12-09-2011

BP: Duplex-Wohnungen in Paris

BP Architectures,

Luc Boegly,

Paris,

Housing, Residenzen,

gleichzeitig,

Glas, Zement,

Am Place de la Bastille in Paris ist 2011 eine achtstöckige Wohnanlage entstanden, entworfen vom Büro BP Architecture. Das Werk zeichnet sich durch die Wahl der Fassaden aus: Diejenige, die auf den Platz schaut, ist mit einer Art Sonnenschutz verglast, die Seitenfassaden sind mit modularen Paneelen mit unterschiedlicher Neigung und Farbeinsätzen verkleide.



BP: Duplex-Wohnungen in Paris
Das Gewicht der Verantwortung wird vielleicht von der großen Ehre ausgeglichen, ein Bauwerk an einem Ort zu errichten, der eine Jahrhunderte alte Geschichte besitzt und obendrein das Schicksal einer Nation gewendet hat. Das Büro BP Architecture hat nicht an einem historischen Denkmal gearbeitet, wie es der berühmte Fall von Norman Foster und seiner Renovierung des Berliner Reichstags war, sondern hat eine neue Architektur in der Perspektive der Place de la Bastille in Paris geschaffen ? einem der wohl geschichtsträchtigsten Orte und Stolz der französischen Nation.
Bemessen und respektvoll hat dieser Wohnbau den Hauptzweck, einen Mosaikstein in der runden Perspektive des Platzes zu bilden, in dessen Mitte die Juli-Säule in Erinnerung an den Ort steht, an dem bis zum Jahr 1789 das berühmteste Gefängnis Frankreichs stand. Zwischen dem Hafen des Arsenals und dem Theater de L’Opera Bastille, leicht zurückversetzt bezogen auf den Platz, ergänzt das neue Bauwerk aus Glas und Metall den Winkel, der von der Rue de Lyon und dem Boulevard de la Bastille gebildet wird. Die Architektur belegt nicht das gesamte Grundstück, sondern die Fassade geht leicht nach hinten und erzeugt einen weiteren Platz ausschließlich für sich selbst, auf den die Hauptfassade mit einem Eckprofil antwortet, dessen Spitze nach Innen gerichtet ist und der den Duplex-Wohnungen eine Loggia mit direktem und großzügigem Blick auf den Bastille-Platz verleiht. Ausgehend von dieser Front, die aus einer Sonnenschutz-Verglasung mit im Sinne der zeitgenössischen Sprache sehr schmalen Fenstern besteht, erstreckt sich die Anlage nach einem trapezförmigen Muster, bis es sich mit dem benachbarten Gebäude verbindet, von dem es sich durch die ästhetische Gestaltung der Seitenfassaden unterscheidet, die mit Paneelen aus vergoldetem Aluminium verkleidet sind und ein bewegtes Muster bilden. Diese Module mit vertikalem Verlauf umfassen die Klappläden der Wohnungen, die unerwartet die Position der Fenster zeigen, deren bunte Rahmen eine angenehme Überraschung für die Passanten sind. Der letzte Stock und das Erdgeschoss wurden durch das Versetzen der Fassaden nach hinten gestaltet, was den Entwurf erleichtert: Die Verkleidung aus den vergoldeten Paneelen folgt ebenfalls und unterbrechungslos diesem Muster als Element der Vereinheitlichung im Unterschied. Das Erdgeschoss, Sitz der Fondation Lartigue, hat verglaste Flächen, die das Zementtragwerk auftauchen lassen, dessen Pfeiler einer gezackten Linie folgen.

Mara Corradi

Entwurf: [BP] Architectures (Jean Bocabeille, Ignacio Prego)
Bauherr:  Ministère de la Culture / SAGI - SNI
Ort: 75 rue de Lyon - 52 bd de la Bastille,  Paris
Tragwerksplanung: BECT – Ingeniering
Bruttonutzfläche: 1609 m2
Projektbeginn: 2007
Ende der Bauarbeiten: 2011
Zementstruktur
Außenverkleidung aus vergoldeten Aluminiumpaneelen
Zementfußböden
Fotos: © Sergio Grazzia, Luc Boegly, Laure Vasconi

www.agencebp.com

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