11-11-2019

Fabbricanove Architetti Milano Luiss Hub

Fabbricanove Architetti,

Filippo Romano,

Mailand,

Universitat, Kulturzentrum,

Milano Luiss Hub ist das erste Mailänder Projekt von Fabbricanove, dem Studio unter der Leitung der Architekten Enzo Fontana und Giovanni Bartolozzi. Ein Beispiel dafür, wie Architektur eine städtische Lücke zurückgewinnen und sie in einen pulsierenden Ort des Lebens und der Innovation verwandeln kann, eine neue Triebkraft der Stadterneuerung.



Fabbricanove Architetti Milano Luiss Hub

In Mailand, zwischen Corso Como und dem Bahnhof Porta Garibaldi, hat das Architekturbüro Fabbricanove den Milano Luiss Hub, die “erste Werkstatt für digitale Fertigung” entworfen. Dies ist ein neuer Raum für Ausbildung, Geschäftsentwicklung und kreative Aktivitäten, der von der LUISS - Libera Università Internazionale degli Studi Sociali "Guido Carli" von Rom gewünscht wird und durch die Synergie zwischen der renommierten Universität der Hauptstadt und der Gemeinde Mailand, der Brodolini-Stiftung und dem ItaliaCamp entstanden ist.
Das Projekt von Fabbricanove, unter der Leitung der Architekten Enzo Fontana und Giovanni Bartolozzi, ermöglicht es, eine wichtige städtische Lücke zu schließen und sie an eines der attraktivsten Gegenden der Stadt zurückzugeben. In unmittelbarer Nähe des Hubs befinden sich die Giangiacomo Feltrinelli Stiftung und das neue Geschäftszentrum von Porta Nuova.

Auf dem Gelände der Gemeinde Mailand befanden sich eine ehemalige Garage und ein Güterbahnhof. Es war in einem fortgeschrittenen Zustand der Vernachlässigung und zum Kontext hin geschlossen, obwohl es in einem der attraktivsten und lebendigsten Viertel der Stadt liegt. Der einstöckige Bau mit einem großen Innenhof bestand aus zwei L-förmigen Schuppen, deren desolater Zustand die Architekten zu einer radikalen Entscheidung für den Abriss veranlasste, indem sie nur die Essenz der Orte durch wenige und studierte Elemente im Sinne einer Erinnerung bewahrten. So befanden sich beispielsweise einige Backsteinpfeiler zunächst im bestehenden Gebäude und sind nun durch die transparente Fassade des FabLab sichtbar. Oder die Holzbinder des ursprünglichen Daches, die durch die neuen weißen Binder wiederbelebt werden. Die Architekten haben auf zwei Ebenen gearbeitet: einerseits die aktuellen Formen, die die Erinnerung an die Vergangenheit widerspiegeln, wie die L-Form des ursprünglichen Grundrisses; andererseits Materialien wie Glas, Stahl und Zement und neue Farben, die die Struktur als Ausdruck einer zeitgenössischen Sprache sofort erkennbar machen.

"Ziel war es, einen urbanen Mikrokosmos mit all seiner inneren Dynamik innerhalb der Stadt nachzubilden", so die Architekten von Fabbricanove. Das L-Profil des ursprünglichen Grundrisses ist somit zur „Grenze“ geworden, in der die Planung der neuen Volumen und die Verwendung von Glas für die Fassaden eine osmotische Beziehung zum gegenüberliegenden Garten und zum urbanen Kontext, in dem sich der Hub befindet, herstellen konnte. Es gibt keine Zäsuren oder undurchsichtigen Mauern mehr, um sie von der Umgebung zu trennen, das neue Gebäude scheut sich nicht, sich zu zeigen und der Stadt die laufenden Aktivitäten zu zeigen und verinnerlicht gleichzeitig deren Vitalität und Energie.
Die Architektur wird so zum ersten Förderer des innovativen Programms, das den Hub umfasst und sich in drei wesentliche Funktionen unterteilt, die den drei Hauptvolumen entsprechen: das Education Center für das Training, das FabLab für Rapid Prototyping und digitale Fertigung, der Business Accelerator für die Unterstützung und Entwicklung von Start-ups. Vor letzterem steht die Vitrine (teca). Es ist der vierte Baukörper, der hauptsächlich verglast und etwa 70 cm vom Boden abgehoben ist, da er, wie der Name schon sagt, der Raum für Veranstaltungen und Wechselausstellungen der hergestellten Produkte ist. Ein echtes Schaufenster für die Stadt und das Element, das die Interaktion mit dem, was innerhalb des Hubs passiert, ermöglicht.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Fabbricanove, photo by Filippo Romano

CREDITS
Entwurf: Milano Luiss Hub (Mailand, Italien)
Bauträger: L. Lab srl (Luiss Guido Carli, Italiacamp e Fondazione Brodolini) und Stadt Mailand
Architekten: Fabbricanove Architetti (Enzo Fontana, Giovanni Bartolozzi) www.fabbricanove.it
Planungsgruppe: Giovanni Bartolozzi, Enzo Fontana
Tragwerk: Ing. Massimiliano Antonazzo
Anlagen: Ing. Danilo Meloni
Mitarbeiter: Daniele Capolicchio, Francesco Capriotti
Bauunternehmen: Ecofast Sistema
Daten: Entwurf und Baubeginn 2016/ Ende der Bauarbeiten 2018
Oberfläche 3.000 m2 (innen / 1.500 m2, außen / 1.500 m2)
Bildnachweis: Filippo Romano
Pressebüro: Francesca Oddo architectural press officer


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