16-04-2021

Renovierung und Erweiterung in Betonfertigteilen mit mikroperforierter Aluminiumfassade

Marcela Grassi, Duccio Malagamba, Paul Lengerau,

Romainville, Frankreich,

Architektur und Kultur, Freie Zeit, Öffentliche Gebäude,

Metall, Zement,

Ein Festhaus in Romainville aus dem Jahr 1937 wurde restauriert und zu einem Mehrzweckpavillon ausgebaut



Renovierung und Erweiterung in Betonfertigteilen mit mikroperforierter Aluminiumfassade
Romainville ist eine Satellitengemeinde von Paris, wo ein Salle des fêtes, ursprünglich ein Pavillon von der Expo 1937, renoviert und um zwei Hallen aus Beton und mikroperforiertem Aluminium erweitert wurde.
Der fast 100 Jahre alte Salle des fêtes in Romainville ist aus den Resten des polnischen Pavillons entstanden, der nach der Weltausstellung 1937 abgebaut wurde. Der damalige Bürgermeister der Stadt kaufte die Dachgebälke, die dann nach dem Zweiten Weltkrieg für den Bau eines Gebäudes im Art-Déco-Stil verwendet wurden.
In Anbetracht der Zeit, die im dritten Jahrtausend vergangen ist, musste die Halle durch eine neue Nutzung saniert werden. Und so wurde es dank des Projekts von EMBT und ilimelgo architects zum Foyer zweier großer neuer Hallen für Shows, Veranstaltungen und das Haus für Philosophie.
Die Architekten verzichteten auf die im ursprünglichen Gebäude verwendete Backsteintechnik und öffneten große Fenster, um die Menschen zum Eintreten zu animieren. Diese Idee wird formal durch die Neugestaltung der Fenster- und Türrahmen vermittelt, ein echtes Erkennungsmerkmal des Projekts, sowohl in den Innenräumen als auch an den Fassaden der beiden neuen Gebäude, auf die der Gast beim Betreten trifft.
Strukturell überlassen die vorhandenen regelmäßigen und geometrisch gut organisierten Räume die Rolle der Protagonisten im Innenhof zwei Baukörpern aus großen vorgefertigten Betonpaneelen, deren verfugte Platten auf einem einfachen, aber gut gestalteten Fundament ruhen. Auf diese Weise können die Pfähle zur Steifigkeit des Ganzen beitragen, ohne dass der Boden ausgehoben werden muss, um große Fundamente zu erhalten.
Die alten Dachstühle hingegen waren die Inspirationsquelle für die neuen Konstruktionen. Weniger aufwendig, aber ebenso wirkungsvoll, denn die Architekten wechselten von einer Pavillonstruktur der Dreißigerjahre zu wendigen Stahlträgern mit Streben und Zugstangen. Ihre Höhe ist nicht weiter verwunderlich, denn ihre Funktion ist es, der von den Gestaltern konzipierten Form Platz zu machen, nämlich zwei anamorphen Volumen, die an unbearbeitete Kristalle erinnern. Dieser Effekt ist auch auf die Aluminiumfassaden zurückzuführen, die mittels einer komplexen Stahlkonstruktion an den Betonplatten befestigt sind. Dies hat insbesondere die Aufgabe, eine Facette zu erhalten, die an die Mineralstruktur von grünen Turmalinen erinnert. Darüber hinaus erhöht das ausgeklügelte Design der Paneele deren optische Zerklüftung und die Lebendigkeit der Gesamtwirkung. Diese Formensprache wird auch in den Innenräumen verwendet, allerdings mit anderen Bezugsmaterialien, deren Zweck es ist, das Gebäude in seine dritte Metamorphose zu führen.




Fabrizio Orsini






Lieu: Romainville, Paris, France
Maîtrise d’ouvrage: Mairie de Romainville
Architecte mandataire: Benedetta Tagliabue, architecte en chef
Miralles Tagliabue EMBT
Elena Nedelcu, directeur de projet
Architecte associé: ilimelgo architectes
Valerian Amalric
Maxime Potiron
Bureau d’études TCE : EPDC
Ingénieur : IETI
Économiste : MEBI
Acousticien : AVLS
Scénographe : Tourny
Paysagiste : Land’Act
Photographie : Duccio Malagamba, Marcela Grassi, Paul Lengereau


Collaborateurs EMBT: Ana Otelea, Marzia Faranda, Vincenzo Larocca, Alessia Apicella, Marilena Petropoulou, Gabriele Rotelli, Ana Dinca, Andrea Marchesin, Antonio Soreca, Cristina Ghigheanu, Damiano Rigoni, Diana Santana, Eliza Neagu, Iago Pérez Fernández, Manousos Kakouris, Marco Loretelli, Marco Molinari, Marion Delaporte, Máté Géhberger, Salvatore Sapienza, Sara Mucciola, Silvia Plesea, Valentina Frigeni, Verónica Donà, Yasmine Fahmy.


Collaborateurs Ilimelgo: Félicie Botton, Paul Lengereau, Héloïse Debroissia, Morgane Hamel, Marine Amand


Area : 2.735 m2
Coût : 8.414.521,22 €
Typologie : Réhabilitation et extension
Mission : Complète
Programme: Salle événementielle, salle de spectacle, Maison de la philosophie, bureaux, foyer, loges d’artistes, stocks


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