20-06-2012

Ruiz-Larrea: 92 bioklimatische Wohnungen

Madrid,

Residenzen,

Glas, Zement,

Die neue Wohnanlage in Móstoles (Madrid), ein Projekt von Ruiz-Larrea & Asociados, ist eine Bioarchitektur: Die Komposition des Ganzen, die Wahl der Verkleidungen und die Materialien der Fassaden sind das Resultat der Anwendung der baubiologischen Grundsätze bei einem Werk von zeitgenössischem Wert.



Ruiz-Larrea: 92 bioklimatische Wohnungen
Bei der Gestaltung einer Wohnanlage bestehend aus 92 Einheiten mit 1000 Quadratmetern Gewerbeflächen und 115 Parkplätzen in Móstoles, in der Nähe von Madrid, hat das Büro Ruiz-Larrea & Asociados die Grundsätze der Baubiologie beachtet und die Apartments entlang eines bogenförmigen Grundrisses entworfen, geschlossen zwischen zwei Oberflächen, die einen Thermo-Mantel bilden, der im Hinblick auf die Nachhaltigkeit Energieverluste verringert.
Kompakt und anscheinend undurchdringlich besteht die Nordseite eigentlich aus der geometrischen Komposition von Oberflächen aus transluzentem oder weißem Glas, welche die Präsenz einer begehbaren Galerie zwischen der Außenverkleidung und den eigentlichen Wohnungsmauern verhüllen, um dort warme Luft zu sammeln, um diese in der kalten Jahreszeit zu erwärmen.
Nach Süden hingegen werden Licht und Wärme, die durch das transparente Glas der Fassade dringen, komplett von Aluminiumlamellen geschirmt: Diese Lamellen gestatten in der warmen Jahreszeit die Luftzirkulation und kühlen die der Sonne stärker ausgesetzten Räumlichkeiten, im Winter gestattet diese Lösung die Ansammlung einer Warmluftreserve, die zwischen dem Glas und dem Brise-Soleil eingefangen wird: die durch den Treibhauseffekt erwärmte Luft teilt sich den nach Süden ausgerichteten Zimmern mit und anschließend ? dank eines Systems, das die Temperatur auf 21°C begrenzt, was dem Raumkomfort entspricht ? wird diese durch Lüftung in die weiter entfernt liegenden Zimmer Richtung Norden gelenkt, um in der gesamten Wohnung ein möglichst gleichförmiges Klima zu garantieren
Die Präsenz von Öffnungen, die von Norden nach Süden durchgehen und “überdachte Plätze”, bilden, als den Bewohnern zur Verfügung stehende und gemeinsam nutzbare Höfe, öffnet dem Wärmetausch den Weg, aufgrund der Entstehung von je nach Klima warmen oder kalten Luftströmen.

Das Projekt von Ruiz-Larrea ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und ergänzt aktive bioklimatische Systeme wie die Fotovoltaikpaneele mit als passiv definierten Elementen, wie die nach Süden ausgerichteten verglasten Oberflächen, die Schaffung der natürlichen Belüftung aber auch mit geothermischen Anlagen zur Erzeugung von Warmluft, die mit einem Leitungsnetz ausgerüstet sind, das bis zu 7 Meter tief im Erdreich liegt.
Die Gestaltung der Architektur konzentriert sich auf die Themen der Nachhaltigkeit, wird aber von diesen nicht überwältigt, sondern verwendet diese als Grundsätze, als unverzichtbare Ausgangspunkte, um die herum die Form des Werks gebaut wird. Beide Fassaden zeigen in der Tat originelle und unterschiedliche Rhythmen, was an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Exposition liegt und die in der Lage sind, miteinander einen Dialog einzugehen ? dank der unvorhergesehenen und zufälligen Öffnungen, die diese miteinander verbinden. Eine Antwort für alle, die noch denken, dass umweltverträgliche Gestaltung eine Einschränkung des architektonischen Erfindungsgeistes ist.


Mara Corradi

Entwurf: Ruiz-Larrea & Asociados
Bauträger: Instituto Municipal del Suelo de Móstoles
Ort: Móstoles Sur, Madrid (Spanien)
Tragwerksplanung: NB35
Bruttonutzfläche: 7488 m2
Grundstücksgröße: 3744 m2
Planungsbeginn: 2007
Ende der Bauarbeiten: 2009
Zementstruktur
Verkleidung aus Gipskarton
Holzfußboden
Bildnachweis: © Ángel Baltanás

www.ruizlarrea.com


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