22-01-2021

DAP studio neue Universitätsresidenz Palestro 3 Turin

DAP studio,

Barbara Corsico,

Turin,

Residenzen,

DAP studio hat ein historisches Gebäude im Zentrum von Turin in ein neues Universitätswohnheim verwandelt. Die Architekten haben die sieben Stockwerke renoviert und aufgewertet, wobei sie die faszinierende und elegante Atmosphäre des historischen Gebäudes bewahrt haben, ohne auf zeitgenössische Ergänzungen zu verzichten, um Wohnungen mit hohem architektonischem und kompositorischem Anspruch zu erhalten.



DAP studio neue Universitätsresidenz Palestro 3 Turin

In Turin hat DAP studio ein historisches Gebäude im Stadtzentrum restauriert und auf einen zeitgemäßen Standard gebracht, einschließlich Energieeffizienz, um es für seine neue Funktion als Universitätswohnheim geeignet und komfortabel zu machen. Es handelt sich um ein historisches Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das sich in einer strategischen Lage zwischen Piazza Castello und Porta Susa befindet und einer Immobiliengesellschaft gehört. Der Bauherr entschied sich, das Gebäude zu sanieren und ihm neues Leben einzuhauchen, indem er es von Büroflächen in Universitätswohnungen umwandelte. Der Auftrag wurde DAP Studio aufgrund der Erfahrung mit dem Thema der Wiederverwendung und des Interesses an den Fragen des zeitgenössischen Lebens anvertraut. Das Projekt umfasste das gesamte Gebäude, 2.500 Quadratmeter, die sich in einem L-förmigen Grundriss um den zentralen Innenhof gliedern und über 7 Etagen, einschließlich Dachgeschoss und Keller, verteilt sind.

Die Architekten haben an zwei verschiedenen Registern gearbeitet: der Wiederherstellung der prestigeträchtigen Fassaden und der kompletten Renovierung der Innenräume. An der Außenseite befanden sich nämlich noch wertvolle antike und dekorative Teile, und so wurden die vorhandenen Fensterläden, Brüstungen, Fensterbänke und Simse wiederhergestellt, während die Fensterrahmen, Fallrohre und Dachrinnen ersetzt wurden. Der äußere Eingriff umfasste auch die Reinigung der Fassaden und die Wiederherstellung der ursprünglichen Farben durch Bemusterung der vorhandenen. Ein neues Beleuchtungssystem wurde ebenfalls entworfen, um das Gebäude im städtischen Kontext aufzuwerten.
Das Innere hingegen war im Laufe der Zeit zahlreichen Nutzungsänderungen unterworfen, die jedes wertvolle Element des ursprünglichen Gebäudes verändert und ausgelöscht haben. Die Architekten haben daher die Aufteilung der Räume komplett überarbeitet und alle nicht-strukturellen Trennwände sowie die im zwanzigsten Jahrhundert vorgenommenen Veränderungen beseitigt, um die ursprüngliche Aufteilung wiederherzustellen und die wichtigsten und hochwertigsten Elemente wieder sichtbar zu machen. Die Tonnen- und Kreuzdecken wurden freigelegt und mit entsprechender Sandstrahlung auch die massiven Ziegelwände, die zuvor mit Putz verkleidet waren. Vor allem in den Gemeinschaftsbereichen ist das Innere nun durch starke Farbkontraste zwischen der ursprünglichen Struktur aus freiliegenden Ziegeln und den Trockenelementen aus schwarzem Eisen geprägt. Alle neuen Bauarbeiten wurden in Trockenbauweise ausgeführt, um immer leicht und reversibel zu sein, eine Wahl, die die ursprüngliche Konstruktion betont und respektiert und ihr eine präzise Identität verleiht.

Insgesamt umfasst das Projekt den Bau von 19 Wohnungen, die maximal 82 Nutzer beherbergen können, sowie von Gemeinschaftsbereichen und Dienstleistungen. Letztere sind alle im Untergeschoss und im Erdgeschoss verteilt, von wo aus es auch einen Zugang zum Innenhof gibt, der nun zu einem Ort der Geselligkeit und des Austauschs geworden ist. Die Wohnungen entsprechen unterschiedlichen Bedürfnissen (Einzelzimmer, Doppelzimmer, mit oder ohne eigenem Bad) und sind Zwei- und Dreizimmerwohnungen, die sich vom ersten bis zum fünften Stock (Dachgeschoss) verteilen. Durch den Einsatz von nicht-invasiven Anlagentechniken, aber mit einer bedeutenden Energieleistung, konnte eine Struktur erreicht werden, die die Eindämmung der Kosten und des Energieverbrauchs im Vergleich zum ursprünglichen Gebäude deutlich verbessert hat.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of DAP studio, photos by Barbara Corsico

Project Name: Palestro 3
Location: Torino, Italy
Client: Reale Immobili SpA
Timing: Project (2015), building site ( 2017-2018)

Building size: 2500 square metres
Architects: DAP Studio (Elena Sacco, Paolo Danelli)
Coordinator: Pierpaolo Danelli, Dap Studio
Structural Engineers: Proges srl
Systems Engineers: Proges srl
Construction Management: Antonio Presicce, 3+Progetti
Operational plant management: Giorgio Colletti, Colletti Ingegneria
Art direction: Pierpaolo Danelli, Dap Studio

Photos: Barbara Corsico


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×
×

Bleiben Sie in Kontakt mit den Protagonisten der Architektur, abonnieren Sie den Floornature-Newsletter