06-12-2019

Silvio d’Ascia Architecture Bahnhof von Kenitra Marokko

Omar Kobbité Architectes, Silvio d'Ascia Architecture,

Takuji Shimmura,

Kenitra, Morocco,

Stationen,

Eine kostbare Schatzkiste, wie der neue Bahnhof von Kenitra genannt wird, die von Silvio d'Ascia Architecture in Zusammenarbeit mit Omar Kobbité Architects entworfen wurde. Das Projekt ist Teil der ersten Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke in Marokko sowie in ganz Afrika, die die Mittelmeerküste mit der Atlantikküste verbinden und durch die wichtigsten marokkanischen Städte führen wird.



Silvio d’Ascia Architecture Bahnhof von Kenitra Marokko

In Marokko wird mit der Modernisierung von Bahnhöfen in den Großstädten und dem Bau neuer Bahnhöfe der Hochgeschwindigkeitsstrecke Al-Boraq "geflügeltes Pferd", die das Mittelmeer mit dem Atlantik verbinden wird, eine wichtige Entwicklung des Infrastrukturnetzes durchgeführt. Insbesondere die neue Eisenbahnlinie verbindet Tanger, dann den großen Hafen-Pol Tanger-Med, mit Casablanca, der Wirtschaftshauptstadt des Landes, und wird in Zukunft Agadir erreichen. Dies ist eine echte Stärke des allgemeinen Programms, das König Mohammed VI. anstrebt, um die Rolle des afrikanischen Landes als Brücke nach Europa zu stärken.
Das "geflügelte Pferd" Al-Boraq ist die erste Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke nicht nur Marokkos, sondern ganz Afrikas, dessen Hauptbahnhöfe die Städte: Rabat, Casablanca, Kenitra und Tanger sind. Der letzte Bahnhof ist der von Kenitra, eine kostbare Schatztruhe, die vom Studio Silvio d'Ascia Architecture, in Zusammenarbeit mit dem Studio Omar Kobbité Architects entworfen wurde.

Der Bahnhof Kenitra erscheint als kostbare Schatztruhe im urbanen Kontext der Stadt und bietet eine neue Interpretation der traditionellen marokkanischen Architektur. Tatsächlich haben die Architekten ein typisches Element der arabischen Architektur auf städtebaulicher Ebene neu vorgeschlagen: das mashrabiyya, ein Gitter, das vor den Fenstern platziert wird, fördert die natürliche Belüftung der Räume und schützt vor neugierigen Blicken.
Zusammen mit seiner Funktion als intermodaler Knotenpunkt wurde der Bahnhof als ein wichtiger öffentlicher Raum im täglichen Leben der Stadt konzipiert. Dies war die Hauptaufgabe des Architekten Silvio d'Ascia und seines Teams: eine neue Verbindung zwischen der historischen und der neuen Stadt herzustellen und die alte unterirdische Passage zu ersetzen. Ein Ergebnis, das durch den Bau einer Stadtbrücke erreicht wurde, die sich über der Eisenbahnlinie entwickelt. Zusammen mit den beiden Stadtteilen verbindet die Brücke die Docks mit dem Bahnhof und ist ein städtischer Raum, der mit Geschäften und Dienstleistungen für Bürger und Passagiere ausgestattet ist. Auf diese Weise fungiert der Bahnhof als direkte Verbindung zwischen den neuen Stadtteilen, wie dem im Süden gelegenen Universitäts- und Universitätskrankenhaus, mit dem historischen Zentrum im Norden und umgekehrt. An den beiden Seiten der Stadt bietet der Bahnhof zwei Eingänge, Nord und Süd. Auf der Nordseite, der dem historischen Zentrum zugewandten Seite, befindet sich ein öffentlicher Raum, der für alle offen ist. Er ist in drei Funktionsblöcke organisiert und in drei Ebenen unterteilt und verfügt über eine Tiefgarage unter dem Platz.
Die große urbane Mashrabiyya der Fassade besteht aus 800 dreieckigen Blöcken aus faserverstärktem Hochleistungsbeton und präsentiert sich auf dem großen Platz auf der Nordseite durch 8 beeindruckende Bögen unterschiedlicher Geometrie. Das dreieckige Motiv der Mashrabiyya ist inspiriert von typischen islamischen Architekturgeometrien, einer porösen Haut, die natürliches Licht und Luft filtert und Innen- und Außentemperaturen mildert, in einem perfekten Gleichgewicht zwischen Licht, Schatten und Transparenz. Damit erfüllt der Bahnhof seine Hauptaufgabe: ein Ort der sozialen Integration und der menschlichen Interaktion zu sein, ein Ort der Begegnung und des Lebens für alle über die Notwendigkeit hinaus, einen Zug zu nehmen, wie es der Architekt Silvio D'Ascia theoretisiert.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Silvio d’Ascia Architecture, photo by Takuji Shimmura

Client: ONCF - Office National des Chemins de Fer

Project management
Silvio d’Ascia Architecture: G. Perino, E. Seif, F. Nicolosi, A. Ares Sainz
Omar Kobbité Architectes (Moroccan lead architect): O. Kobbité, F. Mannella, E. Giudice

All trade works: TPF Pyramide Ingénierie, Control office: DEKRA, SPC Coordinator: SOGEA Maroc,
Acoustics: TPF Pyramide Ingénierie,
Lighting engineering consultant: TPF Pyramide Ingénierie
Program: High-speed train station and multimodal exchange pole
Address: Royal Army St, Kenitra, Morocco
Surface area: 13 500 m² (145312,79 sq ft)
Cost: € 30,000,000 excl. VAT
Date: Competition 2012, Studies (2013-2015), Works (2016 - 2019)
Photo credits: © Takuji Shimmura


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