29-01-2014

Shirish Beri: Laboratory for the Conservation of Endangered Species

Shirish Beri,

India,

Institutionen,

Stein, Zement,

Nachhaltigkeit,

Der indische Architekt Shirish Beri hat den Sitz des LaCONES, Laboratory for the Conservation of Endangered Species in Hyderabad im Herzen Indiens gestaltet. Die Komposition der Gestaltung entstammt der Betrachtung des Standorts, der von einer großen Felsenkonstellation dominiert wird. Ds Thema des Dialogs zwischen Architektur und Natur verbindet sich mit dem der Nachhaltigkeit des Werkes als solchem.



Shirish Beri: Laboratory for the Conservation of Endangered Species

In Hyderabad befindet sich der Sitz eines der wichtigsten Forschungslabore Indiens. Die neue Architektur von LaCONES (Laboratory for the Conservation of Endangered Species) ist das Ergebnis der Betrachtung des Ortes durch den Planer aus Kolhapur, Shirish Beri und einer besonderen Aufmerksamkeit bezogen auf die Nachhaltigkeit.

Die Form des Werkes stammt direkt aus der Planimetrie der Gegend, die sich durch eine Reihe von vertikalen Felsen großer und enigmatischer Faszination auszeichnet. Aufgrund der hehren Ziele des Instituts, in dem die Wissenschaftler die vom Aussterben bedrohten Arten und deren Bewahrung erforschen, musste der Auftrag des Bauträgers eine ebenso “edle” Architektur verlangen.

Shirish Beri hat in der Überzeugung entworfen, dass die Architektur sich mit höchster Rücksichtnahme in die Landschaft einfügen muss. In Hyderabad bedeutete dies auf der einen Seite, das Grundstück intakt zu lassen und eine Architektur einzufügen, die dem topografischen Verlauf des Geländes mit den wunderbaren Felsen in der Mitte folgt. Auf der anderen Seite ging es darum, anhand einer Reihe von Entscheidungen in Richtung auf die Rückgewinnung und den sorgsamen Einsatz der Energie ein Gebäude mit geringen Emissionen zu realisieren.

Die kreisförmig angeordneten hohen Felsen stehen am Rande des Grundstücks, das der Bauträger mit der Absicht gekauft hatte, hier den Sitz des Forschungslabors errichten zu lassen. Nach dem Besuch des Geländes empfahl der Architekt den Kauf des anliegenden Grundstücks, um den Grundriss des Gebäudes entwickeln zu können, wie er ihn im Sinne hatte. Die Anlage sollte sich nämlich um den Felsenbereich – dem Herzen des Werkes - entwickeln.

Shirish Beri betrachtet das Menschenwerk als eine Ableitung des Werkes der Natur. Die Felsen werden zum Tor, durch das man zum Eingang des Gebäudes gelangt. Indem sie der Topografie des Ortes folgen, stehen sie in einer Art natürlichem Amphitheater, das bis zur Eingangstür sanft abfällt. Hier markiert ein Steinfußboden einen Raum im Freien, wo man sich aufhalten, setzen und das natürliche Schauspiel genießen kann.

Darum herum – und dabei das “Amphitheater”, umarmend – entwickelt sich das eigentliche Volumen des Bauwerks, das wiederum halbrund gestaltet ist. Die Räumlichkeiten folgen der Ausrichtung. Die unregelmäßige Komposition mit den geschwungenen Wänden und der asymmetrischen Gestaltung, die das natürliche Amphitheater des Geländes zu imitieren scheint, entsteht durch eine Struktur aus Stahlbeton, in Kombination mit Wänden und Verkleidungen aus Backstein und lokalem Stein, der direkt aus diesem Gelände gewonnen wurde. Das Glas verkleidet mit durchgehenden Oberflächen die gebogenen Frontseiten mit dem Zweck, den Dialog mit der Landschaft auch im Inneren des Gebäudes fortzusetzen.


Was die Anlagentechnik betrifft, so befindet sich in der Anlage ein System zur Abwasseraufbereitung und Tanks zum Sammeln von Regenwasser, das zur Bewässerung verwendet wird. Das Mikroklima bedarf keiner großen Ressourcen für die Klimatisierung, da das Projekt die natürliche Belüftung ausnutzt.
Indiens damaliger Präsident Abdul Kalam, der berühmte und beliebte “Volkspräsident” sagte bei der Einweihung des Bauwerks, dass es sich hier um ein Gebäude von seltener Schönheit handelt, ein echtes Wahrzeichen für die Anstrengung der Wissenschaften in Richtung der Natur.

Mara Corradi

Entwurf: Shirish Beri
Mitarbeiter: Sikandar Nadaph, Milind Ranadive
Bauträger: Centre for Cell & Molecular Biology, Hyderabad (CSIR); D.B.T (Department of Biotechnology), Delhi; C.Z.A (Central Zoo authority), Delhi; A.P. forest department
Ort: Hyderabad (Indien)
Tragwerksplanung: Beri Architects & Engineers Pvt. Ltd
Bruttonutzfläche: 4200 m2
Grundstücksgröße: 25.760 m2
Planungsbeginn: 2002
Ende der Bauarbeiten: 2005
Bauunternehmen: Shree Balaji Engineers & Contractors
Struktur aus Stahlbeton
Glasfassaden
Außenverkleidung aus Backstein und indischem Kotah-Stein


www.shirishberi.net


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