18-07-2012

Lovearchitecture: Haus in Ookayama

Love Architecture Inc.,

Masao Nishikawa,

Tokio, Japan,

Wohnung, Housing,

Holz, Zement,

In Tokio steht im Stadtviertel Ookayama, das sich bezogen auf Nachhaltigkeit durch das auf 100 Meter x 30 verkleidete Gebäude des Instituts für Technologie auszeichnet, zwischen den vielen Bauten ein kleines Privathaus, entworfen vom Büro Love Architecture, das aufgrund seiner Innenverteilung und die Beziehung mit dem urbanen Umfeld Beispielcharakter hat.



Lovearchitecture: Haus in Ookayama
In Japan ? das ist allgemein bekannt ? ist nichts so viel Wert wie der Platz, vor allem in Städten wie Tokio, wo die extrem intensive Urbanisierung einer der wichtigsten Faktoren bei der Gestaltung des zeitgenössischen Werks ist. Die Metropole ist überfüllt und die Grundstückspreise sind horrend, so dass das Projekt und seine Form eng mit diesen Variablen verbunden sind.
Das Büro Love Architecture hat das Problem gründlich analysiert und dabei vorwiegend mit Privatkunden gearbeitet, für die innovative gestalterische Lösungen geschaffen wurden ? dank der Analyse der gemeinsamen Nutzung der öffentlichen und der privaten Räumlichkeiten, die von illuminierten Bauträgern angenommen wurden.
Dies ist auch das Thema im Mittelpunkt des Projekts für das Wohnhaus von Ookayama, das auf einem Grundstück mit rechteckiger Form von 50 Quadratmetern steht, das komplett von der bebauten Fläche eingenommen wird, mit einer Tiefe von 12,7 Metern bei einer Breite von nur 3,6 Metern.
Hätte man die Hauptfrontseite verschlossen ? aufgrund der Notwendigkeit, sich vor dem direkten Blick auf die Straße zu schützen, sowohl im Hinblick auf die Privatsphäre als auch die Sicherheit ? so hätte dies zu Problemen bei der Klimatisierung, der korrekten Belüftung, der Besonnung und Belichtung geführt. Der antikonformistische Blick des Architekten hat es verstanden, über die einfachen Lösungen hinaus zu gehen und die Einschränkungen dieser Situation so umzugestalten, dass sie zu Gelegenheiten wurden.
Unter Verzicht auf einen Teil der Wohnfläche hat das Projekt einen Hof vorgesehen, der einen beachtlichen Teil des Grundstücks belegt, mit Öffnung auf die Hauptfront, wobei dieser aber genau wie ein Innenraum behandelt wurde, da die Mauer zwischen dem Hof und dem Wohnraum schräg verläuft und überdachten und offenen Bereich nicht voneinander trennt sondern vielmehr zu deren Vereinigung konzipiert wurde: Komplett aus Glas und von der regelmäßigen geometrischen Unterteilung der Türen und Fenster aus naturbelassenem Holz gemustert, gestattet es diese Wand, die Grenzen zwischen Innen und Außen zu verwischen, auch wenn diese bezogen auf die klimatische Regulierung der Innenräume weiterhin bestehen.
In dem dreieckigen Raum, der zwischen der Wand und der angrenzenden Wohnung entsteht, lässt diese eine Menge an Licht und Luft eindringen, die für die Klimatisierung der drei Stockwerke des Hauses ausreichend ist. Die Wand der Nachbarn ist nämlich keine einfache Abgrenzung, sondern ein “gewonnener” Raum, eine Oberfläche, die der Hausherr als vertikalen Garten gestalten konnte und dort parallel ein sich über die ganze Wand erstreckendes Gitter verlegt hat und somit einen Ausblick auf die Natur geschaffen hat, von dem das gesamte Gebäude profitiert.
Die Hauptrolle der Wand aus Glas und Holz zeigt sich auch in der Innenverteilung der Räumlichkeiten, die so ausgerichtet sind, dass sie die Richtung berücksichtigen, aus der das Licht stammt.

Von der Straße aus verwandelt sich die Architektur aufgrund ihrer Abmessung und ihrer Gestaltung in ein Objekt in architektonischem Maßstab: Ein Holzcontainer, der nur auf der Seite der Glaswand geöffnet ist. Der Ausblick auf den vertikalen Garten wird mit dem urbanen Umfeld geteilt dank des Eingangs, bei dem es sich nicht um eine geschlossene Tür sondern um einen Metallzaun handelt, der aufgrund der Platznutzung als Schiebetor ausgeführt ist.

Mara Corradi

Entwurf: Love Architecture Inc.
Bauträger: Privat
Ort: Ookayama (Japan)
Tragwerksplanung: LOW FAT Structure Inc.
Bruttonutzfläche: 63 m2
Grundstücksgröße: 46 m2
Planungsbeginn: 2006
Ende der Bauarbeiten: 2008
Türen und Fenster aus Holz
Struktur aus Stahlbeton und Holz
Innenwände aus Sichtbeton
Bildnachweis: © Masao Nishikawa

www.lovearchitecture.co.jp


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