10-09-2021

Strandbad aus Holz von Matt Innauer

Innauer Matt Architekten,

Adolf Bereuter,

Lochau, Austria,

Touristenkomplex, Freie Zeit,

Holz,

Zwischen der Seebrücke und der neuen Mündung des Kugelbeerbachs in der österreichischen Gemeinde Lochau am Bodensee steht ein eingeschossiges Gebäude von Matt Innauer Architekten



Strandbad aus Holz von Matt Innauer
Das Gebäude der Umkleidekabinen und Toiletten des Strandbads in Lochau am Bodensee von Matt Innauer Architekten ist komplett aus Holz gefertigt.
Das nur 451 Quadratmeter große Gebäude, ist ein neues Strandbad am österreichischen Ufer des Bodensees. Es entwickelt sich ebenerdig und in der Länge. Das wichtigste Merkmal des Baus ist die Tatsache, dass er vollständig aus Holz besteht, von der tragenden Struktur über die Außenverkleidung bis hin zu den Innenwänden.
Die Struktur dieses kleinen Gebäudes besteht aus zwölf Massivholz-Jochen mit einfachen Rahmen, deren Verbindungen aus Stahlflanschen und gut versteckten Bolzen bestehen. Dadurch konnte das Design erhalten werden, das sonst durch die vielen strukturellen Fugen ästhetisch gestört worden wäre. Bei der Befestigung am Boden wurde eine andere Wahl getroffen. Hier finden wir Muffenverbindungen, die eine höhere Verschleißfestigkeit und vor allem einen besseren Schutz vor Feuchtigkeit an den Pfeilern gewährleisten. Aber auch hier sind die Befestigungen verdeckt, so dass eine Art Dialog mit dem Betonboden entsteht, dem einzigen alternativen Material zum Holz, das die Säulen scheinbar auf der Oberfläche ruhen lässt, ohne dass sie wirklich ineinandergreifen.
Die strukturelle Dimensionierung ist dagegen erstaunlich ausgewogen, da die Balken im Verhältnis zu den Pfeilern, welche mit ihrem quadratischen Querschnitt eher klein sind sehr hoch erscheinen. Noch interessanter ist jedoch die Tatsache, dass es weder im Dach noch in der Fassade Sprossen oder Strebekreuze gibt. All dies zeigt die sehr gute Trägheit des Gebäudes, da das gesamte Gebäude sehr niedrig ist.
Interessant ist auch die Lösung, mit der die Umkleideräume vom Restaurant- und Barbereich getrennt wurden. Es handelt sich um zwei Räume, die sich an einem Ort wie diesem ergänzen und in denen sich die architektonische Sprache nicht ändert, sondern im Gegenteil immer gleich bleibt, indem sie eine Art formale Kontinuität unter dem großen Dach beibehält, die durch den 1,20 m hohen Überhang der sekundären Balken, die seine Ausdruckskraft betonen, noch verstärkt wird.


Fabrizio Orsini



Client: Gemeinde Lochau
Architects: Innauer Matt Architekten ZT Gmbh, Bezau; PL: DI Simon Moosbrugger
Construction Supervision: Flatz&Jäger, Bezau
Statics: Merz Kley Partner ZT Gmbh, Dornbirn
Planning Period: 10 2018 - 10 2019
Construction Period: 10 2019 - 05 2020
Floor Space: 451m2
Photographer: Adolf Bereuter

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