03-10-2012

Kuma: Asakusa Culture Tourist Information Center

Kengo Kuma,

Takeshi Yamagishi,

Tokio, Japan,

Kulturzentrum, Freie Zeit,

Glas,

Indem er die Seele des Stadtviertels Asakusa in Tokio erneuert, gestaltet Kengo Kuma eine Turmarchitektur, die aus der Schichtung vieler Häuser in traditioneller Form realisiert zu sein scheint. Das Holz definiert die Fassaden und spielt damit auf die japanische Bautradition an, die hier in zeitgenössischer Sichtweise neu aufgelegt wird.



Kuma: Asakusa Culture Tourist Information Center
Acht gestapelte Häuser bilden die Architektur des Culture Tourist Information Center im Stadtviertel Asakusa in Tokio, ein Entwurf von Kengo Kuma & Associates, fertiggestellt im Jahr 2012. Das Werk überrascht mit der Erfindung der Bewegung anhand der Zweiteilung zwischen Struktur und Fassaden, was von der Verwendung der Materialien unterstrichen wird, mit der Betonung der optischen Wirkung auf das urbane Umfeld.
Das Umfeld von Asakusa bewahrt im Verhältnis zu vielen anderen Gegenden der Großstadt noch Spuren einer alten Geschichte, die in Tokio mit der Baukunst aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg übereinstimmt. Kengo Kuma scheint sich von diesen Spuren inspirieren zu lassen, um die Fassaden des Culture Tourist Information Center zu gestalten, das auf einem nur 326 Quadratmeter großen Eckgrundstück an der Kaminari-mon steht, wo eine geometrische Struktur des Turms von der Schnittstelle der verschiedenen und vorgebauten Ebenen verhüllt wird, die von jedem Standpunkt aus asymmetrische Frontseiten schaffen. Mit einer vertikalen Entwicklung ähnlich der der angrenzenden Gebäude, verringert das Culture Tourist Information Center die Wirkung des Turms in der Höhe dank der Bewegung seiner Fassaden, die den Blick von unten nach oben begleiten und dazu anregen, die Einzigartigkeit jedes Stockwerks zu entdecken.

Die Fenster mit einem regelmäßigen Takt, der von den vertikalen Brise-Soleil aus Zedernholzlaminat bestimmt wird, zeichnen für jede Etage andere Frontseiten und verleihen den Eindruck, dass Kuma viele alte Häuser übereinander gestapelt hat, um ein Hochhaus in der Stadt zu schaffen. Es ist eben das Muster des Holzes, das den Raum der Etage in der Höhe markiert und dabei hilft, das Zimmer zu finden, das aus der Schnittstelle zwischen der Decke und der darüber liegenden Etage resultiert. Hier hat Kuma auf geniale Weise alle technischen Strukturen und die Technik für die Säle, das Auditorium, die Mehrzweckbereiche und die Ausstellungsräume versteckt, die auf diese Weise den ganzen vorhandenen Raum in der Breite nutzen können.
Die technische Lösung tritt in der Fassade zu Tage um dort zur kompositorischen Erfindung zu werden und um mehr über die Anordnung der Innenräume zu enthüllen: Wo beispielsweise die Platte die Konferenzsäle und das Auditorium aufnimmt, hat sie eine ausgeprägte Neigung, die dann diejenige der des darunterliegenden Stockwerks wird. Die Form beschreibt die Schichtung der Niveaus und der Funktionen und schenkt der Stadt eine Landmarke, ein Gebäude für Kultur und Unterhaltung, das aus dem Umfeld hervorsticht ? ohne auf Bruch ausgerichtete ästhetische Entscheidungen, sondern in Kontinuität mit der Seele des Ortes.


Mara Corradi

Entwurf: Kengo Kuma & Associates
Mitarbeiter: Teppei Fujiwara, Masafumi Harigai, Okayama Naoki, Kiyoaki Takeda,
Masaru Shuku, Erina Kuryu, Hiroaki Saito
Bauträger: Taito city
Ort: Tokio (Japan)
Tragwerksplanung: Makino Structural design
Beleuchtungsgestaltung: Izumi Okayasu Lighting design
Bruttonutzfläche: 2159,52 m2
Grundstücksgröße: 326,23 m2
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2012
Durchgehende Fassaden mit Doppelverglasung mit Sonnenschutz aus Zedernholzlaminat
Abdeckung aus Stahlblech
Fußböden aus Eiche
Bildnachweis: © Takeshi Yamagishi


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