02-09-2015

Elisa Valero Ramos und die Schule El Serrallo in Granada

Eduardo Souto de Moura, Elisa Valero Ramos,

© Fernando Alda,

Granada, Spanien,

Kindergärten, Schule,

Die spanische Architektin Elisa Valero Ramos hat den Kindergarten El Serrallo auf den Hügeln nördlich von Granada gestaltet. Unter Berücksichtigung des begrenzten Budgets für die Realisierung sieht man im Kindergarten El Serrallo von Frau Valero Ramos eine Überlegung bezüglich der baulichen und figürlichen Traditionen der Gegend.  



Elisa Valero Ramos und die Schule El Serrallo in Granada

Mit dem Kindergarten El Serrallo von Granada setzt sich Elisa Valero Ramos mit einem Thema auseinander, das ihr besonders am Herzen liegt, nämlich die Architektur für die Kindheit, wo sie viele ihrer Gestaltungsprinzipien zum Ausdruck bringt. Bei dem Kindergarten El Serrallo definiert Elisa Valero Ramos den Raum anhand weißer und ausgeprägt horizontal verlaufender Wände. In diesem figürlichen Manifest, das sich dem Einfluss der Poetik von Eduardo Souto de Moura nicht entziehen kann, versteht Elisa Valero Ramos es, Details einzufügen, die eng mit dem Ort an sich verbunden sind. 

Die Architektur steht auf einem Hang, der zur Bergkette der Sierra Nevada blickt, eine atemberaubende Landschaft, auf die sich der gestaltete Raum bezieht. Die Schule folgt dem Verlauf des Geländes, das zwischen zwei Straßen eingebettet ist und nimmt diesen auf. Die Schule an sich entwickelt sich auf zwei Stockwerken, eines ist kleiner und man hat den direkten Zugang von der oben verlaufenden Straße und ruht auf dem anderen, das sich in den Hofbereich mit Garten verlängert und sich somit zu den Bergen hin erstreckt. Der Grundriss des dreieckigen Grundstücks wird von sich kreuzenden und den Bergen gegenüberliegenden Straßen markiert und vom Baukörper halbiert. Dieser ist zur maximalen Nutzung Grundstückslage und der Besonnung quer ausgerichtet. Die beiden Hauptfronten – Ost und West – blicken jeweils auf die beiden direkt zugänglichen Hofbereiche. Diese Ausdehnung bringt auch den Klassenzimmern Gewinn, die entlang der Fassaden angeordnet sind und auf diese Weise ausreichend Tageslicht und Belüftung erhalten. 
Die Umfriedung ist eine 7 Meter hohe Betonmauer, die nach einer geotechnischen Untersuchung notwendig geworden war, als sich herausgestellt hatte, dass das Erdreich aufgrund der seismischen Aktivität nicht stabil genug war. Um den Höhenunterschied zwischen den beiden Seiten des Gebäudes auszugleichen, wurde eine monolithische Struktur aus Stahlbeton geschaffen und in den Fundamenten kamen auch Mikropfähle zum Einsatz.. 


In dieser hohen Ummauerung betont die Architektur ihre horizontale Entwicklung, die von den Decken aus weißem Zement noch markiert wird. Die Frontseiten nach Osten und Westen werden vom Wechsel der Fenster und Laibungen aus rot glasierten und verzierten Fliesen getaktet: in einigen Fällen bestehen sie aus Gittern, ganz im Sinne der nahöstlichen Tradition, wie man sie in der Architektur Südspaniens und vor allem in Granada findet, wo die Alhambra die unverwechselbare Erinnerung an die maurische Kultur ist. Die Elemente mit dekorativer Funktion, die auch als Sonnenschutz dienen, gehören zum graphischen Projekt des Künstlers Edoardo Barco, der schon lange mit Elisa Valero Ramos arbeitet und deren Architekturen mit bunten, lebhaften und aussagekräftigen Botschaften bereichert. Außen wie Innen, wo die Farbwahl bestimmte Wände betont und andere dabei komplett weiß verputzt lässt 

Mara Corradi

Architect: Elisa Valero Ramos
Building surveyor: María de los Llanos Martín Romero
Collaborators: Leonardo Tapiz Buzarra, Esteban Salcedo, Óscar Raya
Client: HE Planning Department. Granada Council
Constructor: Aldesa Construcciones S.A.
Location: Ojos del Salado street, Granada (Spain)
Project: 2009
Work: 2011
Constructed surface: 887,30 sqm
Photographer: © Fernando Alda
Structure in concrete
Facades in glazed tiles

www.elisavalero.com


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