14-05-2014

Mardones: Haus für einen Sportler in Santiago de Chile

Gonzalo Mardones Viviani,

© Nico Saieh,

Santiago de Chile,

Ville, Housing,

Zement, Keramik,

Der Architekt Gonzalo Mardones Viviani hat eine Villa für den Tennisspieler Marcelo Rìos auf den Hügeln von Santiago de Chile realisiert. Das Projekt konzentriert sich auf die Verwendung der Materialien bezogen auf das Licht. Die großformatige Keramik für die Bodengestaltung passt zu den mit Titandioxid gebleichten Betonoberflächen.



Mardones: Haus für einen Sportler in Santiago de Chile

Im Einklang mit der modernistischen lateinamerikanischen Stilsprache hat Gonzalo Mardones Viviani ein Wohnhaus für den unruhigen Tennis-Champion Marcelo Rìos gestaltet. Das Haus steht auf den Hügeln von Santiago und seine Form sucht die Mimesis mit der Natur, während die Oberflächen vom Licht gezeichnet sind.

Die sanften Hügel um Santiago nehmen die Architektur auf, die mit den Hügeln selbst verschmilzt. Sie verfügt über ein teilweise unterirdisches Geschoss und zwei oberirdische Etagen. Das unterirdische Stockwerk ist von einer terrassierten Erdschicht bedeckt, welche den Wunsch der Nachahmung der natürlichen Landschaft unterstreicht, den der Entwurf ausdrückt. Dieses Wohnprojekt hat zwei kontrastierende Gesichter: Eines ist auf die Straße gerichtet, die zur Villa führt. Es gibt sich introvertiert, mit strengen Mauern, die nur von den horizontalen Schnitten der Fenster unterbrochen werden. Das andere Gesicht hingegen ist offen und dynamisch und blickt auf die Hügel von Santiago. Durch die zahlreichen Öffnungen dringt die Landschaft in das Innere und wird zum Teil der Architektur selbst. Hinter den Folge der raumhoch verglasten Wände und des Fensterbands im oberen Geschoss liest man den Willen, die Frontseite verschwinden zu lassen und eine Kontinuität zwischen dem Garten und den weitläufigen Zimmern im Inneren zu schaffen.

Zwischen den beiden Fronten entwickelt sich das Layout der Innenräume nach einer strengen Funktionalität. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Eingang, der alle Etagen miteinander verbindet. Auch die Unterscheidung zwischen den Stockwerken ist sehr deutlich: Der Tagesbereich im Erdgeschoss, der Nachtbereich im ersten Stock und der Spiel- und Vergnügungsbereich mit dem Pokalsaal im Keller.

Diese kompositorische und thematische Strenge scheint ihre Bestätigung in der Poesie der klaren Schatten zu finden, mit denen Gonzalo Mardones Viviani die gesamte Architektur gestaltet. In der Betonstruktur realisiert der Architekt vertikale Schnitte, die ein von oben einfallendes Licht projizieren, das den mit Titandioxid gebleichten Zement betont. Außer dem ästhetischen Effekt wurde vor Kurzem festgestellt, dass Titandioxid antibakterielle und der Umweltverschmutzung entgegenwirkende Eigenschaften besitzt (es hilft beim Abbau der Autoabgase). Dies hat in diese Fall die Wahl noch unterstrichen. Die natürliche Belüftung wird von den Dachbalken gefördert, die eine Luftschicht zum Schutz vor Sonnenstrahlen erzeugt.


Überall dominiert das Weiß der Zementoberflächen, die von den Fußböden ergänzt werden, die mit großformatiger Keramik in der gleichen Farbe verkleidet sind. Diese Entscheidungen betonen die Weitläufigkeit der Räumlichkeiten. Das Haus ist wie ein großes Blatt, auf das man schreiben kann – eine geordnete Geometrie, die zur Grundlage der Kreativität der Bauherren wird.

Mara Corradi

Entwurf: Gonzalo Mardones Viviani Arquitecto
Bauträger: Marcelo Ríos
Ort: Lo Barnechea, Santiago del Cile (Chile)
Tragwerksplanung: Cristián Delporte
Beleuchtungsgestaltung: Paulina Sir
Landschaftsplanung: Adriana Errázuriz
Bruttonutzfläche: 1221 m2
Grundstücksgröße: 3413 m2
Planungsbeginn: 2011
Ende der Bauarbeiten: 2013
Türen und Fenster aus Aluminiun
Begrüntes Dach
Tragwerk aus Sichtbeton
Fußboden aus Keramik
Bildnachweis: © Nico Saieh

www.gonzalomardonesv.cl


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