31-08-2016

InSpace Architecture Paris: Sozialwohnungsbau und Familienzentrum

InSpace Architecture,

Paris,

Eigentumswohnungen,

Glas,

Das Büro InSpace gestaltet die Front des Boulevard de la Villette in Paris neu mit einem Sozialwohnungsbau, der sich an den Fassaden des Stadtviertels im Haussmann-Stil inspiriert, aber auch am Sitz der Kommunistischen Partei von Oscar Niemeyer. InSpace hat 14 Sozialwohnungen und die Büros des PMI von Paris entworfen.



InSpace Architecture Paris: Sozialwohnungsbau und Familienzentrum

Das Büro InSpace von Marta Mendonça & Gonzalo Galindo hat den Wettbewerb für die Realisierung eines Projekts für 14 Sozialwohnungen und ein Familienzentrum gewonnen. Das Gebäude steht am Boulevard de la Villette 73 in Paris. Der Auftrag wurde von der Immobiliengesellschaft SIEMP vergeben, die den Sozialwohnungsbau in Paris realisiert und verwaltet und betrifft die Gestaltung neuer Wohnungen und der Büros und Praxen des PMI, Centre de Protection Maternelle et Infantile von Paris.

Die Besonderheiten dieses Bauwerks, wie das Muster der Fassaden und der Grundriss stammen aus den Hinweisen, die die Architekten aus dem dichten urbanen Geflecht dieser Peripherie abgeleitet haben. Hier fügt sich das Haus Nr. 73 des Boulevard de la Villette als notwendige Ergänzung einer durchgehenden Straßenfront im Haussmann-Stil ein. Auf dem rechteckigen Grundstück mit einer Breite von 11 und einer Tiefe von 29 Metern schließt die Architektur die Straßenseite und belegt dabei ein ähnliches Volumen wie die angrenzenden Gebäude, öffnet sich aber unerwartet auf der Rückseite mit einem baumbestanden und nach Süden ausgerichteten Hof, damit auch alle der auf 7 Stockwerken verteilten Wohnungen ausreichend Licht und Sonne erhalten. Der Hof wird von zwei Patios bestimmt und trennt somit den Hauptkörper – ein mehrgeschossiger Turm mit Blick auf den Boulevard de la Villette – von dem sekundären Körper, der intimer gestaltet und nur zwei Etagen hoch ist. Das Erdgeschoss umfasst beide Baukörper in einer einzigen Architektur mit zwei Seelen: die eine imitiert und variiert dabei den Kanon der Fassaden der Zugangsstraße und verwendet dabei Glas und Metall als Verkleidung, während die andere mit einer Holzfassade, die auf die in der Anlage eingefügten grünen Akzente verweist, auf den Garten schaut. Die kompakte Nord-Ost-Seite nimmt die horizontalen Linien der Balkone der anliegenden Gebäude und die vertikalen Linien der Fenster aus dem 19. Jahrhundert auf. Hier kommen Glasvertäfelungen zu Einsatz, in denen die Öffnungen integriert sind.


Das regelmäßige Raster der Fassaden im Haussmann-Stil wird unterbrochen und im Rhythmus variiert. Dis erzeugt eine “Anomalie im architektonischen System”, die den Gegenwartsbezug des Eingriffs zeigt. Vergessen wir nämlich nicht, dass Oscar Niemeyer 1971 den Sitz der KP Frankreich an der Place du Colonel Fabienerbaute, in dem der Boulevard endet. Dabei handelt es sich um einen Bau aus Beton und Glas mit durchgehenden Fassade, den man in diesem Umfeld schlecht ignorieren kann. Der augenscheinlichen Undurchlässigkeit – die den Verkehr und den Lärm des Boulevard de la Villette ausschließen soll – stellt sich die Südfassade entgegen. Diese ist komplett mit Holz vertäfelt und wird ebenfalls von Öffnungen in einem konstanten Rhythmus getaktet, während die Oberflächen im Erdgeschoss mit Glas markiert sind. In den Obergeschossen befinden sich die Sozialwohnungen, im Erdgeschoss hingegen liegt der Sitz des PMI von Paris. Dies ist eine staatliche Institution, die Familien in Not unterstützt. Am Eingang auf den Boulevard de la Villette befinden sich die Empfangsräume. Der Wartesaal und die Toiletten sind um den ersten Innenhof angeordnet. Die Büros und die Arztpraxen liegen im hinteren Teil des Grundstücks und genießen somit das Tageslicht und auch die notwendige Intimität. Der interne Baukörper mit seinen zwei Etagen hat ein begrüntes Dach, das wiederum den Wohnungen der höhere Stockwerke eine häusliche Atmosphäre verleiht, da die Stadt außen vor bleibt und somit keinen Einfluss hat.

Mara Corradi

Architect: inSpace architecture (Marta Mendonça & Gonzalo Galindo) + Igrec Ingénierie + TRIBU HQE
Collaborators : Marie Thibaut, Estelle Fort, Alberto Morao
3D Images : Pix and Toast
Model : Modelmaker Workshop
Client:  SIEMP (Société immobilière d’économie mixte de la Ville de Paris)
Programme: 14 social housings and a protection centre for childhood-building BBC / Plan Climat
Area: 1400 sqm
Restricted competition, First Prize 
Completion: 2015
Structure in concrete
Facade in Boulevard de la Villette: aluminium and glass
Interior facades: wood (PEFC ou FSC)

http://inspace-architecture.com


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×