24-08-2018

Akihisa Hirata: Tree-ness house, Haus und Kunstgalerie in Tokio

Akihisa Hirata,

© Vincent Hecht ,

Tokio, Japan,

Wohnung, Exhibition Center,

Vorsprünge, Treppen und Terrassen prägen das Tree-ness House von Akihisa Hirata im Tokioter Stadtteil Toshimaku. Im Auftrag des Galeristen Taka Ishii als Haus und Atelier in Auftrag gegeben, überrascht das Tree-ness House mit seinen aus Beton geschnitzten organischen Formen.



Akihisa Hirata: Tree-ness house, Haus und Kunstgalerie in Tokio
Nach 8 Jahren Arbeit für Toyo Ito gründete Akihisa Hirata 2005 sein eigenes Studio und arbeitete bereits 2009 an einem privaten Großauftrag, der später zum Tree-ness House im Tokioter Stadtteil Toshimaku wurde.
Die Idee entstand aus einer Ausstellung, die der Architekt Akihisa Hirata einige Jahre zuvor in einer der Kunstgalerien von Taka Ishii eingerichtet hatte. Der japanische Kaufmann beauftragte den jungen Architekten mit dem Bau eines neuen Hauses in der Hauptstadt, das auch einen Büro- und Ausstellungsraum umfassen sollte, um über das Konzept der White Box hinauszugehen.
Akihisa Hirata begann an der Idee zu arbeiten, persönliche und halböffentliche Räume zu vermischen, beginnend mit der Dekonstruktion der Teile und dem Einfügen des natürlichen Elements als weitere Kontamination, diesmal mit der Stadt.
Der erste Entwurf sah eine Entwicklung auf 8 Etagen vor, aber nach dem Erdbeben von 2011, das das Kernkraftwerk Fukushima traf, kam das Projekt zum Stillstand und wurde aufgrund neuer erdbebensicherer Vorschriften auf 5 Etagen reduziert. Auf einem eher schmalen, rechteckigen Grundstück platziert und zwischen den anderen Wohnungen eingepfercht, bietet die Architektur im Erdgeschoss eine halböffentliche Umgebung, die vollständig in sich geschlossen ist und einen Zugangsraum für Autos bietet. Ein zweiter Ausstellungsraum befindet sich im ersten Stock, der mit den ersten Räumen der Wohnung von Taka Ishii geteilt wird, deren Zimmer auf verschiedenen Ebenen bis zur Dachterrasse verteilt sind.
Akihisa Hirata wollte, dass das Tree-ness House den organischen Aspekt einer Reihe von Blöcken hat, Räume unterschiedlicher Größe, die die verschiedenen Tages- und Nachtbereiche beherbergen. In dieser ersten Phase der Komposition zeichnete er das, was er "Falten" nannte, um in diesen dann Grün wachsen zu lassen. Drei Sichtflächen, die sich durch perfekt poliertes, freiliegendes Zementmaterial, weiß gestrichenen Beton für die Falten und natürliches Grün auszeichnen. Die Inspiration ist die eines lebenden Organismus mit Entwicklungspotenzial für den Teil, der das Grün betrifft.
Dank dieser klaren Synthese hebt sich die Architektur in der Stadtlandschaft ab, wobei sie in viele Zellen unterschiedlicher Proportionen zerlegt und ohne geometrisches Raster angeordnet wird. Eine Ordnung, die auch durch die Anwesenheit von Brüstungen, die durchsichtig oder sehr schlank und aus Metall sind, nicht untergraben wird und völlig aus dem Blickfeld verschwindet.
Das Gebäude scheint aus dem Hohlraum in der Mitte des Plans zu stammen, der sich vertikal vom Parkplatz bis zur Terrasse erstreckt. Ein Teil der Räume des Hauses ist durch große Fenster indirekt beleuchtet, während sich neben den Wänden der Aufzugsschacht, das Treppenhaus und die Bäder befinden, die Teil eines technischen Kerns sind. Die Ausblicke mit Terrassen und "Falten" sind auf allen Seiten gleichmäßig verteilt und werden mit wachsender Gebäudehöhe, wie bei einem grünen Berg, immer schmaler.
Wenn man an den japanischen Wohnraum denkt, der normalerweise so zurückhaltend und introspektiv ist, erscheint das Tree-ness House im Gegensatz dazu zu stehen, und wahrscheinlich sind diejenigen, die es in der komprimierten Landschaft des Toshimaku-Viertels sehen, gerade deswegen fasziniert und erstaunt. Die "Falten" vermitteln den Wunsch nach Verschmelzung von Innen und Außen und die Treppen zwischen den Terrassen eröffnen einen unerwarteten Dialog mit der Stadt. Wie der Architekt sagt, werden Außen- und Innenräume immer wieder umgedreht in der Vorstellung, dass auch die Nachbarschaft die unerwartete Natur genießen kann. Die Innenräume sind eine ungewöhnliche Kombination von kleinen Räumen, die nie ganz in sich geschlossen sind: Die mehrstöckigen Räume erlauben es, ungewöhnliche Perspektiven zu lesen und erzeugen eine intensives Gefühl der Kontinuität zwischen den Räumen. Draußen drückt sich diese Wahl durch dynamische Perspektiven aus, in denen der Rhythmus durch den Wechsel von Öffnungen und grünen Terrassen gegeben ist.

Mara Corradi

Architects: Akihisa Hirata
Principal architect: Akihisa Hirata 
Project architect:  Yuko Tonogi
Design team:  Kohei Oba, Masatoshi Sugiyama 
Client: Taka Ishii
Location: Tokyo, Japan
Site area: 139.55 sqm
Building area: 99.68 sqm
Gross Floor Area: 331.38 sqm
Building scope  5F
Height: 17.70 m (maxim) 
Design period: 2014. 6-2015. 9
Construction period: 2015-2017
Completion: January 2017
Structural engineer: Masato Araya (OAK), Takashi Manda (tmsd), Taijiro Kato (tmsd)
Facility engineer: Kazuhiro Endo, Sho Takahashi (EOS plus)
Planting designer: Yuichi Tsukada (Onshitsu)
Textile designer: Yoko Ando, Kasumi Yamaguchi (Yoko Ando Design)
Construction: Akira Ohara, Satoshi Kikuchi (Oharakomusho)
Planting Construction: Yasuyuki Ikegami (Ikegami)
Photographer: © Vincent Hecht 

http://hao.nu/
http://www.takaishiigallery.com/en/

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