe, dass der Preis der Europäischen Union ein Beweis dafür ist, dass “Qualität auf unterschiedliche Weise verstanden werden kann, aber immer mit den aktuellen Herausforderungen an die Umwelt verbunden sein muss, um Städte und Infrastrukturen nachhaltiger und belastbarer zu machen". Die große Anzahl der für den Preis nominierten Werke gibt uns ein interessantes Bild vom Stand der europäischen Architektur, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass einige Werke während der Pandemie fertiggestellt wurden und viele während der Weltwirtschaftskrise 2007-2012 in Auftrag gegeben wurden.
Die ersten Daten, die sich ergeben, sind die Art der Konstruktion. Zum ersten Mal machen Einzelwohnungen die größte Anzahl der in Auftrag gegebenen und gebauten Arbeiten aus, gefolgt von kollektiven Wohnkomplexen und Bildungseinrichtungen. Es hat also eine deutliche Verschiebung weg von der Planung und dem Bau von Kulturbauten wie Museen, Theatern, Galerien und Konferenzzentren hin zu Wohnkomplexen stattgefunden. Eine Zahl, die nicht überrascht, vor allem wenn man sie mit den Ergebnissen der letzten Ausgaben des Awards vergleicht. Im Jahr 2019 hatten nämlich die Architekturbüros Lacaton & Vassal architectes, Frédéric Druot Architecture und Christophe Hutin Architecture den Preis für das Umbau von 530 Wohnungen Grand Parc Bordeaux-Projekt erhalten. Allerdings bestätigte sich ein Trend, der sich bereits 2017 abzeichnete, als das Sanierungsprojekt deFlat Kleiburg, eines Wohnkomplexes in Amsterdam, entworfen von NL Architects und XVW architectuur, zum Gewinner des Mies Van der Rohe Award ernannt wurde.
Die Folgen der Covid-19-Pandemie haben also nur einen Trend verstärkt, der bereits im Gange war, ebenso wie das Bewusstsein für die Notwendigkeit hochwertiger Wohnungen und Orte, an denen die Menschen tatsächlich die meiste Zeit ihres Lebens verbringen. Weitere interessante Daten, die beim Durchblättern der langen Liste von Arbeiten auftauchen, ist die Zunahme von Projekten, die aus der Regeneration des Bestands abgeleitet sind, d.h. Erweiterungen, Umgestaltungen, Restaurierungen, Wiederverwendung, etc. Ein Viertel der Gesamtzahl der Architekturkandidaten, mit sehr hohen Prozentsätzen in einigen Ländern wie Irland, wo 62% der Projekte, oder Belgien, wo mehr als 50% der neuen Architektur eine Transformation bestehender Gebäude ist. Bei den Architekturbüros ist das Studio mit den meisten für den Preis nominierten Projekten die BIG Bjarke Ingels Group (Kopenhagen) mit vier Arbeiten, gefolgt von COBE (Kopenhagen), DO Architects (Vilnius), Grafton Architects (Dublin) und Helen & Hard (Oslo und Stavanger).

(Agnese Bifulco)


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