13-03-2020

Fassade mit Beton-Sonnenschutz für das V&A Dundee Museum

Kengo Kuma,

Hufton+Crow,

Dundee,

Museen, Art Center, Messen,

Zement,

Kengo Kumas erstes Gebäude in Großbritannien ist das V&A Dundee Museum und ist von den berühmten schottischen Klippen inspiriert, aber nach einer neuen Formensprache aus Stahlbeton gefertigt.



Fassade mit Beton-Sonnenschutz für das V&A Dundee Museum
Mit dem V&A Dundee eröffnet das Victoria and Albert Museum aus London eine Abteilung in Dundee in einem Gebäude, dessen Fassade mit Beton-Sonnenschutz verkleidet ist.

Das erste Design Museum in Schottland hat das Ziel, ein wichtiger Bezugspunkt für die Region zu werden, da es den Reichtum des schottischen Designs präsentiert.
Der Name stammt vom der Stadt Dundee, die am Fluss Tay liegt, der hier in die Nordsee mündet und einen Hafen bildet, an dem das Museum steht. Keine einfache Herausforderung beim Bau, wenn man an die Präsenz des Wassers denkt, insbesondere für die Fundamente und das Gewicht des Gebäudes, das vollständig aus Beton besteht. Daher war es wichtig, eine Konstruktion zu schaffen, die der Härte des rauen schottischen Klimas und der salzhaltigen Umgebung standhalten konnte.
Kengo Kuma konzipierte daher ein Gebäude mit umgekehrten Pyramiden, dessen äußere Struktur aus schwarzem Zement wiederum mit horizontalen Elementen aus grauem Zement bedeckt ist, wodurch ein starker Farbkontrast erreicht wird. Vor allem aber wurde mit diesem Hilfsmittel eine Ähnlichkeit mit den nahe gelegenen Klippen der Orkney-Inseln erzielt, von denen sich der Architekt inspirieren ließ.
Die Sonnenschutzpaneele, die dieses Projekt charakterisieren, ragen einige Dutzend Zentimeter aus der Wand heraus und werden mit speziellen Klammern befestigt, die für ein unerfahrenes Auge unsichtbar sind, aber noch einzigartiger ist ihre scheinbar unvollkommene Verlegung. Der Sinn einer solchen Gestaltung liegt in dem Wunsch, das Gebäude handwerklicher erscheinen zu lassen, als dies mit präziseren Assemblagen möglich gewesen wäre.
Auch die Innenräume sind mit dem gleichen Trick bei der Planung gestaltet, denn die Wandverkleidung des Saals vermittelt durch ihre horizontal kippbaren Holzelemente eine Nähe zu den englischen Jugendstil-Interieurs des späten 19. Jahrhunderts und bleibt dabei zutiefst zeitgenössisch. Eine Wahl, die gut zu dem ganzen Stolz des Museums passt, nämlich dem Oak Roam von Charles Rennie Mackintosh, der hier nach einer perfekten Operation der Wiederherstellung und Restaurierung wieder zugänglich gemacht wurde.


Fabrizio Orsini


V&A Dundee
Dundee, Scotland UK
2018.09
Museum, Learning Studios, Museum Shop, Café
8,900 m2
Partner in charge: Yuki Ikeguchi
Project team: Kimio Suzuki (Visualization), Tomohiro Matsunaga (geometry control programming), Masaru Shuku, Hajime Kita
Teppei Fujiwara*, Maurizio Mucciola*, Kazuya Katagiri*, Masaki Kakizoe*, Maria-Chiara Piccinelli*, Masafumi Harigai*, Hiroaki Saito*, Rika Hiratsuji*
*Former staff
Photo: Hufton Crow

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