21-08-2019

Cino Zucchi Architetti und RGAstudio für Bistro Lavazza Torino

RGAstudio, Cino Zucchi Architetti,

Michele Nastasi,

Turin,

Gaststätten, Konditorei, Bar,

Nach einem Jahr kehren wir zur ‚Nuvola Lavazza’ zurück. Dieses Projekt verwandelte das nicht mehr genutzte Gelände des ehemaligen Elektrizitätswerks im Stadtteil Aurora in Turin in das moderne und neue Hauptquartier des berühmten italienischen Kaffee-Unternehmens. Unser Interesse konzentriert sich diesmal auf eines der Projekte, das zusammen mit den Büros des Unternehmens und dem Museum Lavazza das Angebot für die Mitarbeiter von Lavazza vervollständigt: das Bistro, das neue Restaurant-Cafeteria, das von Cino Zucchi Architetti und RGAstudio verwirklicht wurde.



Cino Zucchi Architetti und RGAstudio für Bistro Lavazza Torino<br />

In Turin, im Stadtteil Aurora, hat das Projekt von Cino Zucchi Architetti für die Nuvola Lavazza das nicht mehr genutzte Gelände des ehemaligen Elektrizitätswerks in den Standort des neuen und modernen Headquarters verwandelt und den Werten und der mehr als 120-jährigen Geschichte der bekannten italienischen Marke eine architektonische Form verliehen. Ein ausgedehntes und komplexes Projekt auf über 30.000 Quadratmetern, auf denen neue Ideen geboren werden und Arbeitsplätze, kulinarische Highlights und Kultur beherbergt sind. Für die Planung und den Bau der Nuvola Lavazza wurden Fachleute verschiedenster Bereiche (Architektur, Food, Gestaltung und Design) zu Rate gezogen. Zu diesem „Golden Team“, in dem Cino Zucchi, Ferran Adrià e Federico Zanasi, Dante Ferretti und Ralph Appelbaum vertreten sind, gehört auch das RGAstudio, das zusammen mit Cino Zucchi Architetti für das Architekturprojekt und das Innendesign des neuen Bistro Lavazza verantwortlich zeichnet.

Das imposante Gebäude des ehemaligen Elektrizitätswerks Enel, mit einer Fläche von 4.500 Quadratmetern, wo einst laute Maschinen im Einsatz waren, wurde von Cino Zucchi Architetti in ein großes, flexibles Ambiente umgewandelt, wo heute eine ganz andere „Energie“ erzeugt wird, nämlich jene, die aus der Begegnung von Menschen entsteht. Eine der Hauptfunktionen dieses Restaurierungsprojekts des Gebäudes ist die Gastronomie. Das Hauptgebäude wurde dem großen Veranstaltungszentrum der Nuvola Lavazza gewidmet, während der Seitenflügel, der auf den gartenähnlichen Platz hinausgeht und sich zur Stadt hin öffnet, für das Restaurant Condividere und das Bistro umgestaltet wurde.
Das Bistro in der Nuvola Lavazza ist nicht die klassische Firmenkantine, sondern ein innovativer Bereich für kollektive Gastronomie, der für alle offen ist und sich an der Philosophie von Slow Food orientiert.
Als Teilnehmer des Projektwettbewerbs schlugen Cino Zucchi Architetti und RGAstudio die überzeugendsten Projekte vor, die sich in verschiedenen Aspekten ergänzten. Sie wurden deshalb beauftragt, einen gemeinsamen operativen Vorschlag zu präsentieren. Zur Erfahrung und Eleganz des Projekts von CZA kam also die handwerkliche Sorgfalt für Details und die besondere Aufmerksamkeit für Materialien hinzu, die die Projekte der Architekten Raffaele Azzarelli und Giuliano Iamele von RGAstudio auszeichnen.
Das Bistro befindet sich im ersten und zweiten Stockwerk des Hauptgebäudes. Die Architekten haben es in einem neuen Layout konzipiert, das sich von der traditionellen Verteilung der Kantinen auf einer einzigen Linie unterscheidet. Das Layout gestaltet sich in drei gastronomische Inseln mit Namen, die sich an der Geschichte des Unternehmens inspirieren und drei verschiedenen Menüs vorschlagen. Von der Eingangshalle gelangen die Besucher in den ersten Stock, in dem sich die Essbereiche und die Küchen befinden. Von hier können sie in den zweiten und letzten Stock gehen, der mit intimeren Essbereichen ausgestattet ist und von einem großen industriellen Dachfenster, das Teil des historischen Gebäudes war, Licht erhält.

Die Innenausstattung der Räume behält den industriellen Charakter des Gebäudes bei, wird aber mit Elementen vermischt, die eine familiäre und häusliche Atmosphäre bilden. Dies zeigt sich in der Wahl der Materialen, wie Eisen und Glas für die Küchen und Holz für die Einrichtung der Essbereiche. Die Tapeten mit Grafiken und Zeichnungen von Gianluca Biscalchin sind von der piemontesischen Architektur beeinflusst und verleihen den Oberflächen ausgesuchte und edle Strukturen. Die von den Architekten gewählten Farben sind hell und zart und reflektieren das natürliche Licht, das durch das Dachfenster und die historischen Fenster, die zum Innengarten hin ausgerichtet sind, hereinströmt und das Ambiente erhellt.

(Agnese Bifulco)

Project Name: Bistrot Lavazza
Architectural and interior design: Cino Zucchi Architetti + RGAstudio
Architects in charge: Andrea Viganò, Valentina Zanoni, Raffaele Azzarelli, Giuliano Iamele with: Alberto Brezigia, Antonio Ciampoli, Enrica Mannelli, Olia Khvatova, Eva Kalisz
Location: Italy, Torino, via Bologna 22
Area: 1285 sqm
Project Year: 2018
Graphic project: Gianluca Biscalchin
Lighting project: LTD Lighting Design Team
General Contractor: Colombo Costruzioni
Client: Lavazza spa

Images courtesy of RGAstudio, photos by Michele Nastasi

 


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