19-02-2018

Frida Escobedo baut den Serpentine Pavilion 2018

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Rafael Gamo, Catarina Botello, Frida Escobedo, Cuauhtemoc García,

London,

Pavillons,

Serpentine Pavilion,

Ein Spiel aus Lichtern, Wasser und Geometrie – das ist der Serpentine Pavilion 2018 nach dem Entwurf der mexikanischen Architektin Frida Escobedo.



Frida Escobedo baut den Serpentine Pavilion 2018

Es war eine Frau, die gebürtige Irakerin mit britischem Pass Zaha Hadid , die das Projekt für den erstenSerpentine Pavilion realisiert hat. Ein temporärer Pavillon, der in den Kensington Gardens in London vor dem Sitz der Serpentine Gallery steht, um dort das Sommerprogramm der Galerie zu beherbergen. Im Laufe der Jahre sind andere Architekten gefolgt, darunter auch Frauen wie beispielsweise Kazuyo Sejima (mit Ryue Nishizawa - SANAA) 2009 und Lucia Cano (mit Jose Selgas - Selgascano) 2015. Trotzdem ist es schön betonen zu können, wie eine im Jahr 2000 begonnene Initiative mit dem Projekt einer Frau und deren ersten Werk auf britischem Boden – einer der Grundbedingungen, um den Pavillon gestalten zu können – im Jahr 2018 erneut eine Frau zu sehen, die obendrein das Primat der jüngsten Gestalterin beanspruchen kann. Es ist die mexikanische Architektin Frida Escobedo, Jahrgang 1979, die das gestalten darf, was mittlerweile zu einem fixen und erwarteten Termin für Touristen und Londoner Bürger geworden ist. Das Projekt des 18. Serpentine Pavilion wurde vor wenigen Tagen vom künstlerischen Leiter Hans Ulrich Obrist und Yana Peel CEO der Serpentine Galleries mit der architektonischen Beratung durch die Architekten David Adjaye und Richard Rogers verkündet. Der neue Serpentine Pavilion wird zeitgerecht realisiert werden, um das Sommerprogramm der Events der Serpentine Gallery vom 15. Juni bis zum 7. Oktober 2018 abzuhalten.

Der Serpentine Pavilion von Frida Escobedo wird die typischen Elemente der mexikanischen Architektur aufnehmen und diese mit den Elementen der britischen Geschichte kombinieren, insbesondere mit dem ersten Meridian, dem Meridian von Greenwich, der das London's Royal Observatory durchquert. Die Architektin hat einen ummauerten Hof konzipiert, der aus zwei offenen Baukörpern mit rechteckigem Grundriss besteht, die über Eck zueinander angeordnet sind. Der Hof ist ein typisches Element der mexikanischen Architektur. In den Kesington Gardens wird der von Frida Escobedo gestaltete Hof Außenmauern haben, die mit der Ostfassade der Serpentine Gallery ausgerichtet sind. Die interne Achse des Pavillons wird in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sein, um an den Meridian von Greenwich zu erinnern, der 1848 in Großbritannien eingerichtet und dann weltweit nach der Konferenz in Washington 1884 anerkannt wurde.
Die Architektin hat die traditionellen Materialien der britischen Konstruktionen gewählt, wie dunkle Zementziegel für die Wände der Umfriedung, die an die Jalousien bzw. “celosia” erinnern, wie sie in der mexikanischen Architektur zu finden sind. Ein typisches Element aller Architekturen, bei denen man sich vor starkem Sonnenlicht schützen muss und das beim Serpentine Pavilion den Effekt des Sehens-und-Nichtgesehenwerdens auf den grünen Park erzeugt und dabei aber eine optische Verbindung mit dem Umfeld garantiert. Frida Escobedo hat zwei Elemente vorgesehen, um die Licht- und Schattenspiele im Inneren des Pavillons zu betonen: eine intern komplett mit reflektierenden Paneelen verkleidete Überdachung und ein dreieckiges Wasserbassin. Das reflektierte und von den Spiegeln und dem Wasser gebrochene Licht wird je nach Witterung und Tageszeit immer neue Lichteffekte im Pavillon erzeugen und somit auch bei den Besuchern mehr Bewusstsein bezüglich der vergehenden Zeit auslösen. Die Architektin hat ihr Projekt als “Zeitmesser” bezeichnet. Ein Spiel aus Lichtern, Wasser und Geometrie, das eng mit der Stadt London verbunden ist, denn hier wird eine Bindung zwischen den einfachen und typischen Baumaterialien des Ortes geschaffen, die hier innovativ verwendet werden, und einem historischen, mit der Stadt verbundenem Element.

Die mexikanische Architektin Frida Escobedo wurde 1979 in Mexico-City geboren und hat 2006 ihr Architekturbüro eröffnet, nachdem sie als Kodirektorin des Büros von Perro Rojo gearbeitet hat. Finalistin des Designs of the Year des Design Museum London im Jahr 2014 und des Arc Vision Prize for Women 2013 ist sie die Siegerin der Iberoamerikanischen Biennale für Architektur und Stadtplanung (IX BIAU) 2014, des Young Architects Forum 2009, um hier nur einige der zahlreichen Auszeichnungen und Preise zu erwähnen. Es sind vor allem ihre Arbeiten zur Stadtraumerneuerung, die bekannt und geschätzt werden, vergessene Orte, die von gezielten architektonischen Projekte revitalisiert werden.

(Agnese Bifulco)

Entwurf: Frida Escobedo, Taller de Arquitectura
Ort: Serpentine Gallery, Kensington Gardens London UK
Bildnachweis:
Render © Frida Escobedo, Taller de Arquitectura, Renderings by Atmósfera
Archuekturbilder: Rafael Gamo, Frida Escobedo, Catarina Botello
Bild der Architektin: Cuauhtemoc García

www.serpentinegalleries.org
www.fridaescobedo.net


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