11-11-2015

Mardones MO House in Zapallar (Chile)

© Nico Saieh,

Zapallar, Chile,

Landschaft, Ville,

Lighting Design,

Mit dem MO House in Zappalar (Chile) gehört Gonzalo Mardones zu den Finalisten der vierten Ausgabe von Next Landmark, dem internationalen Wettbewerb, der von Floornature organisiert wurde. Mardones scheint hier den Beton des MO House “zähmen” zu wollen, um ihn in die Landschaft einzufügen und eine Aussichtsplattform zu schaffen.



Mardones MO House in Zapallar (Chile)

Das MO House in Zappalar in Chile nach einem Entwurf von Gonzalo Mardones und im Jahr 2014 fertig gestellt, gehört zu den Finalisten, die von der internationalen Jury des jährlich von Floornature organisierten Wettbewerbs für Architektur und Landschaft Next Lardmark ausgesucht wurden. 
Gonzalo Mardones Viviani ist auf unserer Webseite bereits mit seinem Haus für Marcelo Rìos, dem bekannten Tennis-Champion auf den Hügeln von Santiago del Chile vertreten. Bei dem MO House nimmt Mardones einige der figürlichen Elemente auf, die aus der Betonstruktur abgeleitet werden, wie die starken Schnitte der Decken im Querschnitt, die Taktung der Fenster in der Fassade, die klare Zeichnung der Schatten, die von den Schnitten in der Überdachung und den Sonnenschutz aus Zement geschaffen werden.
Die Architektur erhebt sich auf einem Hügel mit starkem Gefälle, genau vor dem Ozean und ist komplett zum Meer hin ausgerichtet. Von der Straße aus würde man an eine unterirdische Behausung denken, während man beim Blick vom Meer aus die nach Landschaft hungernden großen durchsichtigen Fassaden sieht.

Der Wohnraum entwickelt sich auf drei Ebenen, von denen man nur die erste von der Straße aus sieht, wie sie sich in den Pazifik stürzt. Die mittlere Ebene, in der sich der Hauseingang befindet und auch das Untergeschoss, sind nicht sichtbar und abgeschlossen. Die öffentlichen Funktionen des Hauses befinden sich im mittleren Geschoss: das Wohnzimmer, das Esszimmer und die Küche. Die Schlafzimmer befinden sich im Untergeschoss, abgesehen vom Elternschlafzimmer im Obergeschoss. Die gesamte Etage wird von einer zentralen Achse markiert, die aus dem Korridor besteht, der das Geschoss in der Länge durchschneidet und so die Tagesbereiche nach Westen, also zum Ozean hin ausrichtet, während die Treppen und Nasszellen sich mehr Innen befinden und von Oberlichtern und Patios erhellt werden. Der Eingang auf der Südseite ist klein und fast versteckt, so als sei es die Absicht des Architekten, den Bau in der Natur verschmelzen zu lassen. Hinter der Tür beginnt der als Achse fungierende Korridor, der von einer langen möblierten Wand ausgezeichnet wird. Wenn man durch eine der Türen tritt, dann öffnet sich der Raum in einer Reihe von großen Räumlichkeiten, deren Grenzen über die Struktur hinaus gehen, durch die raumhohen Fenster im Westen, um sich im weiten und endlosen Blau des Himmels und des Wassers zu verlieren. Und ebenfalls in Richtung Westen wird der Blick durch die klare Taktung der Ebene dank der senkrecht zur Achse angeordneten Trennwände geführt.

Im Kontrast dazu steht das große auskragende Volumen, in dem sich der erste Stock befindet und das sich, senkrecht zum Hauptverlauf des Hauses entschlossen zum Ozean wendet. 
Es sieht fast so aus als wolle die Architektur ins Meer springen, was ihr aber nicht gelingt, weshalb sie ein großes Wasserbecken zwischen Haus und Meer vorgesehen hat.


Die Struktur besteht aus mit Titandioxid versetztem Beton. Dabei handelt es sich um eine luftreinigende Substanz, die die Oberflächen erhellt und möglichst viel Licht empfängt und abgibt. Weiß ist auch die Farbe der Innenräume, extra gewählt, um auch die nicht so hellen Räumlichkeiten mit Licht zu versorgen. Wie der Architekt betont, ist das Dach mit einem edlen weißen Stein verkleidet und wird als fünfte Fassade behandelt, mit der gleichen Wertigkeit einer Hauptfassade, da es sich in gewisser Weise ja auch um die Straßenfront handelt. 

Mara Corradi

Architects: Gonzalo Mardones Viviani
Client: Private
Location: Zapallar, Chile
Structural design: Ruiz y Saavedra
Lighting Design: Paulina Sir
Gross useable floor space: 489 sqm
Lot size: 2380 sqm
Start of work: 2013
Completion of work: 2014
Structure in: Concrete
Facades in: Concrete
Indoor surfaces: Concrete
Outdoor surfaces: Concrete
Floors: Porcelanate
Photographs: © Nico Saieh

www.gonzalomardones.com


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