04-07-2012

Ausbau einer ehemaligen Fabrik in Sheffield

Project Orange,

Jack Hobhouse,

Sheffield,

Bar, Gaststätten, Buros,

Design, gleichzeitig,

Ziegel, Holz,

Erholung/Restaurierung,

Die Architekten von Project Orange sanieren die ungenutzten Räume einer ehemaligen Fabrik in der Shoreham Street 192 in Sheffield, England. Das Projekt gestaltet die alten ursprünglichen Räume des viktorianischen Zeitalters für ihre Funktion als Bar-Restaurant um und errichtet darüber eine für Studios/Büros bestimmte Duplex-Struktur. Das Werk wird zu einer urbanen Landmark.



Ausbau einer ehemaligen Fabrik in Sheffield
Kann ein schwieriger Ort, eine Ruine zu einer für die Stadt und deren Nutzen wichtigen Vergangenheit, zu einer Ressource für deren Gegenwartsarchitektur werden? Project Orange, das Londoner Architekturbüro, geht dieses Thema mit einem Entwurf an, der die Wiederverwendung und die Anpassung an die neue Funktion eines Industriegebäudes in Sheffield vorsieht, dem englischen städtischen Zentrum, das seine Entwicklung dem Entstehen der Stahlwerke in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verdankt. Der noch erhaltene Teil eines Industriebaus aus dem viktorianischen Zeitalter, als der Aufschwung der Stadt begann, steht auf einem Eckgrundstück an der Kreuzung zwischen Mary Street und Shoreham Street: Ein einziger Innenraum mit seinen nackten Randmauern aus den typischen roten Backsteinen, der nur von den hohen Fenstern mit Eisenbeschlägen markiert wird, enthält heute eine Bar-Restaurant, zu dem man über die Hausnummer 193 gelangt.
Indem sie auf den Originalbau eine doppelt hohe Struktur setzten, haben die Planer eine neue Architektur geschaffen, die man nicht einfach als Erweiterung des Vorbestands bezeichnen kann ? dies wäre zu einschränkend: Mit dem mehrseitigen Dach, den Terrassen und den Fenstern unterschiedlicher Breite und Höhe handelt es sich eher um eine Erweiterung nach einem Stil der Gegenwart, anhand der Interpretation eines Ausschnitts auf die Dächer der Altstadt, die sich gerade durch diese Vielzahl der Dächer auszeichnet, die von der massiven Präsenz der Fabriken geprägt wird, die hier im Laufe der Zeit eine neben der anderen wuchsen.
Es handelt sich also um eine komplett neue Architektur, um eine kompositorische Erfindung, die sich der Geschichte und der Moderne bedient, um eine Landmark zu konstruieren, die durch ihre topographische Lage aufgewertet wird. Die aufgegebenen und verfallenden Fabriken, seien diese nun 100 Jahre alt oder Ende der 70er Jahre gebaut, als die Krise der Stahlindustrie begann, bedeuten für Sheffield eine Quelle der architektonischen Erinnerungen, Räume und Tradition, die in der Gegenwart integriert werden kann um somit zu vermeiden, dass diese ohne eine Vergangenheit wächst und dass die Vergangenheit nur mit Bedauern betrachtet wird.
Überraschend ist der Eindruck der beiden Niveaus der Geschichte, die sich in der Architektur von Shoreham Street zeigen: der rohe Aspekt und die Zeichen der Zeit in der alten Stahlindustrie kontrastieren mit den perfekten und standardisierten Zeichen deren Erweiterung, mit der Außenverkleidung aus grau lackiertem Aluminium (das Grau des Stahls) und den internen Verkleidungen aus Gipskarton in heller Holzfarbe. Die Struktur der Gegenwart ruht auskragend und mit Leichtigkeit auf der Struktur der Vergangenheit ? in einer Gesamtkomposition, die das Potential hat, um sich zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt aufzuschwingen.


Mara Corradi

Entwurf: Project Orange
Bauträger: Neaversons Ltd
Ort: Sheffield (England)
Tragwerksplanung: Project Design Associates
Technische Leitung: J P Mooney Ltd
Bruttonutzfläche: 990 m2
Grundstücksgröße: 300 m2
Planungsbeginn: 2010
Ende der Bauarbeiten: 2012
Holztreppen
Struktur aus Backstein (Vorbestand) und Stahl
Innenwände aus lackiertem Gipskarton
Verkleidung aus lackiertem Aluminium (Ausbau)
Holzfußboden
Bildnachweis: © Jack Hobhouse

www.projectorange.com


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