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Zaha Hadid


Biografie

Zaha Hadid (1950-2016), geboren in Bagdad und mit britischer Staatsangehörigkeit, gilt aufgrund ihres vielseitigen und markanten Stils, ihrem großen Charme und ihrer Wirkung als eine der berühmtesten Persönlichkeiten.
Anfang der 70er Jahre schloss sie ihr Mathematikstudium in Beirut ab, studierte dann Architektur in London und eröffnete 1980 ihr eigenes Studio in der britischen Hauptstadt. Internationales Aufsehen erregte sie erstmals im Jahr 1983, als sie den Wettbewerb für den The Peak Leisure Club of Hong Kong gewann.

Das Projekt, Opfer der politischen Entwicklungen, wurde zwar nicht realisiert, aber in den Entwürfen (auch durch die Malerei) kommt besonders deutlich eine ungewöhnliche Kreativität zum Vorschein, kombiniert mit tiefgreifenden Forschungsarbeiten und dem Wunsch, die Grenzen des Raumes zu messen und zu überschreiten, weg von den klassischen Entwürfen.

Dieser kreative und eigenwillige Ansatz, ein Markenzeichen von Zaha Hadid in den folgenden Jahrzehnten, hat zu zahlreichen Retrospektiven ihrer Architekturprojekte (u. a. Skizzen, Gemälde, Animationen) in großen Museen für zeitgenössische Kunst geführt, darunter im MOMA, Guggenheim und im Deutschen Architektur Museum.

Neben diesem kreativen und interdisziplinären Aspekt zeichnet sich Hadid durch den Einsatz von Hochtechnologie aus und positioniert sich zunächst als führende Vordenkerin des Dekonstruktivismus im Bereich der Architektur.
Ihr Büro Zaha Hadid Architects (ZHA), mit 40 Jahren Tätigkeit und fast tausend Projekten auf der ganzen Welt, ist einer der wichtigsten Bezugspunkte in der heutigen Architekturlandschaft, mit beeindruckenden Werken, die gleichzeitig Leichtigkeit, Fluss und Transparenz vermitteln, auch dank des gekonnten Umgangs mit verschiedenen Materialien (Glas, Kunststoff, Titanplatten, Stahl).

Zu den zahlreichen Werken gehören die Bergisel-Skisprungschanze in Innsbruck (2002), das Rosenthal Center for Contemporary Art in Cincinnati (2003), die Museumserweiterung Ordrupgaard in Kopenhagen (2005), das MAXXI, Museo nazionale delle arti del XXI secolo in Rom (2009), das Heydar Aliyev Center in Baku (2012).

Zu den zahlreichen internationalen Auszeichnungen zählen unter anderem der Pritzker-Preis (2004), erstmals für eine Frau, Design of the Year 2014 für das Heydar Aliyev Center in Baku le la Royal Gold Medal, verliehen vom RIBA (2016).
In einem nicht eng konstruktiven Kontext zeichnen sich auch die Schuhkollektionen Lacoste (2008) und die Arbeiten für Louis Vuitton und Swaroski durch Kreativität aus, die viele Bereiche des Designs und des Interior Designs umfasst. Unter den Ausstellungen, die ihrem Werk gewidmet sind, sind die im ehemaligen Winterpalast, in der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg (2015) und die Ausstellung L'Italia von Zaha Hadid im MAXXI in Rom (2017) hervorzuheben, die die enge Beziehung zwischen der Halbinsel und der Designerin zeigt.
Zu den jüngsten Projekten von Zaha Hadid Architets gehören das Al Janoub Stadion in Al Wakrah, Katar und der neue internationale Flughafen in Peking, die beide 2019 eröffnet wurden.

Das al-Janoub Stadion mit einer Kapazität von 40.000 Sitzplätzen ist das zweite von acht geplanten Stadien, die im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2022 in Katar fertiggestellt werden. Dessen Dachkonstruktion ist von den den Daus, inspiriert, traditionelle arabische Segelboote mit einem oder mehreren Dreieckssegeln. Das Stadion hat eine sehr besondere Struktur und wird aus Gründen, die nicht direkt mit architektonischen Fragen zusammenhängen, viel diskutiert.
Aus baulicher Sicht weisen wir neben der besonderen „postmodernen und neofuturistischen“ Form auch auf „die Möglichkeit der vollständigen Schließung des Daches mit einer von Schlaich Bergermann Partner entworfenen Zugkonstruktion hin, die es ermöglicht, das Spielfeld und die Tribünen gegen die sengende Wüstensonne abzuschirmen“ (S. Peluso, Domus).

Der neue internationale Flughafen Pekings befindet sich im Stadtteil Daxing, 46 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Das Projekt stammt aus dem Jahr 2014 und die neue Infrastruktur ist perfekt in das dichte Nahverkehrsnetz integriert; das Projekt wird die Überlastung des bestehenden internationalen Flughafens in der chinesischen Hauptstadt deutlich reduzieren.
 
Zaha Hadid: Berühmte Werke und Projekte
 
- Bora Residentail Tower, Città del Messico (Messico), 2021 (previsto)
- Bee'ah Headquarters, Sharjah (UAE), 2020 (previsto)
- Daxing International Airport, Pechino (Cina), 2019
- Al Janoub Stadium, Al Wakrah (Qatar), 2019
- Aljada Central Hub, Sharjah (UAE), 2018
- Capital Hill Residence, Mosca (Russia), 2018
- Torre Generali, Milano (Italia), 2017
- Dominion Office Building, Mosca (Russia), 2015
- Issam Fares Institute, Beirut (Libano), 2014
- Dongdaemun Design Plaza, Seul (Corea del Sud), 2014
- Heydar Aliyev Center, Baku (Azerbaijan), 2012
- New National Stadium, Tokyo (Giappone)
- Soho Peaks, Pechino (Cina), 2014
- Serpentine Sackler Gallery, Londra (Regno Unito), 2013
- Pierrevives, Montpellier (Francia), 2012
- The Arum Shell, Venice Architecture Biennale, Venezia (Italia), 2012
- London Aquatics Centre, Londra (Regno Unito), 2011
- Mobile Art Chanel Contemporary Art Container, sedi varie, 2008-2010
- Glasgow Riverside Museum of Transport, Glasgow (Regno Unito), 2011
- Sheikh Zayed Bridge, Abu Dhabi (UAE), 2010
- MAXXI - Museum of XXI Century Arts, Roma (Italia), 2009
- Zaragoza Bridge Pavilion, Saragozza (Spagna), 2008
- Neues Stadt-Casino, Basilea (Svizzera), 2006
- Ordrupgaard Museum Extension, Copenhagen (Danimarca), 2005
- Lois & Richard Rosenthal Center for Contemporary Art, Cincinnati (USA), 2003
- BMW Central Building, Leipzig (Germania), 2003
- Bergisel Ski Jump, Innsbruck (Austria), 2002
- Hoenheim-Nord Terminus and Car Park, Strasburgo (Francia), 2001
- Vitra Fire Station, Weil am Rhein (Germania), 1993
 
Offizielle Webseite
 
www.zaha-hadid.com

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