27-07-2016

LANDA Arquitectos: Pabellón M in Monterrey (Mexiko)

Renzo Piano,

Rom,

Stein,

LANDA Arquitectos hat den Pabellón M in Monterrey vollendet. Die Stadt Monterrey hat heute ein neues öffentliches Zentrum mit einem Turm aus Beton und Glas und 52 Stockwerken. Die Keramikböden des Pabellón M wurden mit speziellen Materialien von Iris Ceramica Fabbrica Marmi e Graniti und Ariostea gestaltet, die von Versitalia, dem örtlichen Zweig der italienischen Gruppe vertrieben werden.



LANDA Arquitectos: Pabellón M in Monterrey (Mexiko)

Der Pabellón M von Monterrey – der Industriehauptstadt Mexikos – gibt den Menschen einen öffentlichen Platz zurück, der südlich des Stadtzentrums gelegen bis vor Kurzem nur wenig beachtet und vernachlässigt war. Das Projekt wurde vom Architekten Agustín Landa Vértiz initiiert, der das mexikanische Architekturbüro LANDA Arquitectos leitet. Nach seinem Tod im Jahr 2015 wurde es von seinem Sohn, Agustín Landa Ruiloba vollendet, der zusammen mit dem Architekten Rolando Martinez Rodriguez den architektonischen Geist und Poetik weiterführt.
Die Bilder zeigen heute die beeindruckende Struktur des Pabellón M: Als junges Wahrzeichen im Stadtbild konzipiert ist außen die Sprache des modernen Mexiko zu sehen, mit Beton, Glas und Stahl, während sich im Inneren majestätische Räume öffnen, die von einer schwarz glänzenden Bodengestaltung aufgewertet werden, die von Aktualität und Kraft spricht mit den Platten der italienischen Firma IrisFMG, die in Lateinamerika allein von Versitalia vertrieben wird.
Der Werdegang dieses Projekts ist sehr interessant, denn mehrere Male hat sich das Programm geändert. Heute umfasst es einen Turm mit 52 Stockwerken bei einer Höhe von 206 Metern, ein Auditorium für 4500 Besucher und 6 Etagen mit Geschäften und Räumlichkeiten für den Tertiärsektor, darunter auch die Büros der Stadtverwaltung von Monterrey, eine 6-geschossige Parkgarage, einen Heliport und eine Brücke, die mit einem großen Kaufhaus auf der anderen Seite der Avenida Juarez verbindet.

Agustín Landa Ruiloba erzählt, dass er von Anfang an geahnt hatte, dass die Anforderung nach einer Kombination von noch nicht näher definierten Büro- und Geschäftsräumen nach einer Komposition in separaten und aus dem ganzen heraustrennbaren Teilen erfordern würde, ohne dabei das Gefühl der Einheit zu verlieren. Die erste Version hatte zwei Türme und einen zentralen Pavillon vorgesehen, zu dem sich im Laufe der Jahre ein Hotel, verschiedene Restaurants, eine Sporthalle, eine Cafeteria und sogar ein paar Kinosäle hinzugesellt haben. Die Planimetrie zeigt heute aber nur einen Glasturm, der an der Südwestecke des Grundstücks steht und über eine modulare Anlage aus Beton mit quadratischem Grundriss ragt, in dessen Zentrum sich das Auditorium befindet, dessen Eiform sich an dem Auditorium im Parco della Musica von Rom nach dem Entwurf von Renzo Piano inspiriert haben soll. Zwischen dem großen Saal und dem Turm liegt ein weitläufiges Foyer, das den Hof bildet, eine überdachte “Piazza” - das Herz des Gebäudes. Die Bedeutung wird von einer verspiegelten Decke unterstrichen, die den schwarzglänzenden Keramikboden spiegeln, eine Sonderlieferung für große Flächen, die von der italienischen Firma IrisFMG realisiert und unter dem Namen Tundra Grey vertrieben wird. Das Büro LANDA hatte in der Tat verlangt, dass alle öffentlichen Bereiche der Anlage mit schwarzen Platten verkleidet würden, um eine besondere Art der Spiegelung zu erzielen, die den Raum des Foyers noch betont und bei den Besuchern Erstaunen erregt – was - so Agustín Landa Ruiloba, eines der Ziele der Architektur ist. In der zentralen Halle erstreckt sich dieser Effekt auch auf das Betontragwerk und verleiht den Eindruck, dass diese über ihre räumlichen Grenzen hinausgeht. Der besondere von IrisFMG entwickelte Fußboden hat den Wunsch nach großflächiger Gestaltung bei einem solch bedeutenden Projekt erfüllt und ist dabei leicht und strapazierfähig, was bei dem Einsatz im öffentlichen Raum wichtig ist und bedarf darüber hinaus nur geringer Instandhaltung.
Die Gewerbe- und Dienstleistungsflächen des Pabellón M haben einen direkten Zugang sowohl von Corso Garibaldi als auch vom Corso Melchor Ocampo aus, während der Zugang des Auditoriums an der Avenida Costitution liegt, der Verkehrsader, die die Südgrenze des Stadtzentrums von Monterrey bildet. Hier verläuft der Rio Santa Caterina, an dessen Ufer Pabellón M mit seinem 53 Stockwerke hohen Turm steht, der über das städtische Gefüge ragt. Agustín Landa Ruiloba stellt das Gebäude in einer Reihe mit der Geschichte der Industriearchitektur des Landes: The use of concrete, glass, steel and clay bricks relates this project to the industrial origins and history of Monterrey and its enterprises like Cervecería Cuauhtemoc, Fundidora Monterrey, Cigarrera La Moderna, and Vitro, among others”.


Heute ist die Rolle allerdings die eines öffentlichen, gewerblichen und kulturellen Zentrums, eine Art überdachter Platz, für Handel, Veranstaltungen und Kulturereignisse ausgestattet. Hier, wo einst ein symbolischer Ort des öffentlichen Lebens zu finden war, der Mercado Colón, verbringen die Menschen wieder ihre Zeit, sie treffen sich und erleben die Stadt. Agustín Landa Ruiloba erzählt uns, dass der Besitzer dieses Gebäudes, der Ingenieur Salomón Marcuschamer eben dies wünschte, nämlich der Stadt etwas von dem Glück und Wert zurückgeben, den die Stadt ihm geschenkt hatte, als er als Kind mit seinem Vater hier ankam und es ihm im Laufe der Zeit gelang, seinen ganzen Reichtum zu gründen.
Nicht nur eine Landmarke, sondern – im Sinne des Auftraggebers – auch ein Auslöser für die Aufwertung der Gegend, die heute den Anlass für die Gestaltung anderer Hochhäuser und die Sanierung der Straßen und angrenzenden Grünflächen durch die Stadtverwaltung geliefert hat.

Mara Corradi

Architects: Agustín Landa Vértiz / LANDA Arquitectos
Collaborators: Agustín Landa Ruiloba, Rolando Martínez, Rubén Martínez, Berta Haddock, Federico Ruiz
Works manager: Grupo Diryge, SA de CV
Client: Inmobiliaria Torre M SA de CV
Location: Monterrey, Nuevo León, Mexico
Structural design: VSL México e SOCSA
Technical installations: Promeca SA de CV
Surface area of lot in question: 19,381 sqm
Covered area of the building: 193,973 sqm
Built volume: 120,000 m3 of concrete
Start of work: 2008
Completion of work: 2016
Structure in concrete
Name of material supplier: Versitalia
Flooring in indoor public areas:
IrisFMG: Tundra Grey 120x60cm special production (Polished 21,230.93 sqm, pre-polished 3,105.96 sqm)
Pavement in outdoor areas:
Ariostea: Pietra di Ragusa 60x60cm (3,150.35 sqm) http://www.ariostea.it/collezioni/pietre/pietra-di-ragusa
Installation technique: adhered, raised floor
Photographs: © Documentacion Arquitectonica, The Drone Experience, The Raws

http://www.landaarquitectos.mx


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