23-10-2020

Antonio Virga Architecte Le Grand Palais Cinema und Museumsraum in Cahors

Antonio Virga Architecte,

Pierre Lasvenes, Luc Boegly,

Cahors, France,

Kinos, Museen,

"Le Grand Palais" ist ein neuer Multiplex-Kino- und Museumsraum, der vom Architekten Antonio Virga für die Stadtverwaltung von Cahors in der französischen Region Okzitanien entworfen wurde. Das Projekt ist Teil des umfassenderen Masterplans für die urbane Sanierung von Place Bessières, eines großen Platzes und ehemaligen Militärgeländes im alten Stadtzentrum, das vor kurzem in einen einladenden städtischen Raum umgewandelt wurde.



Antonio Virga Architecte Le Grand Palais Cinema und Museumsraum in Cahors

In der französischen Region Okzitanien und genau in Cahors, einer Stadt antiken gallo-römischen Ursprungs, die vom Fluss Lot durchquert wird, hat der Architekt Antonio Virga das Projekt "Le Grand Palais", ein neues Multiplex-Kino mit Museumsräumen, entworfen. Das Projekt, das für die Stadtverwaltung und die Société Cadurcienne d'Exploitation Cinématographique erstellt wurde, ist Teil eines umfassenderen Masterplans für die Stadtsanierung, der das gesamte Gebiet des Place Bessières abdeckt.
Der Platz war früher ein militärischer Standort und beherbergte eine Kaserne, le Grand Palais nimmt den östlichsten Flügel des 1943 durch einen Brand zerstörten Komplexes ein und liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Lauf des Flusses Lot entfernt, nördlich des historischen Zentrums der Stadt. In den folgenden Jahren als Parkplatz genutzt, wurde Place Bessières dank des neuen Sanierungsplans der Stadt als ein einladender städtischer Raum zurückgegeben, der hauptsächlich für Fußgänger bestimmt ist und im Zentrum eine große Grünfläche namens “die Oase” aufweist. In diesem Zusammenhang spielt das Projekt des Architekten Antonio Virga eine wichtige Rolle, Le Grand Palais wird zu einem bedeutenden Wahrzeichen für die Stadt und zu einem Anziehungspunkt für die Bürger, der sie dazu ermutigt, den neuen Stadtraum zu nutzen. Das neue Gebäude beherbergt das Kino mit seinen sieben Sälen für etwa 1051 Plätze und, mit einem separaten Eingang, das Museum des Widerstands. Das Gebäude, das zuvor das Museum beherbergte, war abgerissen worden, um den Sanierungsplan für den Platz und den Bau von Le Grand Palais durchzuführen. Aus kompositorischer und planimetrischer Sicht entwarf der Architekt Antonio Virga ein Gebäude, das sich harmonisch in die strenge Logik der auf dem Platz vorhandenen großen Militärkomplexe und öffentlichen Gebäude des 19. Jahrhunderts einfügt und diese Bautradition in einem zeitgenössischen Schlüssel wieder aufgreift und neu interpretiert. Das Projekt ist von einigen Schlüsselkonzepten wie der Einfachheit der Linien und Geometrien sowie von einer sorgfältigen Auswahl der Baumaterialien inspiriert, die dazu beitragen, ein einheitliches Bild des Kontexts wiederzugeben.
Le Grand Palais besteht aus zwei verschiedenen Volumen, eines aus Ziegelstein und das andere mit vergoldeten Aluminiumpaneelen verkleidet, zwei verschiedene Seelen für dasselbe Gebäude, die in Bezug auf den öffentlichen Raum zwei verschiedene Rollen spielen. Der erste Baukörper steht in direktem Dialog mit dem historischen Gedächtnis der Orte, aus denen er das Baumaterial seiner Wahl entnimmt, den natürlichen Lehmziegel, der auch in der nahe gelegenen Tour du Pape Jean XXII, vorhanden ist und eine direkte Verbindung zum Territorium und zur historischen Architektur der Stadt herstellt. Die Materialität der Verkleidung lässt das Volumen wie einen Monolithen erscheinen, während die Textur der Fassaden, die aus einem Wechsel von Hohlräumen und Ziegelsteinen entsteht, tagsüber Schattenspiele und nachts Lichter erzeugt, die ihr Leichtigkeit verleihen und sie in ein erkennbares urbanes Wahrzeichen verwandeln. Der zweite Baukörper, der mit einer vergoldeten Aluminium-Metallhaut überzogen ist, setzt diese Aufgabe fort und erscheint an den ersten Baukörper angelehnt, dessen Verlängerung er wird. Der chromatische Kontrast zwischen dem hellen Ziegelstein und dem vergoldeten Metall erinnert an die Farben des historischen Zentrums von Cahors, wieder einmal trifft der Architekt Antonio Virga eine Wahl, die die Zugehörigkeit des Gebäudes zum Kontext unterstreicht, aber gleichzeitig nicht darauf verzichtet, seinen Gegenwartsbezug deutlich zu deklarieren.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Antonio Virga Architecte photo by © Luc Boegly © Pierre Lasvenes

Location: Place Bessières, 46000 Cahors
Programme: 7-theater cinema, 1,051 places (with an independent museum space)
Client: Mairie de Cahors / Société Cadurcienne d'Exploitation Cinématographique

Architects: Antonio Virga Architecte (architect) / Miguel Allen (project manager) / Grue (landscape architect), Projex (BET TCE), Diagobat (acoustic consultant), PhA (lighting engineer), Stefania Corrado (graphic design)
Surface: theater cinema and museum space : 3 653 m² / place Bessières urban space : 8 500 m²
Total cost: €8,685,180 excl. VAT (€4,417,010 for the raw shell + €1,987,570 for the interior design + €2,280,600 for the outdoor enhancements
Calendar: Delivered in december 2019

Photos credits:
© Luc Boegly (photos 1-20)
© Pierre Lasvenes (drone) (photos 21-25)


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