18-06-2014

Haus Hendee-Borg in Sonoma, Kalifornien. William O’Brien Jr

William O’Brien Jr.,

© Peter Guthrie,

USA,

Ville, Housing,

Zement,

Der Architekt William O’Brien Jr. vereint den Wunsch des Künstlers, mit seinen Werken zu leben und den Alltag mit den kreativen Momenten zu vereinen. Das Haus Hendee-Borg ist die Umsetzung dieser Synthese – ein zeitgenössisches Bauwerk in Kalifornien, das sich durch das für Industriebauten typische Sheddach auszeichnet.



Haus Hendee-Borg in Sonoma, Kalifornien. William O’Brien Jr

William O’Brien Jr. ist ein junger Architekt aus Massachusetts, der seine Gestaltung auf der geometrischen Kohärenz der von ihm geplanten Räume aufbaut. Das Haus Hendee-Borg in Sonoma, Kalifornien basiert in seinem Grundriss auf der Spiegelung der Räumlichkeiten und daraus resultieren auch die internen Wege. Das Referenzmodell für diesen Haustyp sind die Industriebauten, was O’Brien in der internen Raumaufteilung in große Räume aufgreift, die von zentral angeordneten Treppen miteinander verbunden werden. Der Bautyp wird aber auch im sägezahnförmigen Dach ersichtlich: Das Sheddach spielt auf die doppelte Seele des Werkes an – zum einen Wohnhaus, zum anderen Atelier.

Die Wünsche des Bauherren sind in der Tat grundlegend für die Definition des Layouts der beiden Etagen, in die das Volumen organisiert ist, denn hier müssen Wohnräume und Arbeitsräume zusammenleben. Diese Tatsache öffnet das Thema der gegenseitigen Beziehungen zwischen den privaten Räumlichkeiten, wie den Schlafzimmern, und den halböffentlichen Räumen, wie Living, Küche und Wohnzimmer aber auch mit dem Atelier und der Ausstellungsgalerie, welche diese voneinander trennt und gleichzeitig in Verbindung setzt.

Der Planer ordnet die beiden Schlafzimmer und die Badezimmer in der Mitte des Grundrisses des ersten Stocks an und um diese herum kommen dann alle anderen Räume, die somit von dem Hauptweg ausgeschlossen werden, was wiederum einen zweiten Weg erschließt, der dem Nachtbereich vorbehalten ist und in einem Treppenabsatz mündet. Die beiden Büros-Werkstätten befinden sich an den beiden entgegengesetzten Enden des ersten Stocks, in einer geschützten Position und auf zwei Seiten durch die raumhohen Eckfenster auf den Garten blickend.

Die Ausstellungsgalerie nimmt den gesamten Ostflügel des ersten Geschosses ein und bildet ein zentrales Vakuum, das auf den Living schaut. Auf diese Weise wird ein indirekter optischer und akustischer Dialog zwischen dem Erdgeschoss und der ersten Etage geschaffen. Dies erzeugt auch die beste Beleuchtung des Erdgeschosses.


Ein anderes grundlegendes Motiv des Projekts ist nämlich der Einfluss des Tageslichts. Das Haus hat auf drei Seiten verglaste Wände, ist aber im Osten komplett geschlossen: Hier ist es mit einem dichten Schindelmuster verkleidet, das mit dem davor liegenden Garten kommuniziert. Das ist die Seite, auf der sich die Galerie befindet und wo das Licht von oben einfällt – eben durch die im Sheddach eingelassenen Oberlichter. So wird das Licht verstärkt, es fällt – von den weißen Wänden gebrochen – bis in den Tagesbereich. Wenn die Sonne steigt, dann wird das unterschiedlich geneigte Sheddach indirekt beleuchtet. Die komplett verglaste Westfassade blickt auf die Terrasse, von der aus man die Abendsonne genießen kann, die den gesamten Tagesbereich im Erdgeschoss erhellt.

Mara Corradi

Entwurf: William O’Brien Jr.
Mitarbeiter: Bhujon Kang, Linda Yifei Zhang
Bauträger: Privat
Ort: Sonoma, Kalifornien (USA)
Planungsbeginn: 2011
Ende der Bauarbeiten: 2012
Metalldach
Betontragwerk
Boden aus Beton und Keramik
Bildnachweis: © Peter Guthrie

www.wojr.org


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