18-09-2013

Halo Architects: Sami Cultural Center in Inari (Finnland)

Halo Architects,

Mika Huisman,

Japan,

Halle, Kulturzentrum,

Glas, Holz, Zement,

Architects m3 Ltd, Janne Pihlajaniemi, Architect M.Sc. SAFA,

Das Kulturzentrum von Inari in Finnland ist der Ausdruck des Sámi-Volkes. Das von Halo Architects entworfene Bauwerk besitzt eine organische Form und fügt die sich voller Respekt in das Gebiet ein. Das zeitgenössische Werk passt sich dank seines strukturierten Grundrisses, der die alten Bäume berücksichtigt, und der Glasfassade mit der handwerklich hergestellten Holzverkleidung an die Landschaft an.



Halo Architects: Sami Cultural Center in Inari (Finnland)
Halo Architects hat für die Gemeinschaft der Samen von Inari in Finnland eine symbolische Architektur entworfen, die sich dabei in das Umfeld einfügt: Sie ist sinnträchtig und technisch und räumlich im Sinne der Energieeffizienz gestaltet. Das der finnischen Urbevölkerung gewidmete Kulturzentrum weist eine organische Form auf, die ihre Wurzeln in der skandinavischen Architektur hat und die zu einem Wahrzeichen der Gegend wird. Der kreuzförmige Grundriss, der auch an die Rippen eines Tieres anzuspielen scheint, ist auf die Einbindung des Gebauten in die Natur ausgerichtet, um die vorhandenen Bäume zu bewahren, da deren Wachstum in gewissen Breitengraden sehr langsam ist. Die vier Flügel, die durch den kreuzförmigen Grundriss entstehen, öffnen sich auf ebenso viele Höfe nach Außen und umarmen ideell den Wald, ohne diesen dabei zu berühren. Sie verleihen dem Besucher den Eindruck, ständig in der Natur versunken zu sein.
Das Tragwerk besteht aus Ortbeton, einem Baustoff, der die komplexe organische Form ermöglichte. Die Innengestaltung hat alle Büros, die Betriebs- und Diensträume am Außenrand des Gebäudes angeordnet, damit sie das Tageslicht nutzen können und von der Sonne beschienen werden. Der restliche Raum ist der Lobby vorbehalten, in deren Mitte sich das Auditorium mit dem Mehrzwecksaal und auch der Parlamentssaal befinden. Beide haben einen ovalen Grundriss. Diese Entscheidung unterstützt den Weg vom Eingang zu den Flügeln und führt dabei an den beiden großen Sälen entlang.
Der Beton der Struktur wird komplett von der Holzhülle versteckt, die Innen und Außen unter einem einzigen Mantel vereint. Extern sind die Säle des Auditoriums und des Parlaments mit langen Kiefernholzbrettern verkleidet, die horizontal verlegt sind und dann gebogen wurden. Das Holz wird auch Innen verwendet und dient zur Schalldämmung. Der Strukturkörper des Gebäudes hingegen ist mit Tafeln aus mit Eisensulfit behandeltem Fichtenvollholz auf der gesamten Höhe in der Vertikalen verkleidet. Deren raues und durch die Witterung und Zeit verdunkeltes Aussehen steht im Gegensatz zur perfekten Oberflächenverarbeitung der Kiefernbretter, welche im Innenraum verwendet werden. Alle Holzoberflächen wurden von ortsansässigen Handwerkern hergestellt. Dies unterstreicht die Tatsache, dass die Architektur in dieser Gegend noch in jeder Hinsicht kontrolliert wird, was wiederum aus dem Detail das Alleinstellungsmerkmal des Bauwerks macht. Die durchgehende Fassade wird von verglasten Öffnungen unterbrochen, die ebenfalls raumhoch sind und Licht und Wärme in das Gebäudeinnere bringen.
Die Architektur des Sami Cultural Center ist so konzipiert, dass man es betrachten kann, wenn man seinen Umfang abläuft: Die Form des Grundrisses und die durchgehenden Frontseiten laden dazu ein, seiner Form zu folgen. Der Weg nach Draußen erleichtert die Betrachtung der Landschaft. Im Inneren herrscht das Holz vor, wie finden es sowohl als Bodenbelag als auch als Wandverkleidung.


Die Samen sind die einzigen noch lebenden europäischen Ureinwohner und leben in einer Gegend, die sich von den nördlichsten Regionen Finnlands, Norwegens und Schweden erstreckt. Jetzt haben sie ein neues Kulturzentrum mit dem sie sich identifizieren können, nicht nur aufgrund des Projekts als solchem, das seine Wurzeln im skandinavischen Design hat, sondern auch wegen der Verwendung der lokalen Holzsorten und des Umweltschutzes.

Mara Corradi

Entwurf: Halo Architects (Janne Laukka,  Tuomas Niemelä)
Principal designer: Architects m3 Ltd, Janne Pihlajaniemi, Architect M.Sc. SAFA
Bauträger: Senate Properties
Ort: Inari (Finnland)
Tragwerksplanung: Ramboll Finland Ltd
Bruttonutzfläche: 4800 m2
Wettbewerb: 2008
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2012
Fassade aus handwerklich vor Ort angefertigten Fichtenbrettern
Tragwerk aus Ortbeton
Verkleidung der Innenwände aus Birke und Kiefer
Fußböden aus Beton, Naturstein und Birke
Bildnachweis: © Decopic Ltd, Mika Huisman

www.halo-arkkitehdit.fi


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