24-01-2018

Zaha Hadid Die Hungerburgbahn in Innsbruck feiert 10 Jahre

Zaha Hadid Architects,

Werner Huthmacher, Hélène Binet, Roland Halbe,

Innsbruck, Österreich,

Stationen,

Die Hungerburgbahn, die vom Stadtzentrum von Innsbruck zur Abfahrtsstelle der Seegrube-Seilbahn führt, hat vor Kurzem ihren 10. Jahrestag gefeiert. Das Projekt der vier Haltestellen der Standseilbahn stammt von Zaha Hadid.



Zaha Hadid Die Hungerburgbahn in Innsbruck feiert 10 Jahre

Seit Dezember 2007, als die Eröffnung gefeiert wurde, haben über 4,5 Mio Passagiere in 10 Jahren die Hungerburgbahn von Innsbruck benutzt. Allein im Jahr 2017 sind 600.000 Gäste zwischen den vier Stationen gereist, die von Zaha Hadid Architects für die österreichische Stadt entworfen wurden. Das Szenario ist der Alpenpark des Karwendelgebirges, der größte Naturpark Österreichs mit einer Fläche von über 700 Quadratkilometern. Die Nordkette, die südlichste der vier Bergketten des Karwendelgebirges gilt als ein Schmuckstück der Tiroler Alpen. Die Bergkette erstreckt sich nördlich von Innsbruck und ist ein geschätztes Ausflugsziel und auch für den Wintersport. In diesem urbanen und natürlichen Kontext haben im Jahr 2005 das Büro Zaha Hadid Architects und der Vertragsnehmer Strabag den Gestaltungswettbewerb für den Bau der vier Stationen gewonnen, die die Standseilbahn vom Stadtzentrum Innsbruck zur Hungerburg bilden. Das Projekt wurde 2007 eröffnet und sofort vom Publikum geschätzt und auch unter den Finalisten des Stirling Prize 2008, des Preises des Royal Institue of British Architects aufgelistet.

Die Hungerburgbahn gehört zu den Nordkettenbahnen von Innsbruck. Die Linie verbindet das Zentrum von Innsbruck – die Station Congress befindet sich in der Nähe der Altstadt und des Kaiserpalais – mit der Nordkette bis zur Hungerburg. Die Standseilbahn besitzt auch zwei Zwischenstationen, die ebenfalls von Zaha Hadid Architects gestaltet wurden: Löwenhaus und Alpenzoo. Bei der Hungerburg angekommen können die Passagiere die Reise per Seilbahn bis zur Seegrube auf 1905 m fortsetzen und mit einer zweiten Seilbahn bis zum Hafelekar auf 2300 m Höhe gelangen. Das Hafelerkar ist die höchste Spitze der Nordkette. Eine faszinierende Strecke, die Architektur und Natur miteinander vermischt, die malerischen Alpenaussichten und der Blick auf die Stadt und bringt den Berg in die Stadt hinein. Touristen und Sportler können so in wenigen Minuten direkt von der Stadtmitte in das Hochgebirge und zu den Skianlagen gelangen.

Die von Zaha Hadid Architects für die vier Stationen realisierten Projekte sind: die Talstation Congress Center in der Altstadt von Innsbruck, die beiden Zwischenstationen (Löwenhaus und Alpenzoo) und die Bergstation Hungerburg. Sie unterscheiden sich alle voneinander, auch wenn es einigen gemeinsame formale Elemente gibt. Jede Station passt sich ihren aufgrund seiner Topographie, der Höhe und des Passagierweges Standorten an, wobei die gemeinsamen Elemente die Aussichtsterrasse oder das Dach sind, das an die eisbedeckten natürlichen Formen denken lässt, wie man sie in den Bergen sehen kann. Allgemein besteht jede Station aus eine Betonunterbau, der den Besucherstrom regelt. Darüber “schwebt” die leichte Struktur der Überdachung. Im Jahr 2007 waren die Stationen absolut fortschrittlich bezogen auf die angewandte Bautechnik. Ausdruck einer futuristischen und visionären Architektur, die innovative Gestaltungs- und Produktionsmethoden nutzte, um die fließenden Geometriendes Projekts in gebaute Strukturen umzuwandeln. Es handelte sich nämlich um die weltweit größten Strukturen, die bei der Konstruktion doppelt gebogenes Glas benutzten. Das Projekt von Zaha Hadid hat auch eine wichtige technologische Erneuerung mit der Entwicklung eines neuen Systems der hydraulische Waggonneigung eingeführt. Eine neue Technologie ermöglicht das Überwinden der bei der Strecke von der Station Alpenzoo erreichten maximalen Neigung, wobei der Fußboden der Waggons den gesamten Fahrweg über horizontal gehalten wird und den maximalen Fahrgastkomfort gewährleistet.

Von Einwohnern und Touristen geschätzt, sind die von Zaha Hadid Architects gestalteten Stationen heute integrierender Bestandteil des städtischen Panoramas von Innsbruck und sind auch zu einer wichtigen Touristenattraktion geworden. Die Feierlichkeiten für den zehnten Geburtstag der Hungerburgbahn gehen bis zum 6. April 2018 und sehen verschiedene Events vor, darunter auch Führungen der Architekturen der Stationen.

(Agnese Bifulco)

Entwurf: Zaha Hadid Architects www.zaha-hadid.com
Ort: Innsbruck, Österreich
Bildnachweis: Hélène Binet, Roland Halbe, Werner Huthmacher


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