06-08-2020

FTA Filippo Taidelli Architetto Emergency Hospital 19 ein modulares und nachhaltiges Krankenhaus

Filippo Taidelli,

Pavillons, Krankenhauser,

Das Notfallkrankenhaus 19 ist das neue Konzept, das der Architekt Filippo Taidelli in Zusammenarbeit mit Humanitas und Techint entwickelt hat, um im Bedarfsfall die Aktivitäten von Krankenhäusern zu unterstützen, die an der Bewältigung von Notfällen infektiöser Art beteiligt sind. Es handelt sich um eine modulare, flexible, nachhaltige und autarke Gesundheitsstruktur, eine Notfallarchitektur mit der Kapazität eines endgültigen Gebäudes.



FTA Filippo Taidelli Architetto Emergency Hospital 19 ein modulares und nachhaltiges Krankenhaus

Die Pandemie der letzten Monate hat die Architekturdebatte belebt, indem sie neue Themen und Überlegungen zum Alltag im häuslichen Umfeld, in den Arbeitsräumen und insbesondere im Gesundheitssektor aufgeworfen hat, wo die Notwendigkeit, in kurzer Zeit über autonome Strukturen zu verfügen, um den plötzlichen Anstieg der Patientenzahlen bewältigen zu können, sowie die Bedeutung der Möglichkeit, die Wege der Patienten im Falle von Epidemien zu differenzieren, deutlich geworden ist. Zu diesem Zweck entwickelte der Architekt Filippo Taidelli in Zusammenarbeit mit Humanitas und Techint das Konzept Emergency Hospital 19. Das Notfallkrankenhaus 19 ist eine modulare, flexible, nachhaltige und autarke Gesundheitseinrichtung. Eine Notfallarchitektur mit den Fähigkeiten eines endgültigen Gebäudes, das im Bedarfsfall die Aktivitäten von Krankenhäusern unterstützen kann, die an der Bewältigung von Notfällen infektiöser Art beteiligt sind. In Wirklichkeit ist Emergency Hospital 19 mehr als ein Konzept, es ist in der Tat ein echtes Pilotprojekt. Die erste von drei Notfallstrukturen ist in Bergamo bei der Humanitas Gavazzeni im Bau, und eine weitere wird in Castellanza in der Provinz Varese bei der Humanitas Mater Domini errichtet werden.

Die Stärken der von Filippo Taidelli entworfenen Gesundheitsstruktur sind: die Modularität und somit die Möglichkeit, sie an einen bereits bestehenden Kontext anzupassen, die reduzierte Zeit, um eine vollständige und funktionelle Architektur zu erhalten, die eine qualitativ hochwertige Versorgung bieten kann, die Flexibilität, die sowohl als die Möglichkeit verstanden wird, eine variable Anzahl von Patienten zu behandeln, als auch als die Verwendungszwecke. Das System besteht aus sechs Hauptmodulen, die bestimmten Nutzungen entsprechen, und weiteren Untermodulen, die eine geordnete Raumaufteilung ermöglichen.
Zu diesen Schlüsselkonzepten kommt die Humanisierung von Räumen, ein wichtiger Schritt für Patienten, Heilung als einen auf sie fokussierten und nicht zu erleidenden Heilungsprozess zu erfahren, in dem das heilende Umfeld eine positive Wirkung hat. Große Aufmerksamkeit wird der Endbearbeitung des Gehäuses gewidmet. Im Inneren wird die Umhüllung angesichts der begrenzten Größe der Räume zu einem wichtigen Element, um ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit zu vermitteln, indem sie die Monotonie der Umgebung durchbricht. Ein Ziel, zu dem auch das von den großen Fenstern kommende natürliche Licht und die visuelle Beziehung zur Natur beitragen. Das Grün hat eine therapeutische Rolle sowohl für Patienten als auch für das Personal. Es wird im Strömungsmanagement zur physikalischen Distanzierung eingesetzt und trägt zur klimatischen Milderung der Gebäudehülle bei. Der Architekt hat einen therapeutischen Innenhof mit aromatischen Arten, Blumen und Sträuchern geplant, die durch den Farbwechsel im Laufe der Jahreszeiten für eine farbliche Gestaltung sorgen. Die Außenfassade der Hülle hat eine doppelte Haut, die es ihr ermöglicht, sich an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen und wieder eine harmonische Beziehung zum städtischen Kontext herzustellen, in den die Struktur eingefügt ist, sowie die Auswirkungen der Sonneneinstrahlung dank zweier Hauptelemente zu mildern. Bei der ersten handelt es sich um eine Sequenz vertikaler farbiger Aluminiumlamellen, die sich je nach Blickwinkel verändern und je nach der gewünschten visuellen Wirkung moduliert werden können. Das zweite Element ist die farbige Metallausfachung, die die Fenster einrahmt und die Glasflächen schützt, ohne die Sicht einzuschränken.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of FTA - Filippo Taidelli Architetto

Facts and figures

Place: Rozzano (MI)
Client: Immobiliare Pieve S.r.l.
Architect: FTA - Filippo Taidelli Architetto

Total surface: 2750 sq.m.
Modules: 6 with emergency room, intensive and sub-intensive care, negative pressure wards, diagnostic area, operating block and radiology
Installation Partners: E-Plant, Tecnologie Applicate, SOL, TELCOM
Building assistance: Impresa Pirovano
Building partners: Locabox (prefabricated structures) and Operamed (prefabricated structure operating theatre)
Furnishings: Gerflor and Greenwood (interior and exterior finish), Isea (film and signage), Philips (monitors), Linet e Malvestio (medical fixtures), Drager and BD (medical machinery), Sikkens (wall painting)
Lights: Disano, Performance in Lighting, iGuzzini and DGA


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