12-03-2018

Yvonne Farrell und Shelley McNamara Freespace La Biennale di Venezia

Yvonne Farrell, Grafton Architects, Shelley McNamara,

Andrea Avezzù,

Venedig, Italien,

Messen,

Ausstellung, Venice Biennale, Veranstaltung,

Vom zentralen Pavillon über die “Giardini” und das Arsenal – 71 Teilnehmer werden die 16. Internationale Architekturausstellung von La Biennale di Venezia unter dem Thema FREESPACE und der Kuratierung von Yvonne Farrell und Shelley McNamara animieren.



Yvonne Farrell und Shelley McNamara Freespace La Biennale di Venezia

In einer ungewöhnlichen Pressekonferenz mit den beiden Protagonistinnen, den Kuratorinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara in einer Skype-Konferenez, da sie aufgrund des schlechten Wetters nicht aus Dublin anreisen konnten, wurde der Presse am 2. März FREESPACE die 16. Internationale Architekturausstellung von La Biennale di Venezia unter der Leitung des Präsidenten Paolo Baratta präsentiert.

In etwas mehr als 2 Monaten wird die 16.a Internationale Architekturausstellung von La Biennale di Venezia eröffnet. Die Vernissage findet am 24. und 25. Mai statt und am 26. Mai erfolgt dann die Preisverleihung und die offizielle Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 25. November 2018 zu sehen ist. Eine Reihe bedeutender Bilder, die von den Kuratorinnen gewählt wurden, führen ein in das Thema und den Titel FREESPACE, seit 7. Juni 2017 als Plakat zu sehen.
Die Bilder sind eine Sitzgelegenheit aus Beton, die mit Keramikfliesen verkleidet ist, die der Architekt Jørn Utzon an den Eingang von Can Lis in Mallorca gestellt hat. Es ist das Projekt eines nach dem menschlichen Körper modellierten Raums um den Heimkehrern einen Willkommensgruß zu entbieten. Ein anderes Bild ist das Belvedere, das Lina Bo Bardi realisiert hat, indem sie das Museum für Moderne Kunst von São Paolo erhöht hat, um den Bewohnern einen neuen Blickwinkeln auf ihre Stadt zu schenken. Oder die verglaste Fassade des neuen Gebäudes der Universität Bocconi in Mailand,die vom Büro Grafton Architects von Yvonne Farrell und Shelley McNamara gestaltet wurde. Die Stimmungen, die von diesen Bildern ausgelöst werden verleihen der Ansicht der hier Schreibenden den Worten des Manifests von Yvonne Farrell und Shelley McNamara Sinn, der auch von Nichtkennern verstanden wird. Die von den Kuratorinnen gestellten Fragen legen die Betonung auf die soziale Rolle der Architektur. “Wir sind überzeugt, dass alle das Recht haben, aus der Architektur Nutzen zu ziehen”, sagen die beiden Architektinnen und unterstreichen hierbei die unbewusste Nutzung der “freespace” durch uns: der Anblick eines Hofs durch einen runden Torbogen, eines geschützten Raums, wo man sich bei Wind und Regen unterstellen kann, die schöne Fassade eines Gebäudes während eines Spaziergangs usw.. Eine Beziehung zwischen Menschen und Gebäuden, die auch unbeabsichtigt oder nicht vom Architekten gestaltet erfolgen kann und die sich auch zeitversetzt zeigen und entwickeln kann.

Ein Thema, das wie in den Räumen finden werden, die die teilnehmenden Architekten gestalten und die die Freespace zeigen, die sich in ihren Projekten verstecken. Yvonne Farrell und Shelley McNamara sind – so sagen sie selbst – die Aufgabe als Kuratorinnen der 16. Architekturbiennale von Venedig als Architektinnen angegangen. Sie betrachten die Bestandsbauten als spezifische Standorte, einen Bezugsumfeld, in dem die Ausstellung entworfen wird, um die räumlichen Eigenschaften der “Corderie dell'Arsenale” und des zentralen Pavillons zu betonen. An diesen Orten sind die 71 Teilnehmer von FREESPACE zu sehen, darunter auch die Kuratoren der vorhergehenden Ausgaben der Architekturbiennale von Venedig wie Alejandro Aravena (2016), David Chipperfield (2012) und Kazuyo Sejima (2010). Zwei Sonderabteilungen werden FREESPACE begleiten: die erste ist Close Encounter, meetings with remarkable projects mit 16 Teilnehmern, die die Arbeite betreffen, die aus einer Überlegung bezüglich bekannter Projekte aus der Vergangenheit stammen; die zweite The Practice of Teaching ist dem Unterricht gewidmet und die 13 Teilnehmer zeigen Projekte, die im Rahmen ihrer didaktischen Arbeit entwickelt wurden.

Die Biennale wird von den 65 Landesteilnahmen in den historischen Pavillons der “Giardini”, im Arsenale und der Altstadt von Venedig ergänzt. Sieben Länder sind zum ersten Mal dabei: Antigua & Barbuda, Saudi Arabien, Guatemala, Libanon, Mongolei, Pakistan und der Heilige Stuhl. Der Padiglione Italia kuratiert vom Architekten Mario Cucinella, wurde auf Floornature anlässlich The Architects Series präsentiert. Die kollateralen Events, die meetings on architecture (Gespräche mit den an der Ausstellung teilnehmenden Architekten), die Biennale Sessions und die mit der Lehre verbundenen Aktivitäten “Educational” (die sich an Studenten und Universitäten aller Arten und Grade richten. Die erste Forte Marghera in Mestre kuratiert von Yvonne Farrell und Shelley McNamara, betrifft die Installation der Architekten Sami Rintala und Dagur Eggertsson. Die zweite im Pavillon der Angewandten Künste, kuratiert von Christopher Turner und Olivia Horsfall Turner, startet mit einem Fragment der Robin Hood Gardens nach dem Entwurf von Alison und Peter Smithson aus dem Jahr 1972 in East London, um die Zukunft des Sozialwohnungsbaus zu hinterfragen.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of La Biennale di Venezia
1 & 2. Yvonne Farrell, Shelley McNamara & Paolo Baratta photo by Andrea Avezzù
3. Entrance seat at Can Lis, Mallorca, 1973 Jørn Utzon, photo by Beatrice Pedrotti
4. Atelier Grafton students research trip Albi Cathedral, France, 1480 Grafton Architects photo by Wendy Smith
5. Freespace undercroft Universitta Luigi Bocconi, Milano, 2008 Grafton Architects photo by Federico Brunetti
6. Windows Housing at Santa Maria della Porta, Milan, 1961 Caccia Dominioni photo by Yvonne Farrell
7. Open courtyard Casa Mila/La Pedrera, Barcelona, 1912 Antoni Gaudi photo by Shelley McNamara
8. Circulation space Gallaratese Housing, Milan, 1974 Carlo Aymonino and Aldo Rossi photo by Shelley McNamara
9. Landscape and housing Ivry Sur Seine House, 1969 Jean Renaudie and Renée Gailhoustet photo by Yvonne Farrell
10. Le Thoronet Cloister: Materials and light - Le Thoronet Abbey, France, 1157 photo by Shelley McNamara
11. Exterior of Doge's palace Palazzo Ducale, Venezia photo by Shelley McNamara
12. Lina Bo Bardi's Freespace (vão livre) Museu de Arte de São Paulo, 1947 Lina Bo Bardi photo by Shelley McNamara
13-14-15. Robin Hood Gardens, completed 1972, designed by Alison and Peter Smithson © The Victoria and Albert Museum, London

http://www.labiennale.org


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