11-04-2012

Kuma: GC Prostho Museum Research Center

Kengo Kuma,

Japan,

Freie Zeit, Museen,

Design,

Holz,

Kengo Kuma appliziert auf die Architektur ein System aus steckbaren Holzelementen, die als Cidori bezeichnet werden, nach dem Namen eines traditionellen japanischen Spielzeugs. Das Design regt die Gestaltung des Gebäudes an und das Resultat ist ein Werk mit einem sehr grafischen Effekt: Die zeitgenössische Architektur als Mischung der Künste.



Kuma: GC Prostho Museum Research Center
Weltbekannt für seine mit parametrische Motiven verzierten Fassaden, mit denen er die Verkleidungen aus natürlichen Materialien aufwertet, überrascht Kengo Kuma wieder mit einem sehr beeindruckenden Werk, wie das GC Prostho Museum Research Center von Kasugai-shi in Japan.
Als weiterer Schritt zu Vertiefung bezogen auf die Verbindung zwischen Architektur, Design und Grafik entmaterialisiert dieses Projekt den architektonischen Körper selbst, der das Gewicht einer dreidimensionalen einfachen und regelmäßigen Form annimmt, die dazu geeignet ist, die Ausdruckskraft der Fassade, der Dekoration, des zweidimensionalen Musters gegenüber dem Umfeld ? in diesem Fall die Stadt - zu experimentieren.
Die Betonstruktur des GC Prostho Museum Research Center hat einen rechteckigen Grundriss auf 3 Etagen, um den herum sich das System der parametrischen Verzierungen entwickelt, das aus Zypressenholzelementen besteht, die regelmäßige prismatische Kombinationen erzeugen, die durch Verzapfung erhalten werden. Die Poesie dieses Details, das sich wiederholt und so die Betonform fast ganz einhüllt, wird von der Erzählung bereichert, die Kuma hinsichtlich seiner Inspiration macht, die nämlich von dem bekannten japanischen Spielzeug Cidori stammt, einem Mini-Steckspiel aus 12 cm langen Holzstäbchen, die durch einfache Verbindung und Drehung der Teile ineinander gesteckt werden.
Aus dieser Verbindung mit der Vergangenheit, seiner eigenen und der seines Landes, erweckt Kuma ein Ausdruckssystem zum Leben, das in einem einzigen Atemzug die Dekoration der Fassade ist, Tragwerkselement und Ausstellungssystem im Inneren der Museumsräume. Wie ein Virus, der buchstäblich das architektonische Werk frisst, kommt die Dekoration nach außen und löst sich ab, um mit vorwitziger Poesie drinnen und draußen hervorzutreten und dabei Module in der Größe eines halben Quadratmeters zu schaffen, auf denen die Verwaltung des gesamten Museumsraums basiert.
Ein Spielzeug, also ein Gegenstand, der in die Hand genommen werden muss, wird zum grafischen Modul, das ins Unendliche wiederholt, riesig vergrößert und strukturell umgesetzt seine Metamorphose als Architektur abschließt. Das ist der Grund der Entfremdung, die von den Nutzern des Werks von Kuma extern und intern erlebt wird. Kumas Gestaltungskraft ist in der Lage, die Präsenz des architektonischen Körpers zu minimieren: In einem Kontext wie dem der japanischen Städte, in denen der Abstand zwischen den Gebäuden extrem gering ist, verringert der Verlust der Konturen der von Kuma entworfenen Körper dank der Dreidimensionalität der Grafik das Unwohlsein bei der Wahrnehmung und wird zu einer Architektur, die weder Gewicht noch Dimension hat.



Mara Corradi


Entwurf und technische Leitung: Kengo Kuma & Associates
Bauträger: GC Corporation
Ort: Kasugai-shi, Aichi Prefecture (Japan)
Bruttonutzfläche: 626,50 Quadratmeter
Grundstücksgröße: 421,55 Quadratmeter
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2010
Tragwerksplanung: Jun Sato Structural Design
Baufirma: Matsui Construction
Fassaden aus Zypressenholz
Betontragwerk
Fußboden aus ChemiCrete
Beleuchtung: Daiko Electrics

kkaa.co.jp


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