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Love Architecture Inc.


Biografie

Der japanische Architekt Yukio Asari (1969) erwirbt 1994 seinen Hochschulabschluss an der Architekturfakultät der Kunsthochschule in Kodaira, Tokyo.
Danach spezialisiert er sich mit einem Master in Architektur am Shibaura Institute of Technology und arbeitet von 1996 bis 2001 bei Sowa Giken Co., Ltd.. 2001 gründet er die Gesellschaft Love Architecture Inc.

In seinem Büro mit Sitz in Setagaya arbeitet Asari auch an Projekten für Innenarchitektur, Landschaftsdesign, Dekoration und Restaurierung.
Zur Mission von Love Architecture erklärt Asari, dass „die beste Architektur diejenige ist, die sich in Harmonie mit der Landschaft, der Natur, der Kultur und dem Klima ihres Standortes befindet“, wobei er besonders das Konzept der Bewohnbarkeit betont: „das beutet nicht nur das Ausarbeiten von bequemen Grundrissen oder die Anwendung eines künstlerischen Ansatzes an Elemente wie Licht und Schatten, Materialien und Stil, die die Laune derjenigen beeinflussen, die den Raum bewohnen. Das Schaffen eines einzigartigen und bewohnbaren Raums erfordert auch einen Planungsansatz, der von einer logischen Perspektive ausgeht“.

Vor allem in den Stadtgebieten um Tokio und Chiba hat Love Architecture in den letzten zehn Jahren eine Reihe von privaten Einzel- oder Zweifamilienwohnungen gebaut, die positiv von der internationalen Kritik aufgenommen wurden.
Die maßvoll dimensionierten Wohneinheiten sind mit ihrer stets funktionalen Nutzung der Innen- und Außenbereiche in den stark überfüllten Metropolen wie den japanischen Städten eine ungewöhnliche Erscheinung.

Die Häuser in Minamigyotoku (2006), Ookayama (2008) und Kichijoji (2009) sind Beispiele innovativer Architektur im Hinblick auf die menschengerechte Platznutzung und Wiederherstellung der familiären Privatsphäre. Darüber hinaus sehen sie die Unterteilung in Höfe, Wege und Grünflächen vor, aber auch eine Rückkehr zu naturnahen Lösungen.

Dieser umweltfreundliche Ansatz ist im Cross House in Koganei, einem Wohnvorort von Tokyo, deutlich sichtbar. Ein Wohnhaus auf einer Fläche von nur 165 m², das sich im Grünen zwischen Kirschbäumen „versteckt“ und sich vertikal und visuell gleich einem Baum entwickelt: „wir haben ein Haus entworfen, das sich in sein Umfeld integriert, mit dem Fluss und den Bäumen im Hintergrund, genauso, als hätte es schon immer dort gestanden“.

Zu den Werken der letzten Jahren gehört die Restaurierung des Ossariums im Tempel Ryusenji in Saitama (Japan, 2016). Infolge von hoher Urbanisierung und der allmählichen Veränderung religiöser Riten in der Bevölkerung erwies sich die Restaurierung dieses nunmehr seit über 40 Jahren ungenutzten Bauwerks als notwendig. Love Architecture hat die Erneuerung der Struktur übernommen und dabei bestmöglich den „Kreis des Lebens“ wiederhergestellt.

Nach vielen, durch die Jahre bedingten Änderungen, wie umgestellte Steinfiguren und die neu interpretierte Aufgliederung des „Weges der Andacht“, förderte die Planung eine Einbindung der Personen in den allgemeinen Kontext des Tempels selbst, um ihn so weit möglich in seinen Originalzustand zurückzuversetzen. Der Grund dafür: „die Formen vieler Grabstätten sind zu Denkmälern geworden und basieren auf einer von Menschenhand vorgegebenen Harmonie, aber Zeit und Raum zum Gedenken der Toten sollte etwas Transzendentes sein, das über das menschliche Bewusstsein hinausreicht“.

Wie auch bei den anderen Werken von Asari ist auch hier der Beitrag des Grünen im Freien entscheidend: Bäume, Blumen und Wasser lösen sich voneinander und erzählen von wechselnden Jahreszeiten. Sie präsentieren den Aspekt des „Lebens“, der mit dem Teil des Ossariums und der Grabstätten kontrastiert. Der Innenbereich des Ossariums ist achteckig und man erreicht ihn dank einer Treppe über ein Wasserbecken, das als Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten dient. Das Ossarium präsentiert in seiner achteckigen Form sowohl den Hades als auch das Universum selbst. Alles in seinem Inneren ist eine Aufforderung zu Meditation und Andacht: das Licht am Eingang ist bewusst schummrig, um den Veränderungsprozess zu begünstigen, während die Kammer des Ossariums helle Türen hat, die an die Planeten erinnern. Abschließend verläuft an der Bambusdecke ein Licht, das im übertragenen Sinne dem der Sterne entspricht.

Auch der jüngste Wohnkomplex in Tachikawa (2019) ist ein gelungenes Beispiel im Kontext einer besonders geballten städtischen Siedlung. Hier taucht das Grün aus dem urbanen Gefüge auf und kommuniziert zwischen öffentlichen und privaten Bereichen (wie bereits im Wohnkomplex mit Sichtmauerwerk Shugoin) mit Stegen und Wegen, zwischen Bäumen und Pflanzen, die an Ausflugsziele in Berglandschaften erinnern. Und das Ganze in einem Ambiente mit äußerst beengtem und begrenztem Platz.
Zu den Preisen, mit denen das Büro ausgezeichnet wurde, zählen der 7. Wood Architecture Award (2010) und der Takefumi Aida Memorial Award des Shibaura Institute of Technology (2010).
 
Love Architecture: Berühmte Werke und Projekte
 
- Complesso residenziale, Tachikawa (Giappone), 2019
- Ristrutturazione Ossario - Ryusenji Temple, Saitama (Giappone), 2016
- Complesso residenziale Shugoin, Tokyo (Giappone), 2013
- Cross House, Koganei (Giappone), 2011
- Casa bifamigliare Seirin-kyo, Tokyo (Giappone), 2010
- Sekisou-kyo, Tokyo (Giappone), 2009
- Casa a Akasaka (Giappone), 2009
- Hakuyu-kyo, Tokyo (Giappone), 2009
- Casa a Kichijoji (Giappone), 2009
- Casa a Ookayama (Giappone), 2008
- Casa a Asaoku, Kanagawa (Giappone), 2008
- Condominio Motoyawata, Chiba (Giappone), 2007
- Condominio Shimokitazawa, Tokyo (Giappone), 2007
- Casa a Minamigyotoku, Chiba (Giappone), 2006
 
Offizielle Webseite
 
www.lovearchitecture.co.jp

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