13-03-2018

Balkrishna Doshi gewinnt den Pritzker-Preis 2018

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Der Architekt Balkrishna Doshi hat den Pritzker Architecture Prize 2018 gewonnen und ist der erste indische Architekt, der mit dem “Nobelpreis” der Architektur ausgezeichnet wird.



Balkrishna Doshi gewinnt den Pritzker-Preis 2018

Der Architekt Balkrishna Doshi, Gewinner des Pritzker Architecture Prize 2018 ist 90 Jahre alt. In den 40 Jahren der Geschichte dieses 1979 eingerichteten Preises ist es der erste indische Architekt, der mit dieser internationalen Anerkennung ausgezeichnet wird, die auch als “Nobelpreis der Architektur” bekannt ist.

"Meine Arbeiten sind eine Erweiterung meines Lebens, meiner Philosophie und meiner Träume (...). Ich habe diesen wertvollen Preis meinem Guru, Le Corbusier, zu verdanken", so lauten die ersten Stellungnahmen des Architekten Balkrishna Doshi. Mehr als 60 Jahre Karriere für den Mann, der als lebendes “Denkmal” der indischen Architektur gilt und der seine lange Laufbahn mit zwei bedeutenden Meistern der internationalen Architektur begonnen hat, nämlich Le Corbusier und Louis Kahn.
Für Le Corbusier hat er die Projekte von Chandigarh und Ahmedabad beaufsichtigt, darunter das Mill Owner's Association Building (Ahmedabad, 1954) und das Shodhan House (Ahmedabad, 1956). 1956 hat Balkrishna Doshi oder Doshi, wie er genannt wird, sein Büro Vastushilpa gegründet, das später in Vastushilpa Consultants umbenannt wurde. 1962 begann die Zusammenarbeit mit Louis Kahn, die über ein Jahrzehnt anhielt und mit dem Bau des Indian Institute of Management in Ahmedabad und anderen Projekten verbunden war. Die ersten Werke des Architekten enthalten zahlreiche Verweise auf die Leben der beiden großen Meister. Im späteren Verlauf hat bei den Werken von Doshi der Einfluss von Le Corbusier und Louis Kahn, zu sehen vor allem in den mächtigen Architekturen aus Sichtbeton, einem steigenden Verständnis und Schätzung der traditionellen indischen Architektur Platz gemacht. Doshi hat eine eigene architektonische Stilsprache in Harmonie mit der Geschichte, der Kultur und den lokalen Traditionen seines Lands Indien entwickelt.

Bei der Begründung des Preisgerichts des Pritzker Architecture Prize wird an die lange berufliche Laufbahn erinnert: der Einsatz und die Widmung für das Land und die Gesellschaft, für die er über 100 Gebäude entworfen und gebaut hat, seine Lehrtätigkeit und den Einfluss, den er auf Professionisten und Studenten aus aller Welt ausgeübt hat. Die Jury hat zudem betont, dass seine Werke sich nie der Faszination gegenüber Moden oder Trends gebeugt hat und erkennt ein tiefes Verantwortungsbewusstsein bei seinem Beitrag zur indischen Gesellschaft an, wo er “authentische Architekturen” von hoher Güte für Stadtverwaltungen, öffentliche Einrichtungen und Privatbürger gestaltet hat. In seiner langen Laufbahn hat er - seit seinem ersten gebauten Werk aus dem Jahr 1950 - zahlreiche Sozialwohnungsbauprojekte realisiert, so dass Doshi selbst im Jahr 1954 von sich gesagt hat, dass die Planung der für die ärmsten Schichten der indischen Gesellschaft am Besten geeigneten Bauten seine persönliche “Mission” war.
Eine Aufgabe, auf die der Architekt mit Projekten geantwortet hat, die das soziale und wirtschaftliche Umfeld berücksichtigen, in dem sie realisiert werden mit Architekturen, die den Themen und Kriterien entsprechen, die heute der Nachhaltigkeit zugeschrieben werde. Beispiele sind die Höfe und überdachten Wege, die einen höheren passiven Widerstand gegen die Sonneneinstrahlung gewähren und dabei die natürliche Belüftung fördern bei Werken wie der School of Architecture (1966, jetzt CEPT), dem Madhya Pradesh Electricity Board in Jabalpur (1979), dem Indian Institute of Management di Bangalore (1992).

Balkrishna Doshi wird den Pritzker Architecture Prize im Laufe der offiziellen Feier erhalten, die am 16. Mai 2018 im Aga Khan Museum von Toronto stattfindet.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of VSF
pritzkerprize.com
Hashtag: #pritzkerarchitectureprize


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