04-07-2018

KAAN Architecten Utopia Bibliothek und Akademie der Darstellenden Künste in Aalst Belgien

KAAN Architecten,

Delfino Sisto Legnani, Marco Cappelletti,

Aalst, Belgien,

Bibliotheken, Sport & Wellness, Academy,

Utopia, die Bibliothek und Akademie der Darstellenden Künste, die kürzlich vom Studio KAAN Architecten fertiggestellt wurde, ist ein komplexes Projekt, das einige Teile des historischen Zentrums von Aalst neu gestaltet, den städtischen Bezugsrahmen erweitert und in den Neubau ein historisches Gebäude der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts integriert.



KAAN Architecten Utopia Bibliothek und Akademie der Darstellenden Künste in Aalst Belgien

Der von KAAN Architecten entworfene und kürzlich im flämischen Aalst fertiggestellte Neubau der Bibliothek und Akademie der Darstellenden Künste verdankt seinen Namen dem berühmten Werk "Utopia" von Thomas Morus, dessen erster Druck von einem Bürger von Aalst, Dirk Martens, stammt.

"Utopia", die neue von KAAN Architecten entworfene Bibliothek und Akademie der darstellenden Künste, scheint die Bedeutung, die im Titel des Buches von Thomas Morus verborgen und mit der griechischen Etymologie des Begriffs verbunden ist, perfekt zu verkörpern. Was dem Besucher präsentiert wird, ist ein "optimaler Ort", aber auch ein ungewöhnlicher Ort, der ein Gefühl der Entfremdung hervorruft, ein Gebäude, das ein anderes enthält. Das Projekt ist Teil des städtischen Gefüges von Aalst, zwischen den unregelmäßigen Straßen der Altstadt. Im Zusammenspiel mit diesem urbanen Kontext wird es zu einem neuen Wahrzeichen, das auch ein historisches Gebäude umfasst.
Es ist ein Gebäude von 1880, die Pupillenschool, eine Schule, in der Jungen für das militärische Leben ausgebildet wurden. Das historische Gebäude wird Teil des Entwurfs von KAAN Architecten und ist die Ecklösung der neuen Bibliothek / Akademie. Die Architekten integrieren die Fassade des historischen Gebäudes sowohl außen als auch innen. Die neue Struktur der Böden und Treppen in hellgrauem Beton dialogisiert mit den Ziegelelementen der historischen Fassade und greift den chromatischen Kontrast zwischen Ziegel und hellgrauem Stein auf, der den Sockel und andere Elemente der Fassade des historischen Gebäudes charakterisiert.

Durch die hohen und breiten Fenster der Fassade haben die Architekten eine durchgängige optische Verbindung zwischen der Stadt und dem Neubau geschaffen. Die Buntglasfenster schneiden das Ziegelvolumen an mehreren Stellen und zeigen sowohl die Bücher als auch die Proben- und Balletträume. Ein Ehrenplatz ist dem großen 11,50 m hohen Buchregal vorbehalten, das von der Straße aus durch das große quadratische Fenster sichtbar ist, in dem alle von den Bürgern von Aalst gespendeten Bücher aufbewahrt werden. Der Haupteingang führt zu einem großen Atrium, in dem die Besucher von der Größe des Gebäudes verzaubert werden. Ein luftiger und heller Raum, in dem man die Bücherregale und Lesetische auf den verschiedenen Ebenen mit Blick auf das Foyer und die Backsteinfassade des historischen Gebäudes sehen kann. Die Treppe mit ihren offenen Rampen trägt dazu bei, dem Ganzen Größe zu verleihen und den Nutzern eine dynamische Raumwahrnehmung zu ermöglichen. Das Bild, das das Atrium dem Besucher vermittelt, ist das von Stahlbetonböden, die im Raum schweben und direkt von Büchern getragen werden. Die Bücherschränke lehnen sich nämlich an die Konstruktionselemente aus Stahlbeton an, um sie zu verbergen und nur die vorstehenden Böden sichtbar zu lassen. Außen ist das Dach des Neubaus verborgen, innen dämpft ein Drahtgeflecht das Sonnenlicht der großen Oberlichter und schafft durch den Ausgleich mit Kunstlicht eine angenehme Atmosphäre den ganzen Tag über.

(Agnese Bifulco)

Utopia – Library and Academy for Performing Arts
Location: Aalst, Belgium
Studio: KAAN Architecten http://kaanarchitecten.com/
Architects: Kees Kaan, Vincent Panhuysen, Dikkie Scipio
Project team: Bas Barendse, Tjerk de Boer, Sebastiaan Buitenhuis, Sebastian van Damme, Paolo Faleschini, Raluca Firicel, Narine Gyulkhasyan, Joost Harteveld, Walter Hoogerwerf, Martina Margini, Giuseppe Mazzaglia, Kevin Park, Giulia Rapizza
Images courtesy of KAAN Architecte, photo by Delfino Sisto Legnani, Marco Cappelletti

Design phase: March 2016 - May 2018
Construction phase: August 2016 - May 2018

GFA: 8309 sqm + 235 sqm (bike parking)
Client: Autonoom Gemeentebedrijf Stadsontwikkeling Aalst (AGSA)
Main contractor: Groep Van Roey NV, Rijkevorsel (Belgium)
Advisor construction: UTIL Struktuurstudies, Schaarbeek (Belgium)
Advisor technical installations: Studiebureau R. Boydens NV, Brugge Sint-Michiels (Belgium)
Water & electrical installations: Studiebureau R. Boydens NV, Brugge Sint-Michiels (Belgium)
Fire control: ABT, Delft (Netherlands)
Acoustics: Tractebel Engineering SA, Brussels (Belgium)
Sustainability: Studiebureau R. Boydens NV, Brugge Sint-Michiels (Belgium)



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