06-04-2016

Dorte Mandrup und die SH2-Sundbyoster Hall 2 in Kopenhagen

Dorte Mandrup Arkitekter,

© Adam Mørk,

Kopenhagen, Dänemark,

Residenzen, Sport & Wellness,

Nach der interessanten Untersuchung mit dem Råå Day Care Centre hat Dorte Mandrup Arkitekter ein Mehrzweckgebäude im Stadtviertel Sundbyoster in Kopenhagen entworfen. Die SH2-Sundbyoster Hall 2 von Dorte Mandrup Arkitekter vereint ein Sportzentrum, 12 Wohnungen und ein großes Lebensmittelgeschäft.



Dorte Mandrup und die SH2-Sundbyoster Hall 2 in Kopenhagen

SH2-Sundbyoster Hall 2 in Kopenhagen der Dänen Dorte Mandrup Arkitekter ist ein Projekt nach Wunsch der Stadt Kopenhagen für Sundbyoster, eines der im Süden liegenden Stadtviertel mit besonders hoher Bevölkerungsdichte. Aufgabe von Dorte Mandrup Arkitekter war die Planung einer Sporthalle, die mit einem Geschäfts- und einem Wohnbereich kombiniert werden sollte, um einen neuen Dreh- und Angelpunkt im Mikrokosmos von Sundbyoster zu schaffen der die zahlreichen vorhandenen und möglichen Aktivitäten anziehen soll.
Als Resultat einer Public-Private-Partnership handelt es sich bei SH2-Sundbyoster Hall 2 (ein zweites Sportzentrum für die nahegelegene Sundbyøster School) um ein Gebäude, bei dem sich die Funktionen gegenseitig ergänzen. Dies nicht nur weil es darum geht, eine Anordnung innerhalb des engmaschigen urbanen Rasters zu finden, sondern auch als Antwort auf das wachsende Bedürfnis nach einem ansprechenden optischen Bezugspunk in einer oft eintönigen Wohnlandschaft.
An der Ecke zwischen der Parmagade und der als Verkehrsader vom Stadtzentrum zu den südlichen Vororten der Hauptstadt fungierenden Amagerbrogade gelegen, befindet sich im Erdgeschoss der SH2-Sundbyoster Hall 2 ein Supermarkt. Ein Obergeschoss mit doppelter Raumhöhe beherbergt die Sporthalle und in der letzten Etage sind die 12 Wohnungen mit begrünten Terrassen und Überdachung mit Solarpaneelen untergebracht. Den Vorstellungen des Bauträgers zufolge ein selbsttragendes System, ein Ort im Ort, der Synergien zwischen allen betroffenen Parteien schaffen soll. In einem Viertel mit einer hohen Nachfrage bezogen auf Wohnraum, reagiert die von Dorte Mandrup vorgeschlagene Architektur auf die Probleme eines als Schlafstadt benutzten Viertels, indem sie einen neuen urbanen Bezugspunkt anbietet. Ein Bauwerk, das aufgrund seiner formalen und landschaftlichen Eigenschaften dazu bestimmt ist, schnell zu einer urbanen Landmarke zu werden.

Die Architektur distanziert sich nämlich deutlich von dem Bild der anliegenden Häuser, historische Gebäude mit Backsteinfassaden, die von modularen Fenstern belebet werden. Der Gleichförmigkeit der nahen Häuserfronten entgegnet SH2-Sundbyoster Hall 2 mit vier Fassaden, die sich als Überschneidungen von drei verschiedenen Verkleidungssystemen darbieten und dabei den unterschiedlichen Funktionen entsprechen: die verglasten Oberflächen im Erdgeschoss, die doppelt hohen Holzverkleidungen der Sporthalle und dann das Aluminium, mit dem das oberste Geschoss mit den Wohnungen verkleidet ist. Angesichts der horizontalen Entwicklung des Bauwerks orientieren sich die Motive der Fassade in der Vertikalen, sehen aber bei jeder Funktionsänderung anders aus, was mit der schrägen Anordnung bezogen auf den Fassadenrand zusammenhängt. So entsteht eine sehr dynamische Komposition, die sich im Laufe des Tages ständig ändert und keinerlei Hierarchie zwischen den Teilen und den Fassaden selbst aufweist. Das Glas wurde als verbindendes Element gewählt, zwischen den Etagen, wo es sich beispielsweise in den Falten findet, die von den Holzvertäfelungen gebildet werden und bei den Erkerfenstern im Dachgeschoss, aber auch zwischen der Architektur und der Stadt, die dank der großen transparenten Flächen zum Dialog aufgefordert werden.


Oben auf dem Dach befinden sich die Wohnungen, die quer zum Grundriss in Reihe angeordnet sind. Im Norden haben sie Erkerfenster, im Süden mit Holz gedeckte Terrassen. In der Mitte jeder Wohnung befindet sich ein kleiner Hof. Dieses an eine Krone erinnernde Profil ist auch die Krönung des Werks und hat die Planer von einem neuen Wohnungstyp sprechen lassen, nämlich dem Hofhaus auf dem Dach.

Mara Corradi

Architect: Dorte Mandrup Arkitekter A/S
Location: Corner of Parmagade and Amagerbrogade - København S 
Area: 5.400 m2 
Client: Municipality of Copenhagen 
Entrepreneur: O.Adsbøll og sønner 
Engineer: Klaus Nielsen, rådgivende ingeniører 
Completion: 2015 
Structure in concrete
Facades in glass, wood and aluminium 
Photographs: © Adam Mørk, Jens Larsen

http://www.dortemandrup.dk


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