25-11-2015

Mateo Arquitectura und die Sanierung des Mercat del Ninot in Barcelona

Josep Lluís Mateo,

Adrià Goula,

Barcelona, Spanien,

Markt,

Glas, Holz,

Sanierungs, Messen,

Der Mercat del Ninot ist die bekannte Markthalle im Stadtviertel Eixample in Barcelona. Die Sanierung der Anlage aus dem Jahr 1933 wurde vom spanischen Büro Mateo Arquitectura ausgeführt. Dank des Projekts von Mateo Arquitectura besitzt der Mercat del Ninot nun eine neue Beziehung mit der Stadt.



Mateo Arquitectura und die Sanierung des Mercat del Ninot in Barcelona

Der alte Mercat del Ninot in Barcelona ist vor Kurzem nach der Sanierung durch das Büro Mateo Arquitectura wieder neu eröffnet worden: der große öffentliche Raum war in dem perfekten Raster der Wohnblöcke des Viertels Eixample eingefügt, das Ildefonso Cerdà Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen hatte. Man sagt, dass der Name, “Puppenmarkt”, mit der Holzstatue einer Puppe zusammenhängt, die einst die Fassade einer der Tavernen am Markt schmückte. Schon bald ein Bezugspunkt für den täglichen Einkauf, wurde der Mercat del Ninot überdacht und eben auf diese Struktur aus dem Jahr 1933 bezieht sich das Projekt von Mateo Arquitectura. Dem Wunsch folgend, das Bild dieser historischen Anlage in der Erinnerung einer an ihr hängenden Bevölkerung zu bewahren, haben die Planer die Anlage mit den drei Baukörpern restauriert. Von diesen drei Baukörpern ist der mittlere der höchste, um die interne Belüftung zu verbessern. Der gemauerte Umfang aus Backstein und Glas wurde konsolidiert und auch die große Stahlstruktur des Dachs erneuert. 
Dieses Dach wurde auf einer temporären Struktur gelagert, um die Erdarbeiten der beiden unterirdischen Geschosse zu ermöglichen, wo sich 100 Parkplätze, die Logistik und die Lager befinden.

Die Untersuchung einer neuen Verkleidung der Außenflächen hat die räumliche Beziehung zur Stadt verändert und dabei den Einfall des Lichts in die Innenräume, die optische Beziehung zwischen Innen und Außen, Tags wie Nachts und auch den volumetrischen Einfluss des Bauwerks auf die Umgebung neu überdacht. Die Grenzwände wurden so nämlich mit einer Verkleidung aus sehr dünnen Edelstahlblättern konzipiert, die hier gebogen und gelocht sind, um mehr Resistenz und Leichtigkeit zu schaffen. So entsteht eine Textur, die aus gewissen Blickwinkeln heraus den Effekt der kompletten Transparenz des Materials erzielt. Die seitlichen Flächen sind gemauert und der Innenraum wird vor direkter Sonnenbestrahlung und den Witterungseinflüssen geschützt, trotzdem bekommt man die Entwicklung des Tagesablaufes und des Wetters auch im Inneren des Mercat del Ninot mit – dank des sanft einfallenden Lichts und seiner Veränderung im Laufe des Tages. Die Verkleidung aus Stahlblättern dient auch als Schließsystem und Schutz der im Umfang der Anlage eingebundenen Kioske. Etwas weiter oben steigern die Paneele ihre Transparenz bis sie komplett unter dem Dach verschwinden, wo es nur noch Verglasungen gibt: es handelt sich um einen gewollten optischen Effekt, um das Gesamtgebäude zu entmaterialisieren und seinen Eindruck zum Dach hin zu mindern. Dazu kommt dann noch der besondere Effekt in der Dunkelheit, wo die so gegliederte Verkleidung das Gebäude in seinen höheren Teilen erhellt und zu einem Leuchtturm in der Stadt macht.


Vom Haupteingang auf der Calle de Mallorca gelangt man in die Halle auf zwei Ebenen, die sofort die räumliche Organisation des Markts zeigt: von dieser Stelle aus kann man nach unten gehen oder im Erdgeschoss verweilen, wo der Raum einen ringförmigen Weg um einen ersten Block von Ständen vorsieht, auf den die anderen blicken.
Schließen wir mit einer Bemerkung von Josep Lluís Mateo: “Der Markt steht in Beziehung mit der Stadt und teilt dieser seinen Verwendungszweck mit; die Straßen und die Plätze sind Orte des Austauschs und nicht nur des Durchgangs".

Mara Corradi

Architect: Josep Lluís Mateo
Client: IMMB-Institut Municipal de Mercats de Barcelona
Site: Calle Mallorca 135, Barcelona
Project: 2008 (first prize, public competition)
Construction: 2010-2015
Surface: 16.184 m2
Installation Engineering / Budget Control/ Security and Health standards: Mur Garganté
Structural Engineering: BOMA
Photography: © Adrià Goula
Historical photos are courtesy of http://www.mercatdelninot.com

http://www.mateo-arquitectura.com
https://vimeo.com/130960589


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