17-07-2019

Innsbruck Ausstellung und Installation Architecture Speaks: The Language of MVRDV

MVRDV,

Günter Richard Wett,

Innsbruck, Österreich,

Messen,

Ausstellung,

Die ortsspezifische Installation, bestehend aus vier Türmen in leuchtenden Farben, ist nicht nur ein Rahmen, sondern ein wesentliches Element der Ausstellung Architecture Speaks: The Language des MVRDV, die kürzlich im Zentrum aut. Architektur und Tirol in Innsbruck eröffnet wurde. Die vier Türme sind in der Tat repräsentativ für die vier Schlüsselkonzepte, die die Gestaltungsmethodik von MVRDV prägen.



Innsbruck Ausstellung und Installation Architecture Speaks: The Language of MVRDV

Das Zentrum aut. Architektur und Tirol in Innsbruck mit Sitz im ehemaligen Gebäude der Adambräu Building, zeigt bis zum 28. September die Ausstellung: Architecture Speaks: The Language of MVRDV. Die Ausstellung basiert auf einer von MVRDV selbst gestalteten Installation von vier Türmen im Inneren der Brauerei, die die räumlichen Gegebenheiten des Bauwerks nutzen. Die Türme stehen für vier Begriffe, die eine Lesart für die Projekte des niederländischen Architekturbüros darstellen. Anhand dieser vier Installationen wird den Besuchern eine spannende und immersive Erfahrung vermittelt anhand der sie die Grundlagen des intellektuellen Prozesses erleben können, der hinter den Entwürfen von MVRDV steht.
“Stack”, “pixel”, “village” und “activator” sind die Namen der Türme und der Konzepte, die sie darstellen. Die Architektin Nathalie de Vries, Gründungsmitglied des Büros und Kuratorin der Ausstellung, hat erläutert, dass sich das Büro im Zuge der Vorbereitung der Ausstellung „Architecture Speaks – The Language of MVRDV“ im aut setzte mit dem eigenen Werk auseinandersetze und zu diesem Zweck ein Manifest verfasste, das auf der Analyse, Debatte und Reflexion sämtlicher, seit der Gründung von MVRDV entstandener Projekte basiert. Dabei kristallisierten sich insbesondere vier Begriffe heraus, die für vier Vorgehensweisen stehen und die hier erlebbar gemacht werden, "um zu entdecken, wie jede dieser Ideen zur Gestaltung einer mutigen, überraschenden und verantwortlichen Architektur führt”. Die Architektin Nathalie de Vries hat zudem erklärt, dass die vier für die Ausstellung gewählten Wörter jeweils “eine Denk- und Arbeitsweise darstellen, die wir notwendig erachten, um unserer Zukunft Form zu verleihen".

Was nun die vier Konzepte betrifft, so bezieht sich jedes Wort auf eine andere Vorgehensweise und “Medium” deren Vermittlung. “Stack”, das ist die Verdichtung, die Schichtung, die vertikale Organisation von Funktionen und Räumen. “Die Zukunft ist kollektiv” sagen die Architekten von MVRDV und das Medium hier ist der “Tastsinn”. Der Turm besteht aus einem zweigeschossigen, abgerundeten Volumen, das mit gelbem Stoff bezogen ist. Im “Untergeschoss” können die Besucher mit den Modellen aus blauem Schaumgummi interagieren und ihre eigenen Projekte gestalten. In der oberen Ebene befinden sich Projekte von MVRDV, die das Thema “Stack” aufgreifen, wieSilodam, die Wohnanlage in Amsterdam aus dem Jahr 1995, bereits Beispiel der Verdichtung von Wohnraum.

"Pixel" ist der Turm aus pinkfarbenen Kartons, in dem man sich aufhalten kann. Auf einigen Kartons finden wir Bilder oder Hinweise zu Projekten von MVRDV. Das Thema ist hier die “Vielfalt&rdquo, das Medium die Schrift. Als Beispiel dafür steht das Projekt desFirmensitzes der DNB Bank in Oslo aus dem Jahr 2012.

"Village" hingegen ist das Dorf bzw. eine räumliche Anordnung, die es erleichtert, auch in der Verdichtung eine Gemeinschaft zu bilden. Das stellvertretende Projekt ist in diesem FallNieuw Leyden, 670 Wohnhäuser von MVDV aus dem Jahr 2013. "Die Zukunft ist sozial" lautet das Motto dieses blauen Turms, in dessen Inneren eine Treppe die räumlichen und optischen Verbindungen zwischen den verschiedenen Etagen gestattet und wo die Besucher auch ein Audio hören können, mit dem das Konzept beschrieben wird.

Activator ist der Turm aus wiederverwendbaren Stahlrohren, die Räume sind für Menschen und Natur gedacht. Ein Hinweis auf die Bedeutung der Nachhaltigkeit und die Tatsache, dass ein Projekt soziale Prozesse anregen kann. Beispiele hierfür sind die Bibliothek Book Mountain in Spijkenisse oder The Couch Tennis Club in Amsterdam. Wie erwähnt, setzte sich MVRDV Im Zuge der Vorbereitung der Ausstellung „Architecture Speaks – The Language of MVRDV“ im aut mit dem eigenen Werk auseinander und verfasste ein Manifest, das auf der Analyse, Debatte und Reflexion sämtlicher, seit der Gründung des Büros entstandener Projekte basiert und einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Büros gibt.

(Agnese Bifulco)

Title: Architecture Speaks: The Language of MVRDV
Curated by Nathalie de Vries
Location: Tyrolean Architecture Center (aut), Innsbruck, Austria
Date: 5 July – 28 September 2019
Images courtesy of MVRDV, exhibition photos by Günter Richard Wett


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