22-02-2012

TAO: Museum of Handcraft Paper

Hua Li - TAO,

SHU He,

Cina,

Museen, Freie Zeit,

Holz, Ziegel, Bambus,

Um ein Papiermuseum zu gestalten, ein Bauwerk, das die Erinnerung der Gemeinschaft der Handwerker des Ortes Xinzhuang im Südwesten Chinas aufnehmen konnte, hat der Architekt und Leiter des Büros Trace Architecture Office (TAO), Hua Li, nicht nur die lokalen Bautechniken erlernt, sondern auch die Tradition der Papierherstellung, um die einen und die andere in einem Werk zu nutzen, das zum Symbol des darzustellenden kulturellen Umfelds wird.



TAO: Museum of Handcraft Paper
Wenn man durch die Landschaft an den Hängen des Bergs Gaoligong in der Region Yunnan fährt, dann führt die Straße nach Xinzhuang vor den Toren des Ortes an dem Museum für handgeschöpftes Papier vorbei, einem Projekt des Architekten Hua Li zur Aufwertung des geschichtlichen Erbes und der Handwerkskunst des Ortes.
So als ob es ein Viertel der Ortschaft nachbauen wollte, das es vertritt, hat das Gebäude eine Struktur aus Trägern und Pfeilern, die miteinander verzapft sind und eine Tannenholzfassade ? ganz nach den lokalen Bautechniken und beschreibt einzelne Körper, Türme mit unterschiedlichen Höhen und Geometrien mit einem zentralen Hof und einem Weg, der diese Teile miteinander verbindet. Die Bambusdächer, die Verwendung des lokalen Vulkansteins, der als Unterbau der Mauern verlegt wurde, um die Belüftung zu unterstützen, die Komposition der Körper, die offene und überdachte Korridore vorsieht, in denen eine frische Brise für natürliche Kühlung sorgt, sind Zitate der Methoden und Techniken, mit denen das Dorf im Laufe der Jahre errichtet wurde und die noch heute in Anwendung sind. Die Durchdringung des Lichts und die Aussicht auf die Landschaft wurden aus der Beziehung zwischen Voll und Leer erhalten und steigern die Qualität des Bauwerks. Mit dem Papier, das die Bewohner des Ortes von Hand hergestellt haben, sind alle Innenwände der Räume verkleidet: Auf Holzrahmen wurden Papierblätter im Modul 45 x 45 cm montiert, um neutrale Räumlichkeiten zu schaffen, die sich für die Museumsausstellungen eignen. Während es zahlreiche und große Öffnungen auf den Innenwänden gibt, die wiederum das Bild des Dorfes aus kleinen Häusern nachempfinden, deren Fenster faszinierende Perspektiven umrahmen, sind die Lichtöffnungen in den Außenmauern unter dem Dach mit handgeschöpftem Papier auf den Fenstern verkleidet, um die leuchtende Ruhe der Räume zu bewahren.

Da die handwerkliche Herstellung des Papiers die primäre Aktivität von Interesse für die Bevölkerung ist und jede Wohnung von Xinzhuang, als Werkstatt, für den Besuch des Reisenden offen steht, ist die Architektur von Hua Li nicht einfach ein Museum im herkömmlichen Sinne, das nach Ausstellungsräumen und Räumlichkeiten für das Nachschlagen organisiert ist, sondern es bietet auch Zimmer, um die Künstler zu beherbergen und Räume, die als Atelier dienen, und bietet somit ein komplettes Bild des Lebens und der Aktivitäten des Ortes.
Wenn man das betrachtet, was es für den Ort und dessen Tradition bedeutet, dann erinnert das Museum des handgeschöpften Papiers an die “Seelenhäuser”, Bauwerke in kleinem Maßstab, die auf uralte Zeiten zurückgehen und unter den Grabbeigaben der Mittelmeer-Kulturen und auch in China gefunden wurden: Modelle von Türmen, Häusern, Kornspeichern, Tempeln und anderen Gebäuden, welche die Seele auf ihrem Weg in das Jenseits begleiteten, diese beschützten und deren Symbol wurden. Indem die Proportionen des Dorfes, die Beziehungen seiner Teile, die Traditionen auf denen es gründet nachgebaut wurden, drückt dieses Bauwerk in architektonischem Maßstab das aus, was ein Seelenhaus in kleiner Form darstellte.



Mara Corradi

Entwurf: HUA Li / TAO (Trace Architecture Office),
Mitarbeiter: Huang Tianju, Li Guofa, Jiang Nan, Sun Yuanxia, Xu Yinjun, Yang Hefeng
Bauträger: Committee of Gaoligong Museum of Handcraft Paper
Ort: Xinzhuang village, Tengchong, Yunnan (China)
Bruttonutzfläche: 361 Quadratmeter
Grundstücksgröße: 300 Quadratmeter
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2010
Fassaden aus Tannenholzpaneelen und Vulkanstein
Überdachung aus Bambus
Verzapfte Holzstruktur ohne Metallverbindungen und Steinbasis
Innenverkleidung handgemacht aus Papier
Fußboden aus Vulkanstein
Bildnachweis: © Shu He


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