17-07-2018

Atelier Zundel Cristea Hotel d'entreprises Binet Paris

AZC - Grégoire Zündel, Irina Cristea,

Sergio Grazia,

Paris,

Einkaufszentren, Buros, Co-Working,

In Paris haben die Architekten Grégoire Zündel und Irina Cristea das Hotel d'entreprises entworfen, ein Ressourcen-Inkubator für kleine und mittlere Unternehmen, der Teil eines großen Stadterneuerungsprojekts im Arrondissement 18, der Porte de Montmartre, ist.



Atelier Zundel Cristea Hotel d'entreprises Binet Paris

Atelier Zundel Cristea, ein von Grégoire Zündel und Irina Cristea gegründetes Architekturbüro, widmete sich kürzlich einem ähnlichen Thema wie das Projekt SALT von MVRDV, das wir letzte Woche vorgestellt haben: dem Bau eines Inkubators oder "hotel d'entreprises" für kleine und mittlere Unternehmen. Wie bei SALT interveniert auch das Projekt von Atelier Zundel Cristea in einem Stadtviertel in diesem Fall in Paris, das Gegenstand eines großen Stadterneuerungsprojekts ist und auch zu einer wirtschaftlichen und sozialen Rückeroberung wird.

Das GPRU (Grand Projet de Rénovation Urbaine) in Porte de Montmartre im 18. Arrondissement von Paris ist ein ehrgeiziges Stadtentwicklungsprojekt. Es sieht die Umgestaltung der Straßen, die Stärkung der städtischen Kontinuität mit der benachbarten Gemeinde Saint-Ouen, die Entwicklung öffentlicher Räume und den Bau neuer Gebäude vor. Die Typologie der Neubauten variiert, um das Angebot der Nachbarschaft zu diversifizieren: von Dienstleistungen wie Schulen bis zu Wohnungen, von Hotels bis zu Büros. Das Projekt von Atelier Zundel Cristea ist Teil dieses Prozesses: ein Gebäude, das Dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen anbietet. Nicht nur kleine Räume zwischen 50 und 150 m², die besonders von jungen Unternehmen angefragt werden, sondern auch gemeinsame Dienstleistungen (z.B. Konferenzräume und informelle Besprechungsräume) und Beratungsdienste.
Die Kenntnis des Umfelds ausgehend von der Form des Geländes und des Gefüges dieses Stadtteils bis hin zu den physikalisch-technischen Eigenschaften des Bodens und den Normen oder sogar bis hin zur Untersuchung der Skyline der Baukörper und deren Modellierung in Terrassenstufen sind alles Elemente, die von den Architekten in der Untersuchungsphase berücksichtigt wurden. Die Grundidee ist es, eine Architektur zu bauen, die ein Bild von Solidität und Dauerhaftigkeit vermittelt, das auf eine präzise Identität zurückzuführen ist, die die Architekten als Architektur "made in Paris" definiert haben.

Das siebenstöckige Gebäude mit insgesamt 59 Gewerberäumen hat eine tragende Struktur aus Pfeilern und Balken, die Stahlbetondecken tragen. Eine Konstruktionswahl, die den Bedarf nach einer flexiblen Anlage löst, die sich leicht an die unterschiedlichen Anforderungen von Räumen und Gestaltungen sowie an zukünftige Nutzungsänderungen anpassen lässt. Vertikale Verbindungen und Betriebsräume, wie Toiletten, sind in vertikalen Kernen konzentriert. Das Tragwerk bestimmt auch das Muster der Fassade, wo sie den Rahmen für die großen Fenster bildet und die Gebäudeseiten rhythmisch markiert.
Die hellen Fensterrahmen aus Metall, die Regelmäßigkeit der Fassaden mit ihren großen Glaseinsätzen, erinnern an eine industrielle Identität des Gebäudes, die durch die Präsenz der großen Gartenterrassen veredelt wird. Wenn man jedoch das Vorhandensein von offenen Terrassenflächen mit hängenden Gärten als Verschönerung der Fassade und des Volumens betrachtet, sind die Terrassen in Wirklichkeit von Architekten als reale Arbeitsräume oder informelle Unterhaltung konzipiert, die den Nutzern zur Verfügung stehen.

(Agnese Bifulco)

Projekt: Hotel d'entreprises Binet Paris
Programm: Hôtel d’entreprises 7020 m², Mehrzwecksaal 120 m², Gewerberäume 100 m²
Ort: 10-12, rue Maurice Grimaud, 75018 Paris, Frankreich
Studio: Atelier Zundel Cristea www.zundelcristea.com
Architekten Grégoire Zündel, Irina Cristea - Wettbewerb: Mario Russo - Studie: Alba Bui - Baustelle: Stefano Lunardi, Adrien Fournier
Partner: Batiserf, BMF, L. Choulet, BT Paysage
Ende der Bauarbeiten: 2018
Fläche 1760 m², Projekt 7240 m²
Bildnachweis: Sergio Grazia



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