05-11-2019

Der poetische Garten von Junya Ishigami gewinnt die erste Ausgabe des Obel Award

Junya Ishigami,

Yasuyuki Takagi,

Tochigi, Japan,

Land Art, Landschaft,

Award, Landschaftsgestaltung,

Ein neuer Erfolg für den poetischen Garten des japanischen Architekten Junya Ishigami. Der Art Biotop “Water Garden” gewinnt die erste Ausgabe des Obel Award, eines internationalen Architekturpreises, der von der gleichnamigen Stiftung ins Leben gerufen wurde, um Relevanz und Bewusstsein für Architekturprojekte zu schaffen, die zur Entwicklung des Gemeinwohls in der ganzen Welt beitragen.



Der poetische Garten von Junya Ishigami gewinnt die erste Ausgabe des Obel Award

Das Utzon Center in Aalborg, Dänemark, veranstaltete am 22. Oktober 2019 die Preisverleihung der ersten Ausgabe des Obel Award, der dem Projekt Art Biotop “Water Garden” des japanischen Architekten Junya Ishigami verliehen wurde. Der Obel Award ist ein neuer internationaler Architekturpreis, der von der Henrik Frode Obel Foundation ins Leben gerufen wurde, um Relevanz und öffentliches Bewusstsein für Architekturprojekte zu schaffen, die zur Entwicklung des Gemeinwohls weltweit beitragen. Die Jury setzte sich aus folgenden Architekten zusammen: Martha Schwartz (Gründerin von Martha Schwartz Partners, USA, und Vorsitzende der Jury), Kjetil Trædal Thorsen (Mitbegründer von Snøhetta, Norwegen), Louis Becker (Design principal und Partner des Henning Larsen Studios, Dänemark), und Dr. Wilhelm Vossenkuhl (Emeritierter Professor für Philosophie, Deutschland), zu den Juroren vom 22. Oktober kam der chinesischer Architekt Xu Tiantian (Direktor und Gründer des Büros DnA, Peking, China).

Der Art Biotop “Water Garden” wurde vom Büro Junya Ishigami+Associates entworfen und ist ein botanischer Garten, der in der Präfektur Tochigi, Japan, angelegt wurde. Der Architekt Junya Ishigami gestaltet eine "gebaute Landschaft" mit den ihm zur Verfügung stehenden natürlichen Elementen wie Bäumen und Wasser als Baumaterial.
Die Jury unter dem Vorsitz der Architektin Martha Schwartz, unterstrich, wie Junya Ishigami eine neue Grenze zwischen Architektur, Landschaftsarchitektur, Kunst und Umweltansatz gesetzt hat. Der japanische Architekt selbst hat immer wieder erklärt, dass er in seinen Projekten einen neuen Treffpunkt zwischen Architektur und Natur sucht und an den Nuancen der Grenze zwischen Natur und Bauwerk arbeitet, die bei Designern seit jeher eine große Faszination ausübt. Der Garten ist bekanntlich ein künstliches Bauwerk, eine Landschaft, die vom Menschen geformt und modelliert wird, obwohl sie aus natürlichen Elementen besteht und ein lebender Organismus ist, der im Laufe der Zeit sein Aussehen verändert, wächst und sich entsprechend seiner inneren Dynamik verändert. Der Art Biotop Water Garden ist all dies. Er sieht aus wie ein natürlicher Wald, ist aber im Grunde genommen ein architektonisches Projekt, das am Tisch studiert und aus dem Nichts geschaffen wurde. Tatsächlich gab es hier einst ein Reisfeld. Mit einer Technik, die dem Management der Überschwemmungen von Reisfeldern entlehnt ist, hat der Architekt Junya Ishigami eine Reihe von kleinen Teichen mit geschwungenen und runden Formen geschaffen. In der Nähe des Gebietes fließt ein Bach, der Architekt hat auch die Art und Weise, wie dieser zwischen den Teichen fließt geregelt, um durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Wassers unterschiedliche Geräusche zu erzeugen. In diesem Sumpfgebiet wurden 318 Bäume verpflanzt. Es handelt sich um mehrere Baumarten, die von einem Grundstück in der Nähe des Gartens stammen, in dem derzeit ein Hotel gebaut wird. In jeder Hinsicht ist es daher ein eher invasives und manipulatives Naturprojekt, wenn auch für einen guten Zweck, obwohl die Fähigkeit von Ishigami, mit den Emotionen und Gefühlen des Betrachters zu arbeiten, sowie beim Bau einer schönen und poetischen Landschaft, zu einem wahren Meisterwerk der Natur geführt hat. Die Jury wies in ihrer Motivation darauf hin, dass “der Architekt mit Phantasie, Mut und Respekt handeln konnte. Das Projekt zeigt, wie wir mit der Natur interagieren und ihr unsere Spuren hinterlassen können, ohne sie zu zerstören. In diesem Sinne leistet der Art Biotop Water Garden einen grundlegenden Beitrag im Bereich der Architektur.”.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Henrik Frode Obel Foundation, ph Yasuyuki Takagi (9 - 20)
http://obelaward.org
http://www.jnyi.jp/


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