08-01-2015

Die Erweiterung der Harvard Art Museums von Renzo Piano

Renzo Piano, RPBW,

Michel Denance,

USA,

Museen,

gleichzeitig,

Glas, Zement,

Arts, Erholung/Restaurierung,

Ende 2014 wurde die Renovierung und der Ausbau der Harvard Art Museums von Cambridge in Massachusetts abgeschlossen. Es ist das neueste Museum, das vom italienischen Büro von Renzo Piano (RPBW) gestaltet wurde. Bei den Harvard Art Museums saniert Renzo Piano den Bestand und ergänzt diesen mit einem neuen zeitgenössischen Baukörper und vereint dann alles mit einem Glasdach.



Die Erweiterung der Harvard Art Museums von Renzo Piano

Im November 2014 wurde das neueste Museum aus der Feder von Renzo Piano (RPBW) eröffnet. Es handelt sich um die Harvard Art Museums von Cambridge in Massachusetts, wo das große italienische Architekturbüro die Sanierung des historischen Museumsgebäudes und eine Erweiterung mit einem neuen zeitgenössischen Baukörper vorgenommen hat. Für den Calderwood Courtyard, der den Bestand mit dem Neubau in Verbindung setzt, hat Renzo Piano an eine Glasüberdachung gedacht, die funktionalen und repräsentativen Zwecken dient.

Die Originalarchitektur aus den 1920er Jahren nach einem Entwurf von Coolidge, Shepley, Bulfinch und Abbot Architects, erforderte eine allgemeine Umnutzung und eine radikale Erweiterung der Ausstellungsgalerien um endlich unter einem einzigen Dach die drei Museen beherbergen zu können, die formal gesehen die Harvard Art Museums bilden. Es handelt sich um einen Fundus von 250.000 Werken, die vom Altertum bis zur Gegenwart reichen, mit Stücken aus dem Anfang der italienischen Renaissance, der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts, Werke aus der französischen und englischen Kunst des 19. Jahrhunderts, aus der amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwartskunst und den neuen Medien, wobei auch deutsche Sammlungen und asiatische Kunst vertreten sind.

Renzo Piano erzählt, dass er mit seinem Projekt eine enge Verbindung zwischen den Ausstellungsräumen und den Räumlichkeiten herstellen wollte, die mit der Forschung und der Konservierung der Werke zusammenhängen, die die Harvard Art Museums zu ihren vorrangigen Tätigkeiten zählen und die es so bei keinem anderen amerikanischen Museum gibt.

Dieses Konzept hat seinen Anfang in derAufwertung des Calderwood Courtyard, im Erdgeschoss des historischen Flügels: ein architektonisches Vakuum, das sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt, als das verbindende Moment aller Museumsdienstleistungen, die in den verschiedenen Etagen verteilt sind, die auf das Vakuum blicken. Von diesem symbolischen Zentrum aus ist das Erdgeschoss zugänglich, das dem Publikum mit den Diensträumen, den Geschäften und den Verpflegungspunkten offensteht, der erste und der zweite Stock mit den Ausstellungssälen und zum Schluss die vierte und fünfte Etage, in denen die Forschungslabore und die Werkstätten zur Konservierung der Werke untergebracht sind. Ein Weg nach oben, der von öffentlich zu halböffentlich und dann ganz privat wird und nur den Studenten und Forschern zugänglich ist. Das Material, aus dem die neue große Überdachung des Hofes realisiert wurde, ist Glas, genau wie auch die Ausfachungen der beiden letzten Geschosse auf den Hof, über den bereits vorhandenen Etagen, aus Glas sind: ein Ausbau, der auf der Transparenz basiert, die hier zu einer stilistischen Wahl wird, um den optischen Eindruck zu mindern – ganz im Einklang mit dem Schwung der Struktur nach oben. Es ist aber auch eine Lösung, um das Tageslicht zur vollen Geltung zu bringen, das den oberen Geschossen und dem Innenhof zu Gute kommt.


Wenn man sich die Architektur im Grundriss betrachtet, dann befindet sich der Hof auf der vorhandenen Achse, die den Hof mit dem ursprünglichen Eingang auf der Quincy Street verbindet. Mit dem Bau des neuen Flügels und der Öffnung des zweiten Eingangs im Osten an der Prescott Street, verlängert sich die Achse von Westen nach Osten und überquert dabei den Calderwood Courtyard, der somit zu einem Platz wird, eine Art “Piazza italiana”, wie von Renzo Piano selbst definiert, der Dreh- und Angelpunkt eines urbanen Gefüges, der im Museum entsteht und sich in die Stadt ausbreitet.
Diese Öffnung nach außen wird von der Entscheidung bestätigt, große Abschnitte der externen Flächen der neuen Anlage zu verglasen, damit die Passanten ständig neue Ausblicke auf die Ausstellungsräume derselben erhaschen können.

Mara Corradi

Entwurf: Renzo Piano Building Workshop, architects in Zusammenarbeit mit Payette Associates Inc.
Bauträger: Harvard University
Ort: Cambridge, Massachusetts (USA)
Ausstellungsgestaltung: wHY
Bruttonutzfläche der Erweiterung: 43.000 m2
Planungsbeginn: 2006
Ende der Bauarbeiten: 2014
Bauunternehmen: Skanska USA
Glasdach
Betontragwerk

Bildnachweis: © Zak Jensen, Peter Vanderwarker, Michel Denance, Lesvants.com, Antoinette Hocbo

www.harvardartmuseums.org
www.rpbw.com
www.payette.com
www.usa.skanska.com


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