21-08-2020

Ramón Esteve Studio baut einen Mikrokosmos im Einklang mit der Natur - Casa Madrigal

Ramón Esteve,

Mariela Apollonio,

Ferienhäuser, Ville,

Stein,

Casa Madrigal, eines der jüngsten Projekte des Architekten Ramón Esteve, ist eine gelungene Kombination von Räumen mit offenen oder halb geschlossenen Umgebungen, die durch mächtige Steinmauern und transparente Fenster abgegrenzt sind und einen intimen Ort schaffen - ein Mikrokosmos, in dem man Zuflucht nehmen, nachdenken und sich selbst finden kann.



Ramón Esteve Studio baut einen Mikrokosmos im Einklang mit der Natur - Casa Madrigal

In der Comunidad Valenciana haben der Architekt Ramón Esteve und sein Studio kürzlich die Casa Madrigal entworfen. Der Architekt beschreibt das Projekt zusammenfassend so: „Das Haus ist von Steinmauern umschlossen wie hinter einem Zaun, was einen intimen Raum schafft, in dem man sich sein eigenes Universum aufbauen kann". Das Haus ist eine gelungene Kombination von Räumen mit offenen oder halb geschlossenen Umgebungen, die durch mächtige Steinmauern und transparente Fenster abgegrenzt sind und einen intimen Ort schaffen - ein Mikrokosmos, in dem man Zuflucht nehmen, nachdenken und sich selbst finden kann.
Der Architekt arbeitete vor allem an der Horizontalität des Baukörpers. Casa Madrigal ist eine Reihe von Boxen für spezifische Wohnfunktionen, die durch Innenhöfe unter freiem Himmel miteinander kombiniert werden. Bei diesen handelt es sich um präzise und genau geplante Einschnitte im Dach, die das Sonnenlicht einfangen und kleine Gärten im Inneren des Gebäudes beleuchten. Das Ganze wird von zwei großen horizontalen Flächen zusammengehalten: dem Fußboden, der um 30 cm über der Erde angehoben wurde, um seine Funktion zu unterstreichen, und dem Dach. Zwei Ebenen, deren Horizontalität durch die Wahl der Materialien hervorgehoben wird. Beide bestehen aus weißem Sichtbeton, was einen wichtigen optischen Kontrast zu den die Haupträume begrenzenden Natursteinmauern bildet.

Zwischen diesen beiden großen horizontalen Flächen befinden sich die Räume des Hauses. Die Anordnung dieser „Boxen“ zur Erfüllung der wichtigsten Wohnfunktionen zwischen den horizontalen Betonplatten des Fußbodens und des Daches erzeugt eine Reihe von Zwischenräumen, die die Gemeinschaftsbereiche des Hauses beherbergen. Dabei handelt es sich um Innenräume, die sich jedoch nach außen hin ausdehnen und Perspektiven auf den das Haus umgebenden Garten eröffnen. Gleichzeitig entstehen beim Blick von außen durch diese Zwischenräume perspektivische Ansichten des Hauses, die sich gegenseitig überschneiden. Von außen erscheinen die den eher privaten Funktionen gewidmeten Räume als unterschiedlich hohe, von mächtigen Steinmauern umschlossene Volumen. Ihre Präsenz wird ebenfalls durch den Swimmingpool hervorgehoben - ein Wasserspiegel, der das Ganze reflektiert und verstärkt.
Der Architekt Ramón Esteve hat für Casa Madrigale sämtliche Materialien ausgewählt: Holz, Naturstein und Beton in seiner rohen Form. So ist z.B. der frei liegende Weißzement der horizontalen Dachplatte zu sehen, der auf den darunter liegenden Steinvolumen ruht. Diese Volumina enthalten die Räume und sind aufgrund des gewählten Materials deutlich von der Außenansicht und vom Rest des Gebäudes zu unterscheiden. Die Zimmer sind von Steinmauern und hohen Fenstern mit Blick auf den Garten begrenzt. Um die Auswirkungen des Sonnenlichts in den Räumen und generell im Inneren des Hauses zu mildern, hat der Architekt Holzschiebeläden entworfen. Die Interaktion mit dem natürlichen Licht und seine direkte oder indirekte Streuung in jedem Raum des Hauses wurde sorgfältig und nach Maß geplant. Im Dach gestaltete Öffnungen schaffen helle Innenhöfe und kontrastreiche Licht- und Schattenspiele, die sich im ganzen Gebäude ausbreiten.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Ramón Esteve Studio photo by Mariela Apollonio

Location: Comunidad Valenciana, Spain
Year: 2019
Area: 905 mq
Architect: Ramon Esteve
Project Team María Martí, Anna Boscà, María Luna, María Parra
Collaboratiors: REE Tudi Soriano
Collaborators: Índigo Ingeniería, Prodein Ingeniería
Technical Architect: Emilio Pérez, Carolina Tarazona
Constructor: COVOP
Photography: Mariela Apollonio
Audiovisual: Alfonso Calza


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