02-12-2015

Foster+Partners in Chateau Margaux: Ausbau und Sanierung

Norman Foster,

Nigel Young,

SPA, Geschaft,

Design,

Holz,

Sanierungs,

Norman Foster und sein Büro haben den Ausbau und die Sanierung von Domaine Chateau Margaux in der Nähe von Bordeaux ausgeführt. Die neue von Norman Foster geplante Weinkellerei möchte eine Kontinuität zum Bestand der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Anlage Chateau Margaux schaffen.



Foster+Partners in Chateau Margaux: Ausbau und Sanierung

Im Jahr 2009 wurden Norman Foster und sein Büro mit der Sanierung der Produktionsgebäude des Weinguts Chateau Margaux in der Region Bordeaux, Frankreich, sowie mit der Realisierung einer eigenständigen Architektur beauftragt, in der die neue Kellerei untergebracht ist. Das von Foster+Partner erneuerte Chateau Margaux wurde anlässlich der 200-Jahr-Feier im Juni 2015 eröffnet. Die Kombination eines Architekten wie Norman Foster, der einige der architektonischen Meisterwerke der letzten 30 Jahre gebaut hat und der Domaine Chateau Margaux, für einen Weinkenner eine der besten Kellereien der Welt, hat uns von der Redaktion Floornature neugierig gemacht, weshalb wir uns dieses Bauwerk näher angeschaut haben.
Wahrscheinlich ist für denjenigen, der an einem architektonischen geschichtsträchtigen Bestand arbeitet, der auf einer weltbekannten Tradition aufbaut, eine der schwierigsten Herausforderungen, die Elemente der Kontinuität zu finden: damit nichts die hehre Vergangenheit verneint und gleichzeitig der Raum erneuert und den neuen Produktionsanforderungen einer Weinkellerei angepasst wird. 

Die architektonische Geschichte der Domaine Chateau Margaux begann 1840, als der Marquis de la Colonilla anscheinend nach der Konfiszierung durch die Französische Revolution, eine bereits im 16. Jahrhundert bekannte Winzerei erstand und beschloss, das Etikett auszubauen. Zuerst bestellte er Louis Combs, einen bekannten französischen Architekten an seinen Hof, den er mit dem Bau eines neoklassischen Schlosses beauftragt, als Fluchtpunkt der Perspektive, wie sie von der Baumallee geschaffen wird, über die man zum Gut gelangt. Dazu gesellt sich im Südosten eine Industrieanlage, die um einen großen Hof angeordnet ist und die Kellerei und die Orangerie beherbergt. Diese Baukörper stammen zwar aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts, können aber keinem bestimmten Planer oder Stil zugeordnet werden. Wie Norman Foster selbst sagt, handelt es sich hierbei vielmehr um einen traditionellen Ausdruck, der vielen anderen Werken mit praktischen Funktionen gemein ist, wie Brücken, Windmühlen, Dämme, die anonym sind, da sie einfach aus dem praktischen Sinn und Wissen der Zeit resultieren.


In diesen Kontext fügt sich die von Foster gestaltete neue Kellerei als Erweiterung von Chateau Margaux ein. Das Gebäude hat eine Metallstruktur, die aus einer Reihe von Pfeilern besteht, die in ihrer Schlankheit und Biegungen an Bäume erinnern, deren Zweige sich in ein Raster mit dreieckigen Modulen verlängern. Dieses Muster trägt das große Dach mit seinen vier Giebelseiten, das in der Form und in der Verkleidung an die alte Anlage aus dem 19. Jahrhundert anspielt. Von dieser allerdings unterscheidet es sich in der Höhe, um die natürliche Belüftung zu nutzen, die sich so unter dem Dach bildet. Hier ist der Raum auf zwei Ebenen organisiert. Das mit Holz verkleidete Erdgeschoss enthält die Kellerei, im Obergeschoss, das Repräsentanzzwecken dient und auf den Nord und Südseiten verglast ist, und entsteht als Belvedere auf das gesamte Weingut. Das Dach öffnet sich mit einigen verglasten und als Lichtschächte eingelassenen Elementen der Morgensonne. Hier gibt es keinerlei Dekoration, mit Ausnahme – und um es mit den Worten von Foster selbst zu sagen – der anonymen Ästhetik des Tragwerks, das aufgrund seiner Farbe und des optischen Eindrucks nicht mit Bestand kontrastiert, um etwas anderes zu sein. Jedes Element wird in Kontinuität gesehen, aber auch beim Betrachten des Abdrucks von oben, weshalb die neue, im Osten abgeordnete Kellerei, die Gesamtkomposition balanciert.

Mara Corradi

Foster+Partners Design Team (Norman Foster, Taba Rasti, Narinder Sagoo, Pablo Urango, Manuel Fernandez, Jaime Valle, Stefan Popa, Ana Fernandez, Martinez Begoña, de Abajo Rosella Stina)
Foster+Partners Engineering Team (Roger Ridsdill Smith, Andrea Solignon, John Larkey, Arthur Lapeyrere, Chris Trott, Dorothee Woollard, Laura Smith, James Wroot, Wolfgang Muller, Umesh Patel)
Collaborating Architect: A3A Cabinet d’Architecture (Guy Tropres, Carolin Tropres, Anne Sophie Tropres)
Structural Engineer: Ingerop 
Mechanical Engineer: Secath
Wine Making Engineer: Ingerop
Lighting  Engineer: KEE
Lighting  Consultant: Claude Engle Lighting Consultants
Location: Margaux, France
Client: SCA Château Margaux
Appointment: 2009
Construction Start: 2012
Projected Completion: 2015
Area (Gross): Refurbishment of existing orangery: 640 sqm
Refurbishment of existing winery: 1500 sqm
New Chai: 1,200 sqm
New Vinothèque: 1,430 sqm
Structure: Steel diagrid supported on tree-shaped columns for the new Chai, in situ and precast concrete in the Vinothèque and timber in the existing structures
Materials: Lime treated natural timber cladding, glass

Existing Winery:
Number of Floors: Single storey building
Building Height: 10m
Structure: Timber Structure
Materials: Lime treated natural timber cladding, glass

Vinothèque:
Number of Floors: Single storey building plus mezzanine
Building Height: 10m
Building Length: 70m
Structure: In situ and precast concrete
Materials: Lime treated natural timber cladding, glass, concrete

Sustainability: This building incorporates the thermal mass of the earth,
Together with its heavy concrete structure, to minimize energy
consumption required to keep the optimal thermal conditions
for the ageing of wine.

Photographies by Nigel Young

http://www.fosterandpartners.com
http://www.chateau-margaux.com/fr/


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