24-08-2021

Snøhetta – Erweiterung und Landschaftsgestaltung für das Ordrupgaard Museum

Snøhetta,

Laura Stamer,

Danimarca,

Museen,

Das Architekturbüro Snøhetta stellte vor kurzem sein neues Projekt für die Erweiterung und Landschaftsgestaltung des Ordrupgaard-Museums in der Nähe von Jægersborg Dyrehave, nördlich von Kopenhagen/Dänemark, vor. Hierbei ließ es sich von den Gemälden der französischen Impressionisten inspirieren. Das Museum beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen französischer und dänischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts und wurde bereits im Jahr 2005 nach einem Entwurf der Architektin Zaha Hadid erweitert.



Snøhetta – Erweiterung und Landschaftsgestaltung für das Ordrupgaard Museum

Das Ordrupgaard-Museum liegt etwa 10 km nördlich von Kopenhagen, in der Nähe des Waldparks Jægersborg Dyrehave, in einer Landschaft mit jahrhundertealten Eichen und wilden Tieren. An diesem Ort, der ein perfektes Motiv für ein Gemälde sein könnte, hat das Architekturbüro Snøhetta die Erweiterung des Museums entworfen, die sich an der Erforschung des Lichts durch die impressionistischen Maler orientiert.
Das Ordrupgaard-Museum beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen französischer und dänischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine der Hauptattraktionen des Museums ist die ständige Sammlung französischer impressionistischer Gemälde. Das ursprüngliche Gebäude wurde während des Ersten Weltkriegs errichtet und war ein neoklassizistisches Landhaus mit drei Flügeln. Später, im Jahr 2005, wurde eine erste Erweiterung des Museums mit einer Fläche von 1.150 m2 gebaut: ein neues Volumen aus Glas und schwarzem Lavazement, das von der Architektin Zaha Hadid entworfen wurde und als Ort für Sonderausstellungen genutzt wird.
Der von Snøhetta entworfene Erweiterungsbau hat den diskreten Charme eines Projekts, das größtenteils unterirdisch gebaut wurde. Eine Intervention, die fünf neue Ausstellungsräume schafft und zum Teil in die Landschaft integriert ist. Da sie sich in das Gelände eingräbt, entsteht ein ganzheitlicher, durchgehender Rundgang durch das gesamte Museum, seinen Park und die umliegenden Gärten. Drei der neuen Ausstellungsräume sind der ständigen Sammlung des Museums gewidmet, von denen der größte teilweise von außen einsehbar ist und von den Architekten den Spitznamen „Himmelhaven" (Himmelsgarten) erhalten hat. Von außen wirkt das Volumen wie eine monolithische, aus der Erde gehauene Stahlskulptur – ein vergrabener Schatz, der teilweise freigelegt wurde. Die Stahlpaneele, die das Volumen bedecken, haben verschiedene Facetten, die das Sonnenlicht reflektieren, so dass das Gebäude seine Farbe mit den Jahreszeiten und den wechselnden Wetterbedingungen ändert. Dies ist eine Hommage der Architekten an impressionistische Maler wie Manet, Monet, Degas und Renoir und deren Erforschung des Lichts. Ein diagonaler Einschnitt in der Struktur ermöglicht den Zugang zu einer Steinbrücke, welche Besucher zum Haupteingang des von Zaha Hadid entworfenen Erweiterungsbaus führt. Die Struktur, die das Äußere des Himmelhavens umgibt, ist in die Erde eingegraben, mit Sitzgelegenheiten und integrierter Beleuchtung. Es ist ein Ort, an dem das Publikum während seines Museumsbesuchs innehalten und verweilen kann. Die Architekten sehen es als „drittes Parterre", das die Landschaft fortsetzt und eine Verbindung zwischen dem englischen Park und dem kleinen französisch inspirierten Rosengarten nebenan herstellt.
Die beiden anderen neuen Ausstellungsräume von Snøhetta knüpfen auch in der Wahl der Farben und Materialien an den Entwurf von Zaha Hadid an und verbinden ihn mit dem ursprünglichen Gebäude des Museums und seiner ständigen Gemäldesammlung. Wie eine kostbare Schatulle, die außen durch Metall und innen durch Samt geschützt ist, sind alle neuen Innenräume des Museums mit Böden, Wänden und Decken aus Eichenholz ausgestattet, was eine einladende, helle und warme Atmosphäre erzeugt. Durch einen diskreten, aber wirkungsvollen Eingriff fügt sich der neue Erweiterungsbau respektvoll in seinen Kontext ein und bereichert das Museumserlebnis durch die Schaffung eines Rundwegs durch das gesamte Ordrupgaard-Museum und seine Gärten.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Snøhetta, photo by Laura Stamer

Project Name: Ordrupgaard Museum
Location: Charlottenlund, Denmark
Client: SLKS, Slots og Kulturstyrelsen
Typology: Museum Extension and Landscape
Size: 1 750m2
Categories: Renovation & Expansion, Architecture, Landscape, Interior, Museum & Gallery, Public Space
Timeline: 2012 - 2021

Architect: Snøhetta
Photos: © Laura Stamer


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