29-09-2021

Die neue Fassade des Grand Théâtre de Québec wurde von Lemay und Atelier 21 entworfen

Atelier 21, Lemay,

Theatres,

Die kanadischen Architekten Lemay und Atelier 21 haben vor Kurzem die neue Fassade des Grand Théâtre de Québec eingeweiht, mit der sie aus einem 2015 von der Société du Grand Théâtre ausgeschriebenen Wettbewerb als Sieger hervorgingen. In diesem besonderen Fall entschieden sich die Architekten dafür, die ursprüngliche Außenstruktur zu erhalten und zu schützen, die bereits eine Ikone der brutalistischen Architektur des letzten Jahrhunderts und der Standort eines wertvollen Wandgemäldes von Jordi Bonet ist. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiteten Lemay und das Atelier 21 an einer großen Glas- und Stahlverkleidung, die die Vergangenheit dieses bedeutenden Gebäudes aufnimmt, ohne sie zu verbergen, und sie durch die Wahl der Materialien in die zeitgenössische Welt projiziert. Das Projekt hat zahlreiche nationale Wettbewerbe gewonnen und eine Ehrennennung bei den International Design Awards erhalten.



Die neue Fassade des Grand Théâtre de Québec wurde von Lemay und Atelier 21 entworfen

Das Grand Théâtre de Québec in Kanada ist ein historisches Gebäude, eine Ikone des Brutalismus und ein Symbol für das Ende der Stillen Revolution. Das von Victor Prus erbaute und 1970 eröffnete Gebäude wurde dieses Jahr, fünfzig Jahre später, mit einer neuen Fassade des Ateliers Lemay in Zusammenarbeit mit Atelier 21 zum zweiten Mal eingeweiht.

Gehen wir einen Schritt zurück. Verschiedene Wasserschäden hatten die Außenhülle des Theaters aus Betonfertigteilen brüchig und gefährlich gemacht. Der Wunsch des Bauherrn war es daher, sie zu erhalten, um das ursprüngliche Projekt zu ehren und das historische und wertvolle Wandgemälde von Jordi Bonet direkt an der Innenseite der Wände zu schützen, eines der größten gravierten Wandgemälde der Welt. Ausgehend von diesen gestalterischen Zwängen hat die Société du Grand Théâtre de Québec 2015 einen Wettbewerb ausgeschrieben, der eindeutig dem Erhalt des bestehenden Gebäudes gewidmet war und den die Zusammenarbeit zwischen Lemay und Atelier21 Studios gewann. Das Projekt erhielt den Preis, weil es mehr als andere in der Lage war, die materiellen Elemente der Zeitgenossenschaft zu nutzen, indem es sich nicht auf eine einfache Konservierung beschränkte, sondern das ursprüngliche Projekt von Victor Prus aus dem Jahr 1970 aufgriff.

Lemay und Atelier 21 entwarfen eine neue Fassade für das Theater aus Glas und Stahl. Es handelt sich um eine zweite transparente Haut auf der bestehenden Fassade, die ebenfalls durch Stahl verstärkt ist. Durch diese gestalterische Maßnahme ist es gelungen, dem Grand Théâtre eine neue, zeitgemäße Form zu geben und gleichzeitig das ursprüngliche Gebäude in seiner Gesamtheit zu erhalten.

Jetzt schützt die dünne Glaswand den Fertigbeton vor den natürlichen Elementen und schafft eine temperierte sekundäre Hülle, die unter anderem eine verbesserte Energieeffizienz bei minimalen Kosten ermöglicht. Dies alles dank des Wärmerückgewinnungssystems mit geringem Durchfluss. Aus ästhetischer Sicht, so die Architekten in der Pressemitteilung, spiegelt die neue Fassade des Grand Théâtre nüchtern und manchmal fast immateriell die Umgebung wider und wird zur Hauptschnittstelle mit der Stadt, wodurch die Entdeckung dieses bedeutenden Werks in Québec an Dramatik gewinnt.

Verschiedene nationale und internationale Organisationen haben den Wert der Arbeit von Lemay und Atelier 21 anerkannt, die in weniger als einem Jahr sechs Auszeichnungen erhalten haben, darunter die Awards of Excellence in Steel Construction (CISC), den Award of Excellence des Royal Architecture Institute of Canada, den Green Building Award des SAB Magazine und zwei Goldmedaillen beim Gran Prix du Design sowie eine lobende Erwähnung bei den International Design Awards und den Publikumspreis im Wettbewerb der Québec Association of Architects.

Eric Pelletier, der für das Projekt verantwortliche Architekt von Lemay, fasst zusammen: “Wie bei einem Stück, das vor 50 Jahren geschrieben wurde, mussten wir dem Grand Theatre neues Leben einhauchen, indem wir eine neue Sprache benutzten, die besser auf die neue Generation abgestimmt war, ohne dabei das Originalwerk von Prus zu vernachlässigen.”
Jetzt ist das Grand Théâtre bereit für weitere fünfzig Jahre Aufführungen, immer in seinem historischen Rahmen, einer Ikone der kanadischen brutalistischen Architektur, aber mit der zusätzlichen strukturellen Ruhe und dem Stil, den die moderne Technologie und Ästhetik bieten.

Francesco Cibati

Location: Quebec City, QC, Canada
Typology: Architecture, Renewal, Structural engineering
Project year: 2015
Construction year: 2020
Project: Lemay and Atelier 21
Client: Société du Grand Théâtre de Québec
Levels: 5
Cost: 30,3m €
Pictures: Stephane Groleau + Courtesy of the architects
Video: https://www.youtube.com/watch?v=szFeG1WRZnk


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