10-11-2015

2b Architectes und die Büros Jolimont Nord in Mont-sur-Rolle

2b Architectes,

© Roger Frei,

Genf, Schweiz,

Buros,

In Mont-sur-Rolle am Genfer See hat das Schweizer Architekturbüro 2b Architectes die Büros Jolimont Nord gestaltet. Mit Bezug auf die Hügellandschaft von Mont-sur-Rolle entwirft 2b Architectes transparente und bunte Fassaden für die Büros von Jolimont Nord.



2b Architectes und die Büros Jolimont Nord in Mont-sur-Rolle

2b Architectes haben die Büros Jolimont Nord in Mont-sur-Rolle entworfen – eine interessante Lesart der eigenen Umgebung anhand einer zeitgenössischen architektonischen Stilsprache. Farbe und Morphologie des Grundstücks sind die Schlüsselthemen dieses Projekts.
Die Gegend, in der das Bauwerk des Büros 2b Architectes steht, ist eine zauberhafte Ortschaft, die voll und ganz ihrem Namen gerecht wird: die Büros von Jolimont Nord liegen auf den Hügeln, die Richtung Ortschaft Rolle am Nordwestufer des Genfer Sees abfallen. 
Ein kleines Stück Land, das im Norden in Richtung auf die viel befahrene Autobahn Lausanne-Genf blickt. Im Süden findet man die urbane Dimension anhand einer Reihe von Wohngrundstücken, auf denen niedrige Reihenhäuser stehen. Die Morphologie des Grundstücks prägt dem neuen Werk einen rechteckigen Grundriss mit einer stark horizontalen Orientierung auf, die dem Verlauf der Autobahnlärmschutzmauer folgt. Gemäß der Bauvorschriften wird die Höhe von maximal zwei Stockwerken nicht überschritten. Ausgrabungen unter dem Bodenniveau haben die Raumanforderungen des Programms gelöst und es wurde ein Souterrain mit externem Parkplatz für die Beschäftigten geschaffen. Auf diese Weise gesellt sich zum Haupteingang im Erdgeschoss ein zweiter Eingang hinzu, der etwas geschützter ist, weshalb der erste Eingang den Kunden vorbehalten ist. Beide Eingänge liegen auf der Südseite, Richtung Wohnhäuser und verdeutlichen somit die Absicht der Planer, der Autobahn “den Rücken zu kehren” und das Bauwerk ebenfalls als optische und akustische Barriere für das Viertel zu verwenden. 

Die Betonstruktur der Büros Jolimont Nord ist komplett hinter einer durchgehenden Fassade aus Aluminium und Glas versteckt, wobei der Verlauf der transparenten und siebbedruckten Paneele die Identität des Projekts definiert. Die modulare Oberfläche verkleidet die Architektur wie ein geometrischer und vielfarbiger Mantel über ihre gesamte vertikale und horizontale Ausdehnung und schützt somit den Blick in das Innere, der nur durch einige transparente Paneele freigegeben wird. Im Osten hingegen, wo ein kleiner Weinberg liegt, suchen die Architekten nach dem Schlüssel zur Interpretation ihres Projekts um es in die Landschaft einzufügen. Die Gegend von Mont-sur-Rolle ist nämlich für den Anbau der Rebe La Cote bekannt, einer renommierten Weinsorte der Nordseite des Genfer Sees. Das elegante Farbspiel in 6 Tonarten, vom Weinrot über Ocker zu Gold, das sich zwischen den Modulen der Fassade und dem schmalen und die Fassade tragenden Rahmen entwickelt, ist eine Intuition, die aus der Beobachtung des Grundstücks entsteht, dem der Ablauf der Stunden und der Jahreszeiten noch weitere Varianten verleiht.


Die Innenräume entwickeln sich über drei Geschosse, eines davon ist der Souterrain um einen zentralen Kern, der für die vertikale Verbindung und die Toiletten gedacht ist. Dieser Block trennt das Gebäude räumlich in zwei Flügel: Empfang und Repräsentanz im Osten, Betriebsbüros im Westen. Die Struktur erhebt sich auf einer Reihe von einfachen Trennwänden aus Beton, die quer zum Bauwerk angeordnet sind. Diese Trennwände bilden den ersten Grad der Fragmentierung der Etagen, was aber die räumliche Wahrnehmung des Ganzen nicht beeinträchtigt und trotzdem im Inneren das mögliche Einfügen von leichten Trennungen vorsieht, falls mehr Privatsphäre verlangt wird.
Wenn man die Büros von Jolimont Nord von Außen betrachtet, so wird man von der Leichtigkeit beeindruckt, die ihre eigene Identität verleiht. Die formale Reduzierung auf das Wesentliche ist in der Tat ihrer Gegend nicht fremd, in der sie seit nur einem Jahr steht, ohne dass deren Aussehen von der Zeit gezähmt wurde.

Mara Corradi

Architects: 2b 
Collaborators: Stephanie Bender, Philippe Béboux, Céline Becker, Steffan Heath, Patrick Krecl, Tanguy Auffret-Postel, Caroline Jung 
Construction management: a.planir, Echallens
Structural engineer: Stève Porscha, 3demarch
Building physicist: Peter Braun, Normal Office / Remi Burnier, Eco System Concept
Building enveloppe engineer: BCS, Neuchâtel
Location: Chemin des Pêchers 35, 1185 Mont-sur-Rolle, Switzerland
Client: Promo T&I 
Project: 2010-2012  
Construction: 2013-2014
Total surface: 1322 mq
Structure in concrete
Facades in glass
Photographs: © Roger Frei

www.2barchitectes.ch
www.rogerfrei.com


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