13-10-2020

Piuarch Erneuerung der Cascina Sella Nuova von Mailand

Piuarch (Francesco Fresa, Germán Fuenmayor, Gino Garbellini e Monica Tricario),

Mailand,

Kulturzentrum, Housing,

Das von Piuarch und dem Büro Silvia Passerini entworfene Projekt hat die öffentliche Ausschreibung der Stadt Mailand für die Sanierung der Cascina Sella Nuova gewonnen. Diese alte ländliche Struktur aus dem 15. Jahrhundert, die am Rande der Stadt liegt und sich in einem baulich sehr schlechten Zustand befindet, soll zu einem neuen nachhaltigen und grünen Lebensstil mit Wohnungen, Gemeinschaftsräumen, experimentellen und städtischen Gärten zurückgeführt werden.



Piuarch Erneuerung der Cascina Sella Nuova von Mailand

Die Bauernhöfe in Mailand sind ländliche Gebäude, die aus einer Hofstruktur für Wohn- und landwirtschaftliche Nutzung bestehen. Es handelt sich meist um historische und denkmalgeschützte Gebäude, die außerhalb des Stadtgebietes errichtet wurden, aber mit dem Wachstum der Metropole in das Stadtgebiet zurückgekehrt sind. In einigen Fällen werden sie immer noch als Bauernhöfe geführt, in anderen Fällen haben sie ihre ursprüngliche Funktion völlig verloren und wurden in Bibliotheken, Aufnahmezentren oder Wohnhäuser umgewandelt, oder sie wurden aufgegeben. Dies war der Fall von Cascina Sella Nuova, die dank einer öffentlichen Ausschreibung, die Natural-Mente gewann, kurz vor ihrer Wiedergeburt steht. Das Programm umfasst etwa 30 verschiedene Parteien, die von der Vereinigung Thara Rothas geleitet werden und die in das Gehöft neue nachhaltige Lebensstile von großer sozialer Bedeutung bringen werden. Das architektonische Projekt für die Wiederherstellung und Regeneration des Bauernhauses wurde von Piuarch, gegründet von den Architekten Francesco Fresa, Germán Fuenmayor, Gino Garbellini und Monica Tricario, und dem Büro der Architektin Silvia Passerini ausgeführt. Durch die Restaurierung der bereits bestehenden Gebäude soll das gesamte Gebiet regeneriert und zu einem Bezugs- und Interaktionspunkt für den gesamten Bezirk werden. Insbesondere die Wiedererrichtung des Gebäudekomplexes Cascina Sella Nuova und seiner Grünflächen wird die Realisierung von generationenübergreifendem Wohnen und betreutem Wohnen für Behinderte, Dienstleistungen für Kinder und Ausbildung, ein digitales Museum, experimentelle und städtische Gärten, Räume für die landwirtschaftliche Ausbildung und eine Bäckereiwerkstatt beleben; außerdem werden Räume für den Verkauf und die Verkostung von Qualitätsprodukten zur Verfügung stehen, was die kurzen Produktionswege begünstigt.
Das Projekt sieht keine neuen Gebäude vor, sondern die Wiederherstellung des vorhandenen architektonischen Erbes, das durch die noch vorhandenen Strukturen, die Baureste und die verfügbaren Dokumente nachvollzogen werden kann. Durch einen Weg der Begegnung und des Dialogs mit den Beteiligten wurde ein ehrgeiziges, systematisches und nachhaltiges Projekt entwickelt, das sich an den Schlüsselwörtern: Arbeiten, wohnen und natürlich sozialisieren orientiert. Ein Slogan, der aus architektonischer Sicht in die Sanierung oder Rekonstruktion der typischen Elemente des ursprünglichen Bauernhauses übersetzt wurde, wie die beiden heute noch vorhandenen Höfe, das alte Gebäude aus dem fünfzehnten Jahrhundert, der italienische Garten und die große Grünfläche, die alle Strukturen umgibt und die zum Bindegewebe wird, um zu vermitteln und neue Beziehungen mit der Stadt zu weben, die im Laufe der Zeit um das Bauernhaus herum entstanden ist.
Es geht nicht nur um die Wiederherstellung der Strukturen, sondern auch um die Revitalisierung bzw. Regenerierung dieser Landstriche, die an der Grenze zwischen dem städtischen Gefüge und den Überresten seiner landwirtschaftlichen Vergangenheit liegen, um die Definition einer neuen Zentralität und eines neuen Bezugspunktes für den gesamten Bezirk im Hinblick auf sozialen Zusammenhalt, Dienstleistungen, Nachhaltigkeit. Ein Konzept, das im Dach seine architektonische Übersetzung gefunden hat. Das Dach ist in der Tat das Element, das die Gebäude schützt, gleichzeitig aber auch verbindet und sie in ein einheitliches Projekt einbezieht. Das neue Dach wird somit zu einem das gesamte Projekt charakterisierenden architektonischen Element, einer neuen horizontalen “Fassade”, mit der sich das Bauernhaus den Augen der großen Gebäude, die es umgeben, anbieten und Beziehungen zum Kontext herstellen wird.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Piuarch

Project: Piuarch with arch. Silvia Passerini
Piuarch: Francesco Fresa, Germán Fuenmayor, Gino Garbellini and Monica Tricario.
Location: Milano, Italia


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