26-01-2018

Architektur und Lichter in der Nacht in London und Amsterdam

UNStudio, Ai Weiwei,

Janus van den Eijnden,

London, Amsterdam,

Land Art, Installation,

Installation,

Licht- und Kunstinstallationen, Spiele, Video-Mapping und Spezialeffekte interpretieren die städtischen Räume neu und schenken Bürgern und Touristen Lichtkunstausstellungen anlässlich der Events Lumiere London und Amsterdam Light Festival.



Architektur und Lichter in der Nacht in London und Amsterdam

Lumiere London und Amsterdam Light Festival sind gerade zu Ende gegangen – zwei der wichtigsten Lichterfestivals in Europa, die den Bürgern und Touristen spektakuläre nächtliche Lichtkunst geboten haben.
"Lichter" zum Schmücken der Städte und der Häuser zu benutzen und somit ein Gefühl der Freude und der Fröhlichkeit zu vermitteln ist eine lange Tradition, die schon vor der Erfindung des elektrischen Stroms begangen wurde. Eine Tradition, die nicht nur mit religiösen Festivitäten verbunden ist, sondern auch dazu dient, die Städte in den kälteren Jahreszeiten zu beleuchten, wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit das Licht überwiegt. So sind die Lichterfestivals entstanden: Events, die sehr attraktiv sind und einen wichtigen wirtschaftlichen Beitrag für die Städte und das Wachstum des Tourismus leisten. Dazu muss man nur daran denken, dass am Ende der ersten Ausgabe von Lumiere London die Stadtverwaltung mitgeteilt hat, dass an den vier Abenden des Events 1,3 Mio. Besucher mehr verzeichnet wurden.
Künstlerbeleuchtungen, Lichterfestivals und andere Synonymen weisen darauf hin, dass es sich nicht um einfache Lichterketten handelt, sondern um Licht- und Kunstinstallationen, Lichterspiele, Videomapping und Spezialeffekte. Architekten, Touristen und Spezialisten wie lighting designer verwandeln die Fassaden der Gebäude, der Wahrzeichen der Stadt und allgemein alle urbanen verfügbaren Elemente, um Kinder wie Erwachsene in Staunen zu versetzen.

Es gibt verschiedene Städte Mittel- und Nordeuropas, die das Primat für die Lichterfestivals, die eigentlich ein Experimentierkasten von Materialien und Lösungen sind, für sich beanspruchen. Das ist der Fall von Amsterdam, wo vor Kurzem das Amsterdam Light Festival zu Ende gegangen ist. Auf den Seiten von Floornature haben wirEye_Beacon vorgestellt, den Informationspavillon von UNStudio und MDT-tex für die Ausgabe 2016-2017. Das Event der niederländischen Hauptstadt hat ein hohes künstlerisches Niveau und sieht auch eine Ausstellung entlang der Wasserwege vor, die man bei einem Spaziergang an den Kanälen oder auf einem Boot erkunden kann. In der eben zu Ende gegangenen Ausgabe gab es auch einen renommierten Ehrengast, der chinesische Künstler und Architekt Ai Weiwei. Anlässlich des Amsterdam Light Festival hat das der Kinokultur gewidmete EYE Filmmuseum die erste Ausgabe des World Masters of Projection Mapping. Bis zum 9. Februar 2018 werden fünf Videokünstler mit ihren 3D-Projektionen, die auch als “architektonische Karten”, bezeichnet werden, die Fassade des EYE Filmmuseum bespielen, das von den österreichischen Architekten Roman Delugan und Elke Delugan-Meissl im Jahr 2012 gestaltet wurde.

Zeitgleich mit dem niederländischen Event hat vom 18. bis zum 21. Januar in der britischen Hauptstadt die zweite Ausgabe von Lumiere London stattgefunden, das wichtigste Lichterfestival Großbritanniens. Vier Tage lang wurden die Londoner Nächte von leichten und leuchtenden Fabelwesen belebt. Faszinierte Bürger und Touristen haben diese in Hunderte von Bildern und Videos verwandelt, die auf den sozialen Medien weltweit unter dem Hashtag #LumiereLDN zu finden waren. Von Norden nach Süden, über die Themse hinweg wurden sechs Gegenden der Stadt in diese zweite Ausgabe des Lichterfestivals involviert: King’s Cross, Fitzrovia, London’s West End (incluse Carnaby, Chinatown London, Leicester Square, Mayfair, Oxford Circus, Piccadilly, Piccadilly Circus, Regent Street, St James’s, St James’s Square, St James’s Market und Seven Dials), Westminster & Victoria, und Southbank & Waterloo.

Künstler aus verschiedenen europäischen Ländern und Kanada haben Installationen, Choreographien und Workshops geschaffen und dabei die Betrachter direkt und aktiv sowohl in die Lichtinstallationen als auch die künstlerischen Darbietungen involviert. Die Choreographie Umbrella Project von Cirque Bijou hat beispielsweise die Besucher von Piccadilly und Fitzrovia mit LED-Regenschirmen tanzen lassen. Impulse, die Installation von Lateral Office & CS Design, hat die Passanten von South Molton Street mit einbezogen, die hier mit den Wippen spielen konnten, die eine sich konstant entwickelnde Licht- und Klangwelle geschaffen haben. Über 50 Kunstwerke haben die Architekturikonen und Straßen von London interpretiert und den Besuchern eine wunderschöne Ausstellung der nächtlichen Lichtkunst geschenkt.

(Agnese Bifulco)

Amsterdam Light Festival: Images courtesy of Amsterdam Light Festival amsterdamlightfestival.com photo by Janus Van Den Eijnden
Eye_Beacon: Images courtesy of UNStudio, photo by Janus van den Eijnden
Lumiere London: Images courtesy of Lumiere London www.lumiere-festival.com


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