24-07-2013

Keiji Ashizawa: Ein Haus mitten in Tokio und im Grünen

Keiji Ashizawa Design,

Daici Ano,

Tokio, Japan,

Housing, Ville,

Design,

Holz, Zement,

Die japanische Architektur der Gegenwart hat Kennzeichen bestimmt. Eines davon ist die Integration von Bauwerk und Natur: Die Form des Werks impliziert eine enge Beziehung mit der Form der grünen Umgebung. Das Haus eines Kunstsammlers im Zentrum von Tokio, gestaltet vom Büro Keiji Ashizawa Design, ist ein sehr interessanter Fall der aktuellen japanischen Architektur.



Keiji Ashizawa: Ein Haus mitten in Tokio und im Grünen
Die zentrale Rolle der Natur im Leben des Menschen scheint bei den neuen Architekturen im ganzen Land im Mittelpunkt der Gestaltungsphilosophie zu stehen. Bei seinem neuen Wohnhausprojekt in Tokio, entwickelt Keiji Ashizawa wie viele seiner Kollegen, die Form, indem er Gärten in den Wohnkörper einbindet. Das als House S bezeichnete Werk wurde in einer zentralen Gegend der japanischen Hauptstadt errichtet und erstreckt sich auf drei Ebenen, zu denen eine Terrasse mit Holzfußboden für den Außenbereich hinzukommt: Die Terrasse hat sich gerade bei den neueren japanischen Wohnungen sehr verbreitet und wird als Aussichtsplattform auf die Stadt genutzt. House S hat das typische Wohn-Layout der in den letzten Jahrzehnten errichteten japanischen Häuser. Die Eingangsetage ist den halböffentlichen Räumlichkeiten wie Wohnzimmer und Küche vorbehalten, zu denen der externe Autostellplatz kommt. Die beiden oberen Stockwerke hingegen sind den privaten Räumen vorbehalten, wie den Schlafzimmern, dem Fitnessraum und der Spa.

Jede Ebene verfügt über Grünflächen, wie hängende Gärten und Patios, die sich geregelt in das geometrische Raster einfügen, welches die Etagen organisiert ? regelrechte Teile der Wohnung, welche die Vegetation dem Wohnraum abgenommen hat. Im ersten Stock handelt es sich um eine rechteckige Außenfläche, welche die beiden Schlafzimmer voneinander trennt und diese dank der verglasten Wände dabei gleichzeitig in optischen Kontakt setzt. In der zweiten Etage ist es der Garten der Spa, der die gesamte Nordost-Fassade in Grün taucht und deren Bepflanzung von oben bis zum Dach und zur Terrasse reicht.
Außerdem hat das Grundstück, auf dem das Wohnhaus steht und das in Japan bis auf den letzten Millimeter genutzt wird - die japanischen Auflagen sehen einen Mindestabstand zwischen 50 und 150 cm von der Grundstücksgrenze vor ?, alte Kiefern und Zelkovas bewahrt, letzterer ein Baum, der aus Japan und China stammt.
Die neue Architektur von Keiji Ashizawa spielt sich nämlich im Rahmen eines ehemaligen Hauses eines Samurai ab und hält die Beziehung mit der Geschichte aufrecht, indem sorgfältig alte und vom Hausherrn gesammelte Gegenstände eingefügt wurden. Was die Liebe zu diesen Gegenständen und die Möbel betrifft, so könnte man sagen, dass dieses Haus extra entworfen wurde, um diesen eine Ausstellungsmöglichkeit zu bieten. Das Betontragwerk versteckt sich hinter weiß gestrichenen Wänden, die wie große Bilderrahmen der Gemälde wirken. Materialien wie schwarzes Nussholz mit langen Dielen für den Fußboden und die Verkleidungen auch Außen oder Stein, gehen mit dem Kunstwerk eine eleganten Dialog zum Thema des unverputzten Baustoffs ein.


Das Tageslicht, das durch die raumhoch verglasten Wände in allen Stockwerken einfällt, bleibt von den Ausstellungswänden fern, die schon optische Anreize bieten, sondern gelangt bis in die Räume an den Grenzen des Hauses, die besserer Wahrnehmung bedürfen.

Mara Corradi

Entwurf: Keiji Ashizawa Design
Projektleitung: Rie Honjo
Bauträger: Privat
Ort: Tokio (Japan)
Tragwerksplanung: Akira Suzuki
Bruttonutzfläche: 341,87 m2
Grundstücksgröße: 282,43 m2
Planungsbeginn: 2010
Ende der Bauarbeiten: 2011
Türen und Fenster aus Metall
Freistehende Treppe aus Metall
Betontragwerk
Innenwände weiß gestrichen
Holzverkleidungen
Fußböden aus schwarzem Nussholz und Stein
Sammlermöbel des Bauträgers
Bildnachweis: © Daici Ano

www.keijidesign.com


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