05-03-2021

KAAN Architecten das Projekt für das Königliche Museum der Schönen Künste in Antwerpen

KAAN Architecten,

Karin Borghouts, Stijn Bollaert, Sebastian van Damme, Mediamixer,

Antwerpen, Belgien,

Museen,

Seit 2003, als sie den von der flämischen Regierung geförderten internationalen Wettbewerb gewannen, arbeiten KAAN Architecten an der Renovierung und Erweiterung des Königlichen Museums der Schönen Künste in Antwerpen. Die Architekten können nun die Hauptphase ihrer Intervention enthüllen, die dem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert einen neuen zeitgenössischen Charme verleiht.



KAAN Architecten das Projekt für das Königliche Museum der Schönen Künste in Antwerpen

Das KMSKA (Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen) oder Königliche Museum der Schönen Künste in Antwerpen, Belgien, beherbergt eine reiche Sammlung von Werken, die sieben Jahrhunderte der Kunstgeschichte des Landes und Europas umfassen, von den flämischen Primitiven bis zu den Expressionisten. Das Museum ist in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebracht, einem der wichtigsten Beispiele neoklassischer Architektur in der Stadt. Das Gebäude wurde in den letzten Jahren einer umfassenden Renovierung und Erweiterung unterzogen. Das Büro KAAN Architecten, das 2003 den internationalen Design-Wettbewerb gewann, kann nun die Hauptphase des Projekts enthüllen, mit dem das historische Gebäude einen neuen zeitgenössischen Charme erhält.
Das Museum wurde 1890 eingeweiht und von den Architekten Jacob Winders und Frans van Dyck in einem bereits dichten Stadtgefüge entworfen, wobei ein Areal genutzt wurde, auf dem die Reste eines Bestandsbaus aus dem 16. Jahrhundert standen. Um dem historischen Gebäude seinen monumentalen Charakter und damit sein Beispiel für "Widerstand" in einer sich schnell verändernden Nachbarschaft zurückzugeben und wiederherzustellen, beschlossen die Architekten, den neuen Anbau im Inneren der bestehenden Struktur zu verstecken und so das Bild des neoklassizistischen Gebäudes in seinem städtischen Kontext zu erhalten.
Der Innenausbau von KAAN Architecten gliedert den Gesamtplan in drei Teile: einen öffentlichen Eingangsbereich, einen zentralen Ausstellungsbereich und Büros im hinteren Teil des Gebäudes. Die Architekten modifizierten und überdachten die Verteilungswege, um das alte und das neue Museum nebeneinander bestehen zu lassen. Im ursprünglichen Projekt erlaubte der Ausstellungsrundgang den Besuchern, umgeben von den Kunstwerken und der Landschaft draußen, die durch die zahlreichen Belvederes und Patios im Inneren sichtbar war, herumzugehen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden jedoch sowohl die Sichtbeziehungen zur Stadt als auch die internen Wege des Museums modifiziert und verändert.

Das Projekt von KAAN Architecten definiert die Wege neu und schafft neue Erlebnisse, die die Besucher auf eine bezaubernde Reise durch die Kunst mitnehmen, indem es die beiden Museen im selben Gebäude vereint. Vom Platz vor dem Palast aus gelangt der Besucher über die große monumentale Treppe und das restaurierte Portal in die Eingangshalle, den zentralen Zugang zu den wichtigsten öffentlichen Funktionen (Informations- und Interaktionsbereich, Café, Auditorium, Buchhandlung usw.). Der Eingang führt auch zum de Keyserzaal, einem majestätischen Raum, der nach der Künstlerin Nicaise de Keyser benannt ist. Seine Aufgabe ist es, den Besuchern zwei verschiedene Wege und Erfahrungen vorzustellen: einerseits das neue Museum des 21. Jahrhunderts und andererseits das renovierte Museum des 19. Jahrhunderts über die Treppe, die zum Hauptgeschoss führt. In den Räumen des historischen Museums haben die Architekten die ursprüngliche Farbpalette und Dekorationssysteme wiederhergestellt, um den Räumen die Aura antiker Erhabenheit zurückzugeben.
Das neue Museum des 21. Jahrhunderts hingegen ist im Herzen des Gebäudes gebaut, auf den vier ursprünglichen Innenhöfen. Für diese Ausstellungsräume wählten die Architekten reines Weiß für die Wände und einen glänzenden Boden, um die schillernde Wirkung der Ausstellungshallen und das natürliche Licht aus den hohen Lichtschächten zu verstärken.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of KAAN Architecten

CREDITS
Project name: Royal Museum of Fine Arts Antwerp (KMSKA)
Location: Leopold de Waelplaats 2, Antwerp (Belgium)
Architect: KAAN Architecten (Kees Kaan, Vincent Panhuysen, Dikkie Scipio)
Senior project leader: Walter Hoogerwerf
Project team: Valentina Bencic, Maicol Cardelli, Alice Colombo, Aksel Çoruh, Davis de Cos Roman, Sebastian van Damme, Paolo Faleschini, Raluca Firicel, Eva French i Gilabert, Michael Geensen, Narine Gyulkhasyan, Marco Jongmans, Martina Margini, Giuseppe Mazzaglia, Laura Ospina, Maurizio Papa, Ismael Planelles Naya, Giacomo Rizzi, Ralph van Schipper, Kim Sneyders, Koen van Tienen, Niels Vernooij, Martin Zwinggi
Primary client: Departement Cultuur, Jeugd en Media (Vlaamse Overheid)
Mandated client: Het Facilitair Bedrijf (Vlaamse Overheid)
User: Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen (KMSKA)
Masterplan development KMSKA: 2003—2010
Phase 1 + Phase 2:
Design phase: January 2010 — ongoing
Construction: December 2011 — ongoing
GFA: 30.000 sqm
Volume: 170.000 m3
Building footprint: 130 x 77 meters
Project costs: 66 Mln €
Phase 1 (preliminary works): Demolition, removal atomic bunker, asbestos removal
Architect: KAAN Architecten, Rotterdam
Contractor: P. Roegiers & co nv, Kruibeke

Phase 2 (restauration 19th century museum and construction 21st century museum):
Architect: KAAN Architecten, Rotterdam
Contractor: THV Artes Roegiers – Artes Woudenberg, Kruibeke / Brugge

Management: KAAN Architecten, in collaboration with Bureau Bouwtechniek, Antwerp
Construction advisor, structural engineer, technical installations: Royal Haskoning DHV, Rotterdam Physics, fire control: Royal Haskoning DHV, Rotterdam; Bureau Bouwtechniek, Antwerp; KAAN Architecten, Rotterdam
Lights and acoustics: Royal Haskoning DHV, Rotterdam; KAAN Architecten, Rotterdam
Restauration advisor: Architectenbureau Fritz, Eperheide; KAAN Architecten, Rotterdam
Fixed furniture: KAAN Architecten, Rotterdam
Photographers: Stijn Bollaert, Karin Borghouts, Sebastian van Damme, Mediamixer
Videomaker: Mediamixer


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