09-07-2018

Ivrea Weltkulturerbe der UNESCO

Roberto Gabetti e Aimaro Isola, Luigi Figini e Gino Pollini,

Gianluca Giordano, Maurizio Gjivovich,

Ivrea, Italien,

Headquarters, Buros,

Italien hat ein 54. UNESCO-Weltkulturerbe "Ivrea Industriestadt des 20. Jahrhunderts", eine Anerkennung, die das gesamte System betrifft, das aus der humanistischen Konzeption von Adriano Olivetti und nicht aus den einzelnen Gebäuden entstanden ist. Die Redaktion von Floornature hat alle Phasen dieser Anerkennung seit der Kandidatur dank des reichen Repertoires an Bildern des Fotografen Gianluca Giordano verfolgt.



Ivrea Weltkulturerbe der UNESCO

Vom 24. Juni bis 4. Juli 2018 fand in Manama, Bahrain, die 42. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees unter dem Vorsitz von Sheikha Haya Bint Rashed al-Khalifa statt, bei der die Kandidaten für die UNESCO-Welterbeliste der neuen Kulturstätten diskutiert wurden. In der Sitzung vom 1. Juli wurden insbesondere zwei neue europäische Kulturstätten genehmigt und registriert: die archäologische Stätte Medina Azahara, Medinat al-Zahra in Spanien und Ivrea, eine Industriestadt des 20. Jahrhunderts in Italien.. Die Anerkennung von Ivrea erfüllt uns mit Stolz, da wir seit der Kandidatur alle Etappen des prestigeträchtigen Preises dank des reichen Repertoires an Bildern des Fotografen Gianluca Giordano verfolgt haben, der diese Floornature zur Verfügung gestellt hat.

Die piemontesische Kleinstadt Ivrea hat ihren Namen mit dem berühmten italienischen Industriellen Adriano Olivetti verbunden, dem Hersteller der berühmten Schreibmaschinen und Computer, aber vor allem einem profunden Erneuerer des italienischen Industriesystems. Ivrea war ein Testfeld für Adriano Olivetti's Ideen, zu seiner Zeit als visionär angesehen und von anderen Industriellen behindert, aber auch heute noch gültig und aktuell. Als Modell des "Kapitalismus mit menschlichem Antlitz" definiert, waren für Olivetti Forschung, Ausbildung und Kultur grundlegende Elemente des Unternehmens. Neben den großen Fabrik- und Verwaltungsgebäuden in der Stadt wurden Gebäude gebaut und Dienstleistungen zur Unterstützung der lokalen Bevölkerung finanziert, wie z.B. Kindergärten und Wohnungen für Arbeiter und leitende Angestellte.
Projekte, für die sich Olivetti einige der bedeutendsten italienischen Architekten seiner Zeit zunutze machte. Sie verbanden ihren Namen mit Projekten für Olivetti, unter anderem die Architekten Luigi Figini und Gino Pollini, der Stadtplaner Luigi Piccinato und dann wieder in den siebziger Jahren Roberto Gabetti und Aimaro Isola. In der von der UNESCO verteilten Präsentation kann man lesen, wie der Industriekomplex von Ivrea die Ideen einer Gemeinschaftsbewegung widerspiegelt, nicht nur Gebäude, sondern ein beispielhaftes soziales Projekt, Ausdruck einer modernen Vision der Beziehung zwischen industrieller Produktion und Architektur. Die umfangreiche Dokumentation der Bilder des Fotografen Gianluca Giordano ist Teil des Dossiers, das die Kandidatur von Ivrea in den verschiedenen Phasen des Anerkennungsprozesses der UNESCO begleitet und gefördert hat, eine Initiative des Nationalkomitees, das 2008 von der Adriano Olivetti Stiftung mit der Gemeinde Ivrea und dem Polytechnikum Mailand gegründet wurde.

Neben Ivrea wurden auf der 42. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees die Anträge anderer Kultur- und Naturdenkmäler diskutiert und genehmigt, die nun auf der UNESCO-Welterbeliste stehen.
Neben der bereits erwähnten spanischen archäologischen Stätte Medina Azahara wurden weitere archäologische Stätten genehmigt, wie die neolithischen Megalithstrukturen von Göbekli Tepe in der Türkei, die antike Stadt Qalhât im Oman, die sassanidische archäologische Landschaft der Region Fars im Iran, die Stätte Thimlich Ohinga in Kenia, die christlichen Stätten der japanischen Region Nagasaki. In Europa noch in Dänemark das Inuit-Gebiet Aasivissuit-Nipisat, das Artefakte von vor 4200 Jahren enthält, in Deutschland die archäologische Stätten von Hedeby und Danevirke, die für das Verständnis der Geschichte der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Wikinger in Europa grundlegend sind, und ebenfalls in Deutschland der Naumburger Dom, der von der Kunst und Architektur des Mittelalters zeugt.

(Agnese Bifulco)

Bildnachweis: Gianluca Giordano,  © Guelpa Foundation / Maurizio Gjivovich
http://whc.unesco.org


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