16-03-2018

Frauenpower in der Architektur

Frida Escobedo, Gloria Cabral, Sevil Peach, Li Xiang – X+Living, Shelley McNamara, Sandra Barclay, Yvonne Farrell,

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Ein Jahresanfang im Zeichen der Frau für die Architektur mit Sandra Barclay, Gloria Cabral, Yvonne Farrell und Shelley McNamara, Frida Escobedo, Li Xiang und Sevil Peach.



Frauenpower in der Architektur

Die ersten Monate des Jahres 2018 zeigen eine starke weibliche Präsenz in der Welt der Architektur, so dass wir, mit einem leichten Augenzwinkern vom “Frauenpower” auch in der Architektur sprechen können. Die Ausstellung “FRAU ARCHITEKT - Over 100 Years of Women in Architecture” im DAM, dem Deutschen Architekturmuseum von Frankfurt, hat – ausgehend von einer Selbstkritik des Programms des Museums selbst – die Überlegung zur Rolle der Frau in der Architektur zur Debatte gestellt. Es ist sicher noch sehr viel zu tun, denn der Beruf wird auch heute noch als männliche Prärogative gesehen, vor allem wenn man die lokalen Realitäten und die Beziehung zu den Handwerkern betrachtet. Das Thema ist aber von hohem Interesse und auf internationaler Ebene gibt es ermutigende Signale. In den ersten Monaten des Jahres 2018 wurden einige Events und Anerkennungen an von Frauen gestaltete Projekte verliehen.

Eine solche Übersicht muss natürlich mit den Architektinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara beginnen. Die Gründerinnen des Büros Grafton Architects haben am 20. Februar die Gold Medal der Architektur vom Royal Institute of the Architects of Ireland (RIAI) erhalten. Diese Anerkennung bezieht sich auf die Jahre 2007-2009 und wurde für das Projekt der Universität Bocconi in Mailand verliehen. Die Medaille des RIAI wurde Jahre nach der Vollendung des Bauwerks überreicht mit der ausdrücklichen Absicht, den Erfolg der Architektur im Laufe der Zeit auszuzeichnen. Yvonne Farrell und Shelley McNamara sind außerdem die Kuratorinnen von FREESPACE, der 16. Internationalen Architekturausstellung der Biennale von Venedig, die vom 24 bis zum 26. Mai eröffnet wird. In der Geschichte der Biennale von Venedig ist es das zweite Mal, dass Frauen die Architekturausstellung kuratieren. Die erste Frau war die japanische Architektin Kazuyo Sejima des Büros SANAA, die 2010 die XII Internationale Architekturausstellung unter dem Titel People meet in Architecture kuratierte.

Blicken wir nach Osten, genauer gesagt nach Shanghai um die Architektin Li Xiang zu nennen, die talentierte Gründerin des Büros X+Living. Dieses junge Architekturbüro hat zahlreiche Titel gesammelt, vor allem bei Projekten für Innenarchitektur. Die neusten Auszeichnungen sind die Frame Awards, die am 21. Februar in Amsterdam verliehen wurden. Zu diesem Anlass wurde Li Xiang mit der höchsten Anerkennung prämiert, nämlich mit dem Titel Designer of the Year. Einer weiteren Frau, die türkische Architektin Sevil Peach, wurde bei den Frame Awards eine bedeutende Anerkennung für ihr Lebenswerk verliehen, um auf diese Weise ihre Rolle als Vorreiterin und Trendsetter bei der aktuellen Revolution der Arbeitsräume zu unterstreichen.

Wenn wir von Architektinnen sprechen, dann haben in den letzten Jahren einige Architektinnen aus Lateinamerika großen Erfolg erzielt. Eine Tendenz, die natürlich auch ihre männlichen Vertreter hat, wie Alejandro Aravena, der chilenische Architekt der 15. Internationalen Architekturausstellung von Venedig oderGiancarlo Mazzanti, der kolumbianische Architekt, der den Next Landmark 2016 gewonnen hat. Bei den Frauen ist der Erfolg der mexikanischen Architektin Frida Escobedo zu nennen, die das Projekt des Serpentine Pavilion 2018 gestaltet und auch die jüngste Architektin in den 18 Jahren der Geschichte des Serpentine Pavilionist.

Wenn wir von Frauen und Architektur sprechen, dann darf man nicht die Ergebnisse des ganz für Frauen ausgerichteten Preises Women in Architecture Awards 2018 vergessen, der von The Architectural Review und The Architects’ Journal ausgerichtet wird. Die Siegerin der Ausgabe 2018 ist Sandra Barclay , ausgezeichnet als Architect of the Year für das Projekt Museo de Sitio de la Cultura Paracas, das sie mit dem Kollegen Jean Pierre Crousse gestaltet hat. Gloria Cabral, Partnerin des Büros Gabinete de Arquitectura, ist die Gewinnerin des Titels Moira Gemmill Prize for Emerging Architecture.

(Agnese Bifulco)

www.graftonarchitects.ie
www.xl-muse.com
www.sevilpeach.co.uk
www.fridaescobedo.net
www.barclaycrousse.com
www.gabdearq.com


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